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EUR 50 - 144

Mas Pauline

Les Hauts De Céret, 66400 CéretEUR 50 - 144

Gästebewertung: N/A
Mas Pauline is located 9 km from the centre of Céret. It offers a relaxation area with 2 outdoor swimming pools, a sauna, Jacuzzi and fitness centre.… More
EUR 55 - 180

Le Papillon

6 Place Du Pont, 66400 CéretEUR 55 - 180

Gästebewertung: N/A
Set in the Languedoc-Roussillon countryside, this guest house is close to Céret city centre. It has a wellness centre and thematic en suite rooms wit… More
Route De Fontfrède, 66400 CéretEUR 91 - 229

Gästebewertung: N/A
Zwischen dem Meer und den Bergen im Ort Céret bietet Ihnen das Hotel Restaurant La Terrasse Au Soleil eine 4-Sterne-Unterkunft in reizvoller Lage. D… More
Avenue Du Vallespir - Le Pont De Reynes, 66400 CéretEUR 118 - 217

Gästebewertung: N/A
Le Mas Trilles is located at the foothills of the Pyrénées Mountains in the town of Ceret. It offers peaceful accommodation and has a heated outdoo… More
 

Céret: Guide


Céret (südfranzösische Kleinstadt, gelegen am Rande der letzten, hügeligen Ausläufer des Pic du Canigou im Département Pyrénées-Orientales (Region Languedoc-Roussillon), etwa 35 Kilometer südwestlich von Perpignan und rund 180 Kilometer nördlich von Barcelona.

Der Name Céret wird von Katalanen, die Sardana|Sardane, der in früheren Zeiten auch als La Ceretane bezeichnet wurde.

Landesweit berühmt ist Céret in Frankreich für sein Kunstmuseum und für seine Kirsche (Frucht)|Kirschen. Aufgrund seiner klimatisch vorteilhaften Lage am Rande der Küstenebene des Roussillon herrscht hier im Frühjahr ein besonders mildes Klima#Mikroklima (bzw. Kleinklima)|Mikroklima, so dass in der Umgebung von Céret die Kirschen früher reif werden als andernorts in Frankreich. Die Bauern nutzen diesen Vorteil für eine geschickte Öffentlichkeitsarbeit|PR-Strategie: Das erste Körbchen erhält traditionell der Staatspräsident (Frankreich)|französische Staatspräsident. Wegen der hohen Lohnkosten roden aber immer mehr Bauern ihre Kirschbäume und legten statt dessen Pfirsich-Plantagen an.

Stadtbild

Das Stadtbild der Altstadt von Céret im Umkreis der Kirche Saint Pierre und der kümmerlichen Reste der einstigen Stadtmauer, zwischen der Place de la République und der Place de la Liberté, ist einzigartig in der gesamten Region: Die Boulevard|Boulevards zwischen den hohen Bürgerhäusern werden von gewaltigen Ahornblättrige Platane|Platanen beschattet, und entlang der Bordstein|Bordsteine der zentralen heutigen Haupteinkaufsstraße und vieler Seitenstraßen rinnt Wasser. Wie in alten Zeiten wird es über diverse Kanäle aus höheren Lagen in die Stadt geleitet und dient so noch immer auch ein wenig der Straßenreinigung. Bedeutender ist aber seine kühlende Wirkung im Hochsommer. Catherine Millet beschrieb in ihrem Skandalbuch Das sexuelle Leben der Catherine M. Céret als "eine Stadt von Eleganz".

Die besondere Atmosphäre des Städtchens war es auch, die es ab dem Winter 1909 zu einem besonderen touristischen Anziehungspunkt werden ließ. Damals machten drei Künstler auf dem Weg nach Banyuls-sur-Mer|Banyuls, wo sie Aristide Maillol besuchen wollten, in Céret Station: der katalanische Bildhauer Manolo Hugué, der Maler Frank Burty Haviland und der Komponist Déodat de Séverac. Der eisige, stürmische Tramontana|Tramontane hinderte sie aber an der Weiterreise, und so hatten sie Zeit, in Briefen an ihre Bekannten und Kollegen von der Schönheit Cérets zu berichten. Dies hatte zur Folge, dass so gut wie alle bekannten Künstler des französischen und spanischen Kubismus den Ort besuchten und so auch dazu beitrugen, Collioure zu einer Künstlerkolonie werden zu lassen. Noch heute schmückt sich Céret damit, seinerzeit als Mekka des Kubismus gegolten zu haben, und einen Nachhall dieser Epoche kann erspüren, wer den noch immer bestehenden, früheren Künstlertreffpunkt besucht: das Grand Café.

