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EUR 103 - 605 Oustau de Baumanière
Das Oustau de Baumanière liegt in Les Baux de Provence. Freuen Sie sich hier auf hübsch gestaltete und gut ausgestattete Zimmer.
Das L´Oustau… MoreEUR 130 - 490 Mas de l´Oulivié
Das Hotel in einem alten provenzalischen Haus mit Terrakotta-Ziegeldach ist von Olivenbäumen und Zypressen umgeben. Es liegt mitten in einem Garten m… MoreEUR 52 - 150 Le Fabian des Baux
Located in Les Baux-de-Provence, this hotel is surrounded by an orchard of olive trees and offers views of the Alpilles Mountains. It features an outd… MoreEUR 170 - 440 La Cabro D´or
In einem wunderschönen Garten, im Herzen der Alpillen erwartet Sie das familienfreundliche Hotel Cabro D´or mit vielfältigen Freizeiteinrichtu… MoreEUR 105 - 440 Benvengudo
Ein einstiges, typisch provenzalisches Landhaus beherbergt dieses Hotel mit seinem eleganten Interieur und modernen Zimmern. Sie wohnen im malerischen… More | ||||||||||||||||||||||||||||||
Die Verteidigungsmöglichkeiten von Les Baux führten zu einer frühen Besiedlung. Spuren der Bewohner lassen sich auf ca. 6.000 v. Chr. datieren. 1993 wurden Keramikfunde augegraben, die eine Besiedlung schon während der Bronzezeit belegen. Bei den Kelto-Ligurern wurde das Felsplateau mit ausgezeichneter Sicht über die sich nach Süden erstreckende Ebene bereits als Festung oder oppidum ca. 200 v. Chr. genutzt.
Das Bild der Landschaft ist völlig verschieden zu dem der 'normalen' Provence. Urplötzlich sieht man fast nur noch Stein. Für dieses Phänomen haben schon die alten Griechen eine Erklärung gefunden. Herakles soll auf dem Rückweg von seiner 10. Arbeit für Eurystheus in Spanien, wo er die Herde der Geryon erbeutet hatte, hier von den Ureinwohnern der Provence, den Ligurern, angegriffen worden sein. Die Ligurer wollten ihm die Herde rauben und dem Herakles waren ausgerechnet jetzt die Pfeile ausgegangen. Da kam ihm Zeus zu Hilfe, der einen Steinhagel auf die Ligurer niedergehen ließ und auch Herakles bombardierte sie mit Steinen. So erklärt sich die heutige Form dieser Landschaft. (Lexikon der antiken Mythen und Gestalten, S. 196) Der Felsen, der den Ort Les Baux und dessen Burgruine trägt, erhebt sich bis zu 280 Meter über die Landschaft.
Auf Les Baux herrschte im Mittelalter ein großes Geschlecht über 79 Ortschaften. Es war so kühn, seine Herkunft auf einen der Heilige Drei Könige|heiligen drei Könige, Balthasar, zurückzuführen und führte deshalb den Stern von Betlehem in seinem Wappen. Mit dem Aufkommen der Minne entwickelte sich Les Baux zu einem Zentrum der Minnekunst. Im 12. Jahrhundert erreichte der Hof von Les Baux den Gipfel seines Ruhms für Kultur|Kultiviertheit und Rittertum. Troubadoure, obwohl als kampflüstern verrufen, drängten im 13. Jahrhundert an den Hof von Les Baux, wo sie mit selbst komponierten und gedichteten Minnesang|Minneliedern die ritterlichen Liebe beschworen. 1426 erlosch das Geschlecht mit der letzten Prinzessin Alix von Les Baux. Les Baux gelangte in den Besitz des Grafen der Provence, Ludwig III. (Anjou)|Ludwig III. d'Anjou.
Im 14. Jahrhundert übernahm Raymond von Turenne als Vormund seiner Nichte die Herrschaft über Les Baux und war bald die „Geißel der Provence“. Er soll Gefangene in die Abgründe unter der Burg getrieben haben, um sich an deren Entsetzen zu weiden.
Unter der Herrschaft der Familie Manville gelangte Les Baux gemeinsam mit der Provence unter die Kontrolle der französischen Krone. Der Ort wurde ein Zentrum des Protestantismus. Im Zeitalter der Religionskriege schuf eine misslungene Revolte auf Seiten des Herzogs von Orléans gegen König Ludwig XIII. (Frankreich)|Ludwig XIII. Kardinal Armand Jean du Plessis (Herzog von Richelieu)|Richelieu den Vorwand, 1632 die Burg zu belagern und 1633 durch die Bewohner der Stadt schleifen zu lassen. 1642 wurde der Ort der Familie Grimaldi als Grafschaft übertragen. Diesen Titel der Grafen von Les Baux tragen die Grimaldis bis heute, obwohl der Fels politisch komplett zu Frankreich gehört.
Seit dem 16. Jahrhundert begingen die Schäfer am Heiligen Abend die fête de pastrage, die berühmte Hirtenmesse. Dabei verkündet der hinter dem Altar verborgene Engel den Hirten im hinteren Teil der Église-Saint-Vicent die Geburt des Gottessohns. Die Hirten treten in Begleitung von mit Obst und Blumen geschmückten Schäferinnen vor, tanzen und singen traditionelle Weihnachtslieder.
1822 wurde die Bedeutung des braun-violetten Minerals entdeckt, das in der Nähe gefunden und nach Les Baux Bauxit genannt wird: Es enthält eine Aluminiumverbindung und kann deshalb zur Aluminiumherstellung benutzt werden. Die Förderung wurde Ende des 20. Jahrhunderts eingestellt. Einen großen Einfluss auf die Landschaft kann man aber nicht feststellen.
Les Baux gibt zwei landwirtschaftlichen Produkten den Namen: Der Wein vom Südrand der Alpilles darf als Les Baux-de-Provence (Wein)|Les Baux-de-Provence AOC oder als Coteaux d'Aix-en-Provence verkauft werden. Diese Weine haben einen sehr eigenen, etwas kratzigen Charakter. Der Südrand der Alpilles gilt außerdem unter Feinschmeckern inzwischen als die beste Lage für Olivenöl.
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