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Martina Franca (oder auch nur: Martina) ist eine Gemeinde von 49.084 Einwohnern (Stand am 31. Januar 2005) in der italienischen Provinz Tarent.
Martina Franca liegt im Südosten der Murgia, ungefähr 30km von Tarent entfernt - genau in der Mitte zwischen den Ionisches Meer|ionischen- und Adriatisches Meer|adriatischen Ufern Apuliens. Die Nachbargemeinden sind: Alberobello (Provinz Bari|BA), Ceglie Messapica (Provinz Brindisi|BR), Cisternino (Provinz Brindisi|BR), Crispiano, Grottaglie, Locorotondo (Provinz Bari|BA), Massafra, Mottola, Ostuni (Provinz Brindisi|BR) und Villa Castelli (Provinz Brindisi|BR).
Martina Franca wurde von Flüchtlingen aus Tarent gegründet, die sich dort in den Wäldern versteckten. Später wurde sie von Schäfern bewohnt und um 1300 wurde es auf Befehl des Fürsten von Tarent Philipp I. von Tarent|Philipp I. von Anjou zur Gemeinde erklärt, um dann ein
sommerlicher Wohnsitz des Fürsten zu werden. Es scheint, als ob Philipp I. von Tarent Rechte und Steuerelasse für diejenigen gewährte, die sich in Martina ansiedelten und deshalb wurde der Ort Martina Franca (ital.: frei) genannt. Der Name der Stadt wird dem Schutzheiligen St. Martin gewidmet und am 11. November gefeiert. Man sagt, dass der Heilige mehrmals den Stadtbewohnern zu Hilfe eilte und sie vor den Barbaren|barbarischen Überfällen schützte.
Autobahn A14 Bologna-Tarent (Ausfahrt Massafra) von und nach Norditalien
Die Bahnverbindungen werden sowohl mit Tarent als auch mit Bari zugesichert.
Der Flughafen von Taranto-Grottaglie "Marcello Arlotta" führt zur Zeit keinen Linienverkehr durch. Die nächsten Flughäfen sind:
Martina Franca ist in drei Zonen unterteilt: Altstadt, Stadtausdehnung außerhalb der Stadtmauern (um 1900) und Neustadt mit Häusern mit mehr als 3 Stockwerken.
Charakteristisch für die Altstadt sind die engen eckigen Straßen, Sackgassen und versteckte Straßen: ein echtes städtisches Labyrinth. Dies hatte einen zweifachen Vorteil: bei feindlicher Invasion war es ein Mittel, um Zeit während einer eventuellen Flucht zu gewinnen, oder den Feind in Hinterhalte zu locken.
Die Straßen von Martina haben eine besondere Senkung in der Straßenmitte, im Unterschied zu den modernen Straßen, deren Straßenbelag die Form eines "Eselrückens" hat: wenn es regnet, fließt das Regenwasser zur Straßenmitte, die Straßenränder bleiben trocken und somit auch die Keller.
Vom architektonischen Gesichtspunkt aus ist die Altstadt hauptsächlich im Barockstil erbaut (sehenswert ist die Basilika von St. Martino).
Das Itriatal mit seinen Trulli ist ein wichtiges Ziel für den Touristen. Diese Trulli wurden während der Bauernzivilisierung nicht wie in Alberobello im Dorf gebaut, sondern außerhalb der Stadt.
Leider wurde das Gebiet in den letzten 20 Jahren durch unerlaubten Bau „vergewaltigt“, indem viele Besonderheiten somit nicht mehr vorhanden sind (wie z. B. der Saumpfad). Dies trug zur Gefährdung der Pflanzenwelt|Flora und infolgedessen der lokalen Fauna bei. Die schlechten lokalen Verwaltungen, die aufeinanderfolgten, verhinderten schließlich nicht, diese geschichtlichen Bauarten zu schützen.
St. Martin-Feier am (11. November)
Paolo Grassi ( 1919 - †1981), Gründer des „kleinen“ Mailänder Theaters und Leiter des Teatro alla Scala di Milano.
