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Cremona (dt: Kremun) ist eine Stadt in der gleichnamigen Provinz. Die Stadt wurde insbesondere bekannt durch die Geigenbauerfamilien Amati, Guarneri und Stradivari.
Cremona wurde 218 v. Chr., also im gleichen Jahr wie Placentia (Piacenza), von den Römern als Vorposten gegen die Gallien|gallischen Stämme gegründet. Es wurde 190 v. Chr. mit 6000 neuen Siedlern verstärkt und wurde bald eine der blühendsten Städte Norditaliens. Wahrscheinlich bekam die Stadt 90 v. Chr. die Rechte eines Municipiums.
Nach der zweiten Schlacht von Bedriacum am 24. Oktober 69|Schlacht von Bedriacum im Jahr 69 wurde Cremona von den Truppen Vespasians eingenommen und zerstört, wobei nur der Tempel der Mefitis stehenblieb. Vespasian ordnete den sofortigen Wiederaufbau an, aber die Stadt erlangte nicht wieder ihren alten Wohlstand. Von den Langobarden unter Agilulf (Langobarde)|Agilulf wurde sie 605 abermals zerstört, 615 wieder aufgebaut und von Herzögen regiert.
Im Friedrich Barbarossa trat Cremona, nachdem es an der Zerstörung Cremas 1160 und Mailands 1162 beteiligt gewesen war, schließlich dem Bund bei, nahm aber nicht an der Schlacht von Legnano teil.
In den Auseinandersetzungen zwischen Guelfen und Ghibellinen stellte sich Cremona auf die Seite der Ghibellinen und fügte Parma 1250 eine entscheidende Niederlage zu. Die schönsten Gebäude Cremonas stammen aus dieser Zeit. 1264 gab es eine guelfische Reaktion. Die Stadt wurde 1311 von Heinrich VII. (HRR)|Heinrich VII. eingenommen und geplündert. Schließlich wurde sie 1322 von Galeazzo I. Visconti in Besitz genommen.
1406 fiel sie an Cabrino Fondulo, der mit großen Festen Kaiser Sigismund (HRR)|Sigismund und Papst Johannes XXIII. (Papst)|Johannes XXIII. empfing, letzteren auf seinem Weg zum Konzil von Konstanz. Er übergab die Stadt 1419 an Filippo Maria Visconti. 1499 wurde sie von den Republik Venedig|Venezianern besetzt, fiel aber 1512 an Massimiliano Sforza und 1535 zusammen mit der übrigen Lombardei an die Spanien|Spanier.
Der Überraschungsangriff auf die französische Garnison am 2. Februar 1702 durch Eugen von Savoyen gehört zu den bemerkenswerten Ereignissen des Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieges: Irische Söldner der Kaisertruppen - welche durch das Haus eines Priesters in die Stadt gelangten - wurden zwar nach einem heftigen Kampf andererseits wieder durch irische Söldner in französischen Diensten (Regiment Dillon unter Major Daniel O'Mahoney) aus der Stadt vertrieben, konnten aber den französischen Befehlshaber François de Neufville, duc de Villeroy|Marschall Villeroi gefangennehmen.
Im 18. Jahrhundert erlebte Cremona wieder eine Blüte. In der von Napoléon Bonaparte|Napoleon gegründeten Cisalpinische Republik|Italienischen Republik war es die Hauptstadt eines Départements. Zusammen mit der übrigen Lombardei ging es 1814 an Österreich und wurde 1859 Teil des Königreichs Italien.
Nach dem Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg wurde von der amerikanischen Militärverwaltung 1945 in Cremona ein DP-Lager für jüdische Displaced Persons (DP) eingerichtet, die zumeist aus Österreich nach Norditalien geflüchtet waren. In dem Lager, das von der United Nations Relief and Rehabilitation Administration|UNRRA verwaltet wurde lebten bis zu 1.200 DPs, die 1947 nach Süditalien verlegt wurden.
Siehe auch:
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Antonio Luigi Gaudenzio Giuseppe Cremona, Statiker (1830-1903)
Cremonaplan
Bild:Cremona_centro.jpg|Cremona, Baptisterium und Dom mit Torrazzo
Bild:Cremona Torazzo.jpg|Cremona, Torrazzo und Rathaus
Bild:Cremona Palazzo.jpg|Cremona, Palazzo Trecchi
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