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EUR 85 - 460 Hotel Ville Montefiori
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Das Hotel Touring bietet Ihnen gepflegte, komfortable Zimmer nur 50 Meter vom See entfernt. Hier wohnen Sie im Herzen von Fasano del Garda. Vom Museum… MoreEUR 77 - 190 La Villa Fasano
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Nur 500 m vom Gardasee entfernt bietet das Country House & Resort einen zauberhaften Panoramablick auf Gardone Riviera. Freuen Sie sich auch auf einen… MoreEUR 72 - 270 Villa Sofia Hotel
Das elegante Hotel Villa Sophia ist ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert in schöner, ruhiger Lage in Gardone Riviera.
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Villa Mughetto features modern air-conditioned apartments with balconies or patios overlooking Lake Garda. Dating back to the 1900s, it is near the sm… MoreEUR 70 - 295 Residence Borgo Degli Ulivi
Das Hotel Residence Borgo Degli Ulivi liegt nur wenige hundert Meter vom Zentrum von Gardona Riviera entfernt und ist von einem wunderschönen, ruhige… MoreEUR 81 - 330 Hotel Savoy Palace
Dieses berühmte Jugendstil-Hotel besticht durch seine wunderschöne Lage am Gardasee. Es ist der ideale Ort, um Ruhe und Erholung mitten im Zentrum v… MoreEUR 140 - 380 Hotel Florida Residence
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Am Ufer des Gardasees liegt das Atelier Hotel im schönen Gardone Riviera. Freuen Sie sich auf die schöne Aussicht über den See von der Dachterrasse… More | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ende des 19. Jahrhunderts wurde Gardone Riviera ein Kurort. Deutsche Ärzte rühmten die therapeutischen Eigenschaften seines Klimas, das besonders für längere Aufenthalte empfohlen wurde. Aus diesem Grund wollte der Österreicher Ludwig Wimmer das erste größere Hotel am See bauen. Als er im Jahr 1881 Bürgermeister Gardones wurde, fing er an, für die Gemeinde zu werben – und das mit Erfolg. Innerhalb von ein paar Jahren wurde es zu einem Kurort von internationaler Größe. Von 1921 bis 1938 lebte Gabriele d'Annunzio, einer der bekanntesten Dichter und Schriftsteller der italienischen Literatur des 20. Jahrhunderts, hier. Während der Zeit der Republik von Salò wurden die großen Hotels und Villen Sitz von Kommandostellen, Botschaften und Lazaretten.
Das Vittoriale oder - wie es genauer heißt - das „Il Vittoriale degli Italiani“ ist das pompöse Zuhause eines großen italienischen Romanciers, Gabriele d’Annunzio, der als einziger italienischer Dichter in dem Jahrzehnt vor dem Ersten Weltkrieg internationalen Ruhm genoss (D’Annunzio, Gabriele: Monographie von Maria Gazzetti. Hamburg 1989, S. 7). Der malerische Komplex befindet sich in Gardone auf einem mit Olivenbäumen, Oleander und Zypressen bedeckten Hügel.
Wörtlich übersetzt müsste das „Vittoriale“ ungefähr „Siegerdenkmal der Italiener“ heißen und in dieser Bezeichnung klingt schon die ganze Hybris, die kolossale Selbstüberschätzung an, die diesen Dichter dazu trieb, seinem privaten Wohnhaus den Rang eines Nationaldenkmals zuzuschreiben. Und dementsprechend widersprüchlich sind auch die Bewertungen in der Kunstgeschichte diesem Ort und seinem Schöpfer gegenüber, der ein persönlicher Freund Mussolinis gewesen war (Willemsen, Roger: Die Abruzzen. Das Bergland im Herzen Italiens. Kunst, Kultur und Geschichte. Köln 1990, S. 296 ff.) Er war eines der schrillsten Phänomene der europäischen Kulturwelt der Jahrhundertwende und dementsprechend faszinierend ist diese Wohnanlage und unbedingt einen Besuch wert, auch wenn man seine Bücher nicht schätzt.