Sehr berühmt und weltweit angesehen ist der Wein aus lokaler Produktion, der Martina Franca DOC.
(italienisch)
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Schnellstraße 172 Tarent-Martina Franca
Flughafen von Flughafen Bari|Bari Palese Macchie
Flughafen von Brindisi-Casale Stadtgliederung
Die Altstadt
Die Altstadt von Martina Franca hat einen einzigartigen Städtebau. Die Häuser sind in die Höhe gebaut und haben mehrere Zimmer auf verschiedenen Stockwerken:
Im Erdgeschoss gibt es normalerweise die handwerklichen Läden oder kleine Abstellräume, die meistens mit Treppen ausgestattet sind, die bis zu einem oder mehreren Metern unter die Straßenhöhe gehen.
Im 1. Geschoss (Architektur)|Stock befindet sich der Wohnbereich mit Küche und Esszimmer; einst war kein Badezimmer vorgesehen, deshalb gab es nur ein Toilettenbecken in einer Ecke des Hauses. Normalerweise gab es auch einen Kamin, der zwei Funktionen hatte: er diente zum Gerichte kochen und als Ofen, sowohl für den 1. Stock und dank seines Rauchabzuges auch für die Obergeschosse. Im 1. Stock befindet sich auch der Brunneneingang; die Regenwasserzisterne befindet sich unter dem Haus. Der Brunnen wurde auch als primitiver Kühlschrank genutzt; der Kalkstein des Untergrundes von Martina Franca garantierten Kühlung. Die Nahrungsmittel wurden in einem Eimer aus Kupfer oder Eisen mit kleinem Boden und breiter Öffnung aufbewahrt und wurden unter der Wasseroberfläche im Brunnen gelagert.
Im 2. Stock befindet sich der Schlafbereich. Hier gibt es normalerweise das Schlafzimmer oder die Schlafzimmer mit Balkon oder einem Fenster, die mit dem Dach des Hauses verbunden sind. Das Dach wird in verschiedenster Art und Weise genutzt. Generell ist es ein nützlicher Raum, um die Wäsche aufzuhängen, oder auch um festliche Tafelrunden zu schmücken (einige Häuser haben das Verbindungsdach auf der gleichen Höhe des Nachbarhauses, oft sind sie ohne Trennungsmauer). Im Sommer verwandeln sich die Dächer in natürliche Dörranlagen: es werden Feigen, Walnüsse, Saubohnen und andere Nahrungsmittel gedörrt, oder Wolle und Matratzen gesäubert. Die Besonderheit der apulischen Häuser, im Unterschied der restlichen italienischen Halbinsel ist, dass die Dächer in griechisch-arabischem Stil gebaut sind, das heißt flach und nicht abfallend. Der Grund dafür ist das sehr milde, frische Klima ohne besondere Niederschlagsmengen. Die wenigen Niederschläge dienen, um das Regenwasser in die im Untergrund gelegenen Zisternen zu leiten. Der architektonische Stil
Das Itriatal und die Trulli
Ereignisse
Festival des Itriatals (Lyrik und Prosa)
Internationales Festival des Kabarett
Lichtmessfeier am (2. Februar)
sommerliches Patronatsfest St. Martin (erstes Wochenende im Juli) Persönlichkeiten
Giuseppe Aprile ( 1735 - †1774), Komponist
Domenico Carella ( 1720 - †1813), Maler
Giuseppe Chiarelli ( 1904 - †1978), Jurist
Gioconda De Vito ( 1907 - †1994), Violinistin Lokale Produktion
Militärstützpunkt
Bei Martina Franca befindet sich ein Stützpunkt der Italienische Luftwaffe|italienischen Luftwaffe und der NATO. Die Radaranlagen und die in unterirdischen Bunkern gelegenen Kommunikations- und Führungssysteme sind in das NATO-Frühwarnsystem NADGE (NATO Air Defense Ground System) integriert. Weblinks