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Haasstrasse 77-81, 4700 EupenEUR 99 - 159

Gästebewertung: N/A
Nur wenige Minuten von der Autobahn und vom Bahnhof entfernt, am Zusammenfluss von Weser und Hill gelegen, bietet unser traditionsreiches Hotel sowohl… More
 

Eupen: Guide


Eupen (altfranzösisch: Néau) ist der Regierungssitz der Deutschsprachige Gemeinschaft|Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostkantone|Ostbelgien.
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Die Stadt liegt 16 km von Aachen und 45 km von Lüttich und Maastricht entfernt. Ihre Einwohner sind zu etwa 90 % Deutsche Sprache|deutschsprachig.

Geschichte


Der Ort Eupen und die Nikolauskapelle im Herzogtum Limburg wurden 1213 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Durch die Schlacht von Worringen fiel das Herzogtum Limburg unter Johann I. 1288 an Brabant. 1387 gingen Brabant und Limburg an das Haus Burgund. Im Krieg gegen Geldern wurde Eupen niedergebrannt.

1445 bestanden in Eupen 156 Feuerstätten, in Nispert 25, und Stockem 16. 1477 kam Eupen mit Brabant (historisches Gebiet)|Brabant und Limburg an die österreichischen Habsburger. 1544 verlieh Kaiser Karl V. (HRR)|Karl V. dem Ort das Recht, zwei freie Jahrmarkt|Jahrmärkte abzuhalten. 1554 wurde Eupen wegen seines Handels mit Tuchen und Nägeln bekannt. 1555 gelangte Eupen mit Brabant und Limburg an die spanischen Habsburger.

Von 1565 stammt die erste Erwähnung der protestantischen Bewegung in Eupen. 1582 wurde Eupen in der Nacht von niederländischen Söldnern zu 50 Prozent niedergebrannt. 1627 bestanden in Eupen 700 Haushalte und über 2000 erwachsene Gläubige. 1635 dezimierte eine Pest|Pestepidemie die Bevölkerung. 1648 wurde Eupen freie Herrschaft mit einem eigenem Gericht und erhielt 1674 durch Siegelverleihung Stadtrechte.

1680 wurde eine erste Feintuchmanufaktur in Eupen errichtet. Zum Beginn der Blütezeit erhielt Eupen 1688 das Recht, fünf freie Jahrmärkte abzuhalten. 1695 wurde Eupen zur Pfarre erhoben.

1713 fiel die Stadt nach dem Frieden von Utrecht mit Brabant (historisches Gebiet)|Brabant und Limburg an die österreichischen Habsburger zurück. 1783 erfolgte die Einrichtung eines Kaufmannskollegiums, einer Art Handelskammer, und 1787 die Errichtung eines Gerichts erster Instanz.

1794 kam die Stadt unter französische Herrschaft und gehörte zum Ourthe-Département, Präfektur (Frankreich)|Präfektur Lüttich, Unterpräfektur Malmedy. 1815 durch den Wiener Kongress wurde Eupen der Rheinprovinz des Königreich Preußen|Königreiches Preußen zugeordnet, 1827 erschien die erste Zeitung in Eupen. 1864 wurde der Stadt Eupen ein Wappen|Stadtwappen verliehen.

1872 wurde die St.-Josephs-Pfarre in der Unterstadt als zweite Eupener Pfarre errichtet. Durch den Vertrag von Versailles kam Eupen 1920 zu Belgien und war bis 1925 Teil des dem General Herman Baltia unterstellten General-Gouvernements Eupen-Malmedy.

Am 18. Mai 1940 annektierte das nationalsozialistisch regierte Deutsche Reich die Gebiete Eupen, Malmedy und Sankt Vith und im September 1944 zogen amerikanische Truppen ein.

Der 300. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte wurde 1974 gefeiert und 1975 begann die Städtepartnerschaft mit Temse.

1977 kam durch die Gemeindefusion die Gemeinde Kettenis zu Eupen. Die Verleihung eines neuen Wappens durch König Baudouin I. erfolgte 1983 und im selben Jahre wurde die Stadt Sitz der ersten Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Politik


Seit der Umwandlung Belgiens in einen Föderalismus|Föderalstaat ist Eupen Parlaments- und Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) und somit politisches Zentrum der rund 73.000 Einwohner umfassenden Deutschsprachige Minderheiten|deutschsprachigen Minderheit in Belgien.

Tourismus


Eupen liegt am Rande des Naturpark Hohes Venn-Eifel|Naturparks Hohes Venn-Eifel, ist im Osten und Süden von Wäldern und im Westen von weitläufigen heckenumsäumten Wiesenlandschaften umgeben.