Gabriele d’Annunzio wurde 1863 geboren und starb hier im Jahr 1938. In seinen Schriften huldigte er einem fast schon heidnischen Sinnen- und Schönheitskult, der sich in dieser Anlage auch intensiv niedergeschlagen hat. D’Annunzio gehörte zu den wortgewaltigsten italienischen Lyrikern und war mit einigen bedeutenden Frauen liiert, u. a. mit Eleonora Duse, der führenden Schauspielerin ihrer Zeit. Aber D’Annunzio machte nicht nur als Dichter von sich reden, sondern auch als Soldat und Politiker. Es handelt sich beim Vittoriale nicht um ein schlichtes Haus, sondern um eine ausgedehnte Anlage in mehreren Teilen.
Im Eingangsbereich der Anlage liegt der Platz des Sieges von Piave. Gemeint ist eine Schlacht während des ersten Weltkrieges an dem Fluss Piave im Nordosten Italiens nördlich von Venedig. Die Säule ist einem Brückenpfeiler nachgebildet und wird überragt von der Bronzestatue der sog. Siegesgöttin von Piave, allerdings mit gebundenen Füßen. Denn die Säule ist das Symbol der Verteidigungslinie, die von den italienischen Soldaten ein Jahr lang, von November 1917 bis Oktober 1918, umkämpft wurde. In diesen zwölf Monaten lag der italienische Sieg sozusagen in Ketten, wie es die Statue sinnbildlich darstellt. Mit solchen etwas exaltierten Symbolismen ist die gesamte Anlage voll gestellt. Die Säule ist übrigens das Geschenk der Stadt Mailand an den Dichter im Jahr 1935. Daran sieht man, für wie bedeutsam man damals D’Annunzio gehalten hat.
Ein eigenes Freilichttheater befindet sich ebenfalls auf dem Gelände. Es wurde zwar 1930 entworfen, aber erst am 8. August 1953 mit einem Konzert der Mailänder Scala eröffnet. Es bietet Platz für 1500 Besucher. Die hinteren Sitzreihen grenzen direkt an die Trakte des Wohnhauses.
Das mehrteilige Wohnhaus ist ganz in einem sehr schönen Farbdreiklang von Weiß, Ockergelb und Dunkelrot gehalten. D’Annunzio hat diese Villa nicht vollständig neu gebaut: Er übernahm sie 1921, nachdem sie vorher dem deutschen Kunsthistoriker Henry Thode gehört hatte, der mit Daniela von Bülow, der Tochter Cosima Wagners, verheiratet war. Der war nach dem Weltkrieg in Italien enteignet worden. Hier hatte sich eine rein zufällige Verbindung ergeben zwischen der Familie Richard Wagners und D’Annunzio, der die Musik Wagners schon als junger Mann verehrte und ihm später einige Hymnen widmete – allerdings in einer Art, dass Thomas Mann ihn den „Affen Wagners“ nannte.
D’Annunzio ließ die Anlage vom Architekten Gian Carlo Maroni nach und nach umbauen und erweitern und hinterließ schließlich 1938 im Jahr seines Todes das nunmehr „Vittoriale“ genannte Anwesen dem italienischen Volk. Er war 1921, als er hier einzog, bereits 58 Jahre alt gewesen und seine dichterisch produktive Zeit lag hinter ihm. Das Vittoriale ist also sein Alterssitz.
Elemente der Renaissance als dem typischen italienischen Nationalstil werden hier am Wohnhaus deutlich, aber auch die herbe Ästhetik des Faschismus, der ja in Italien längst nicht diese künstlerisch miefige Engstirnigkeit hatte wie in Deutschland.
Im Gegenteil wird hier die lange mediterrane Tradition des offenen Bauens fortgesetzt. Aber in einigen Details wird die soldatisch-strenge Grundhaltung deutlich wie beispielsweise in der betonten Geradlinigkeit der architektonischen Elemente. Hier wird die Tendenz zu den mathematisch-abstrakten Formen deutlich – ohne jede Bewegung und ohne jede Dekoration, die auch die Architektur Albert Speers im Dritten Reich kennzeichnet. Nicht umsonst steht hier keine einzige Blume, was sich ja eigentlich anbieten würde.