Image:Céret, France, back road.jpg|Wasser kühlt viele Seitenstraßen...
Image:Céret, France, main street 2.jpg|... und das Laub der Platanen die Boulevards.
Image:Céret, France, main street near Grand Café.jpg|Breite Gehsteige laden zum Flanieren ein...
Image:Céret, France, main street 3.jpg|... und viele Bänke zum Ausruhen.

Das Museum für moderne Kunst


Für kulturinteressierte Touristen, die sich beidseits der Pyrenäen erholen, ist das im Zentrum des Vallespir gelegene Städtchen Céret eine Attraktion ersten Ranges, ohne dass der Ort jemals überlaufen wirken würde. Céret kann nämlich ein bedeutendes Museum für moderne Kunst (Museèe d'Art moderne) vorweisen, dessen Sammlung rund 700 Arbeiten moderner Künstler umfasst und auch eine weitere Anreise lohnt: Zum Fundus gehören mehr als 50 Werke von Pablo Picasso, mehr als ein Dutzend Zeichnungen von Henri Matisse, ein großformatiges Gemälde von Marc Chagall sowie diverse Arbeiten von Joan Miró, Jean Cocteau, Raoul Dufy, Juan Gris, Aristide Maillol, Chaim Soutine, André Masson, Manolo Hugué, Auguste Herbin sowie von Joan Brossa, Jean-Louis Vila und anderen.

Von besonderen Interesse sind für die meisten Besucher Chagalls Sardane à la Colombe.

Zu verdanken hat Céret diese Sammlung dem Maler Pierre Brune, der seit 1916 im Ort lebte, ein Museum ins Leben rufen wollte und seine in der Region künstlerisch tätigen Freunde zum "Spenden" aufrief: Die Werke der älteren Künstler sind dem Museum tatsächlich von diesen gestiftet worden. In jüngeren Zeit wurde der Bestand der Dauerausstellung ständig durch den Ankauf von Werken zeitgenössischer Künstler ergänzt. Ab 1950 war die stetig wachsende Sammlung im ehemaligen Gefängnis untergebracht, seit 1993 ist sie in einem moderner wirkenden Neubau untergebracht.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Wer sich von der Autobahn Perpignan – Barcelona her über die Straße D115 Céret nähert, wird kurz hinter dem heutigen Ortseingang überrascht einen Blick nach links und rechts werfen: Selbst über eine moderne Straßenbrücke den Fluss Tech überquerend, entdeckt man links eine genau gleich hoch, schmal und fragil erscheinende Bogenbrücke aus Steinquadern und links eine gleichfalls nicht mehr taufrisch anmutende, schmale Bogenbrücke der Eisenbahn. Die steinerne Brücke stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert und wird Le Pont du Diable genannt ("Teufelsbrücke"), ihr einziger Bogen ist 45 Meter weit, und an der höchsten Stelle ragt sie 22 Meter über den Fluss.

Von der mittelalterlichen Stadtmauer sind nur wenige, schon in früheren Zeiten wiederholt restaurierte Stücke vorhanden, jedoch zwei ehemalige Stadttore: La Porte d'Espagne und la Porte de France, beide aus dem 13. Jahrhundert. La Porte de France war die Hauptpforte zur Stadt, die Porte d'Espagne an der Place Picasso ist heute Sitz eines Museums für Archäologie.

Eine weitere Besonderheit sind von Mitte Juli bis Mitte August kostenlose, öffentliche Auftritte einer Sardana#Die Cobla, das Sardana-Orchester|Cobla auf einem der Boulevards. Dieses traditionelle, katalanische Sardana|Sardane-Tanzorchester lockt jeweils mittwochs nach 21 Uhr zahlreiche Einwohner zum Reigentanz herbei und eine bescheidene Anzahl Touristen zum Zuschauen. Die Sardane ist in Céret noch ein echter Volkstanz für alle Altersgruppen, bei dem sich siebzigjährige Frauen, dreißigjährige Männer und zehnjährige Kinder die Hand reichen.

Ein Office du Tourisme befindet sich am Boulevard Clémenceau.

Weblinks

(auf Französisch oder Englisch)

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