Die Innenstadt weist zahlreichen Patrizierhäusern aus dem 18. Jahrhundert auf; dahinter liegen die Tuchschererwinkel. Die St.-Nikolaus-Kirche auf dem historischen Marktplatz wurde 1722 nach Plänen des Aachener Baumeisters Laurenz Mefferdatis errichtet, der von 1744 stammende Hochaltar ist ein Entwurf von Johann Josef Couven. Auf dem historischen Werthplatz befinden sich das Kriegerdenkmal mit dem drachentötenden St. Georg (Heiliger)|St. Georg aus der preußischen Zeit und die Werthkapelle von 1699 mit ihrem klassizistischen Vorbau, sowie weiteren Patrizier- und Bürgerhäusern aus der Zeit zwischen 1650 und 1800. Sehenswert sind das Stadtmuseum in der historischen Gospertstraße und ein Schokoladenmuseum in der Industriezone. Ein Fabrikgebäude des großen Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun, das er für seinen Schwiegervater ausführte, befindet sich in der Unterstadt. Von der Moorenhöhe aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf diesen Stadtteil, das Wesertal und den Hertogenwald. In der näheren Umgebung befindet sich die Wesertalsperre, Belgiens größtes Trinkwasserreservoir. Eupen befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Hohes Venn|Hohen Venn, mit dem Naturparkzentrum Botrange und den dort vorhandenen vielfältigen Wander- und Skilanglaufmöglichkeiten. 10 Kilometer westlich der Stadt befindet sich die Gileppe-Talsperre, die bei ihrer Einweihung 1856 Europas größte Betonstaumauer war.

Wirtschaft


Kabelherstellung im Kabelwerk Eupen
Kunststoffverarbeitende Betriebe
Herstellung von Filz|Trockenfilzen für die Papierindustrie
Schokoladenherstellung
Präzisionsmechanische Betriebe
Belgischer Rundfunk (BRF): Deutschsprachiger öffentlich-rechtlicher Radio- und Fernsehsender.
Ein ausgeprägtes Transportwesen durch eine zentrale Lage zu großen Wirtschaftszentren.
Die Mehrsprachigkeit der Einwohner und die Nähe zu den Hochschulen RWTH Aachen, Fachhochschule Aachen, Université de Liège|Universität Lüttich und Universität Maastricht sind Standortvorteile.

Bildung


Die Autonome Hochschule der deutschsprachigen Gemeinschaft.

Verkehr


Stündliche SNCB-Eisenbahnverbindung über Verviers, Lüttich und Brüssel nach Ostende.
Autobahnanschluss über die Europastraße 40|E40 in unmittelbarer Nähe der Industriegebiete.

Folklore


Rheinischer Karneval mit u.a. Rosenmontagszug.


Söhne und Töchter der Stadt


Rudolf Fettweis, (1882–1956) Oberdirektor des Wasser- und Straßenbaus in Baden.
Marie Hüllenkremer, (1943–2004) Journalistin und Politikerin
Alfred Holler, (1888–1954) Kunstmaler.
Herbert Laschet Toussaint, (1957) Lyriker und Herausgeber
Carl de Nys, (1917–1996) Priester, Musikwissenschaftler und Kritiker
Walter Ophey, (1882–1930) Kunstmaler, rheinischer Expressionist.
Jasmin Schwiers, (1982) Schauspielerin
Carl Bernhard Wilhelm Scheibler, (1827–1899) Chemiker
Hubert Theophil Simar, (1835–1902) Erzbischof von Köln
Henri Xhonneux, (1945–1995) Filmemacher

Siehe auch


Im etwa 30 Kilometer entfernten Eschweiler in Deutschland gibt es einen Stadtteil mit dem Namen „Klein Eupen“: Klee Oepe.

Literatur


Viktor Gielen: Aus Eupens Vergangenheit. Heimatbuch der Stadt Eupen, Das Bild der Heimat Band 3, Raeren 1966
August Tonnar, Wilhelm Evers, Wilhelm Altenburg: Wörterbuch der Eupener Sprache, Unveränd. Neudr. d. Ausg. von 1899, M. Sändig Reprint Verlag, Wiesbaden 1970
Eupen 1974. Ein Beitrag zum Stadtjubiläum, Grenz-Echo Verlag, Eupen 1974

Weblinks





Image:Eupen008.jpg|Die Unterstadt
Image:Eupen009.jpg|Industrie im Wesertal
Image:Eupen017.jpg|Zentrum Oberstadt
Image:Eupen023.jpg|Parlament der DG
Image:Eupen Government seat.jpg|Regierungsgebäude
Image:Hautes-Fagnes.jpg|Frost im Hohen Venn
Image:Eupen021.jpg|Mefferdatis Haus
Image:Eupen018.jpg|Clown Denkmal

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