Die Innenräume sind auffallend dunkel und ausgesucht pompös überladen. Aber einen sehr individuellen Kunstgeschmack und Sinn für Konsequenz in der Gesamteinrichtung kann man D’Annunzio nicht absprechen. Solche Räume findet man nicht in den Katalogen von Einrichtungshäusern.
Eine solche Einrichtung steht in einem diametralen Gegensatz beispielsweise zur Einrichtung von Friedrich Nietzsches Zimmer in Sils Maria. Dieser Vergleich bietet sich deswegen an, weil D’Annunzio in seinen späteren Jahren zu einem Verehrer dieses großen deutschen Psychologen wurde und ihn zunehmend gegen Richard Wagner setzte. Nietzsche repräsentierte für ihn die wachsende Lebenskraft, Wagner dagegen wurde zum Inbegriff des dekadenten Künstlers. In Nietzsche sah er den Prediger einer neuen Rasse der Edlen und Freien, die gegen die Moral der Bürger und der Massen kämpfen sollte (D’Annunzio, Gabriele: Monographie von Maria Gazzetti. Hamburg 1989, S. 51).
Und entsprechend elitär ist die gesamte Anlage von der Umgebung abgetrennt und die Inneneinrichtung deutlich vom Durchschnittsgeschmack abgehoben. In seinen Werken hat D’Annunzio einen solchen Wohnstil hymnisch gefeiert und Teile der italienischen Bourgeoisie haben zeitweise versucht, ihre Wohnungen ähnlich einzurichten. Eines von D’Annunzios besten Werken, „Die Unschuld“ („L’Innocente“), wurde 1975 von Luchino Visconti verfilmt, wobei dieser aufwändige, prunkhafte Lebens- und Wohnstil sorgfältig rekonstruiert wurde.
Bertold Brecht meinte dazu: „Auch seine Provokationen könnte man mit Opuszahlen versehen herausgeben. Seine Eitelkeit ist der Selbstgefälligkeit Hollywoods turmhoch überlegen und sein ganzer Lebensstil, der immerhin nicht nur der Arbeit, sondern auch der Ausschweifung etwas Produktives verleiht.“
Dass ein solcher Mann wie Gabriele d’Annunzio nicht in einem schlichten Grab bestattet wird, versteht sich nach allem bisher Gesehenen von selbst. In ein sog. Mausoleum wurde der Leichnam d’Annunzios im Juni 1963, 25 Jahre nach seinem Tod und 100 Jahre nach seiner Geburt verlegt. Hier liegt er erhöht mitten im Kreis von zehn Kriegskameraden, die mit ihm 1918 um die Adriastadt Fiume – südlich von Triest in Istrien – gekämpft hatten, wo er 16 Monate lang unumschränkter Kommandant gewesen war, ohne verhindern zu können, dass Fiume schließlich doch Jugoslawien zugeschlagen wurde.
Der Krieg und seine Heroisierung hatten in Leben und Werk d’Annunzios eine zentrale Rolle gespielt. Er selbst war begeisterter Soldat im 1. Weltkrieg. Allerdings bewegten sich auch hier seine Hoffnungen häufig weit jenseits der erreichbaren Realität. Geradezu legendär geworden ist d’Annunzios Propagandaflug – allein mit einem Co-Piloten – über Wien, also der Hauptstadt des Kriegsgegners Österreich am 9. August 1918, also kurz vor dem Ende des 1. Weltkrieges. Vom Flugzeug aus ließ er keine Bomben, sondern Tausende von Flugblätter auf Wien herabflattern, die mit den Farben der italienischen Fahne bedruckt waren. Der Text fasste in reißerischen Propagandaparolen die sozialen und politischen Ansprüche Italiens zusammen, und am Schluss stand auf italienisch: Das Drohen der Schwinge des jungen italienischen Adlers gleicht nicht der finsteren Bronze im morgendlichen Licht. Die unbekümmerte Kühnheit wirft über den Heiligen Sankt Stephan und den Graben das unwiderstehliche Wort, Wiener! Viva l’Italia. (D’Annunzio, Gabriele: Monographie von Maria Gazzetti. Hamburg 1989, S. 105)
Damals spielte die Luftwaffe im Krieg noch keine nennenswerte Rolle. Man kannte das nicht: feindliche Flugzeuge am Himmel. Jetzt konnten sich die Wiener urplötzlich in ihrem Hinterland nicht mehr sicher fühlen. Ein Kriegsflugzeug, mit der italienischen Trikolore bemalt, flog am helllichten Tag über ihre Straßen. Trotz der Verschanzungen rings um die Stadt kam die Bedrohung nun vom Himmel. Dabei hätte das Flugzeug auch Bomben abwerfen können. Der Eindruck dieser fliegerischen Leistung war in der ganzen Welt beträchtlich. Das zugehörige Flugzeug befindet sich heute ebenfalls im Vittoriale in einem gesonderten Museum - künstlich an der Decke hängend (Bei einer harten Landung verlor er durch einen Steinsplitter das rechte Auge).
Aber die wirklich surrealste Idee dieser ungewöhnlichen Wohn- und Denkmalanlage ist die „Puglia“ – ein großes Schiff mitten im Park zwischen den Zypressen. Dieses Schiff ist 1921 auf einem Felsen an der jugoslawischen Adriaküsten gestrandet. Die genaue Geschichte ist folgende und für Gabriele d’Annunzio überaus typisch:
Mit einer Privatstreitmacht von 2500 Söldnern besetzte er am 12. September 1919 – also knapp nach dem Ersten Weltkrieg – die dalmatinische Stadt Fiume (Rijeka) und errichteten ein 470 Tage währendes Regime, das an Theatralik kaum zu überbieten war, eine Art politische Schnulzen-Operette. D’Annunzio ließ Altäre für Götter und Göttinnen bauen, ließ imaginäre Begräbnisse seiner Gegner veranstalten und Toscanini mitsamt Orchester eine gespielte Schlacht musikalisch untermalen.
Während dieser Zeit sind am 10. Juli 1920 der Kapitän dieses Schiffes „Puglia“ und der Maschinist mit Harpunen an Land gestürzt, als einige Matrosen während eines Waffenstillstandes in Spalato, dem späteren Split, an Land gegangen waren und dort in Schwierigkeiten kamen. Beide fanden den Tod. Zumindest der Tod des Kapitäns wäre wahrscheinlich nicht unbedingt notwendig gewesen, wenn nicht folgende Episode passiert wäre, die D’Annunzio besonders beeindruckend fand. Dieser Kapitän hatte sich nämlich entgegen dem dringenden Rat des Arztes seine Verbände abgerissen, um seine Wunden sehen zu können. Das sollte auch Italien tun – sagte der Dichter – die eigenen Verwundungen anschauen und nicht verstecken: eine reichlich gezwungene symbolische Gleichsetzung.
Diese politische Eskapade wurde zu Weihnachten 1920 durch gezielte Schüsse des Schlachtschiffes „Andrea Doria“ auf den Regierungssitz d’Annunzios beendet.
Im folgenden Jahr 1921 bat D’Annunzio – hier von Gardone aus – die Marine um das abgerüstete Schiff: es wurde ihm – als einem bedeutenden ehemaligen Kommandanten – geschenkt. Der vordere Teil wurde abmontiert und mit 20 Eisenbahnwaggons zum Vittoriale transportiert, wo es von den hart arbeitenden Ingenieuren wieder aufgebaut wurde. Der Bug des Schiffes ist mit einer bronzenen Galionsfigur geschmückt, die den geflügelten Sieg darstellt.
Mit ungefähr 200.000 Besuchern im Jahr zählt der Vittoriale zu den bestbesuchten Museen Italiens.
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