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Darłowo (deutsch: Rügenwalde) ist eine Stadt in Hinterpommern an der Mündung des Flusses Wieprza (Wipper) in der polnischen Woiwodschaft Westpommern.
Darłowo lag im Land Lübische Stadtrecht gelten solle. Dieses Datum galt später als Gründungstag der Stadt. 1327 erwarb die Stadt für 213 Mark die Burg Dirlow. Mitte des 14. Jahrhunderts errichtete die Stadt zu ihrem Schutz eine Stadtmauer, in die vier Stadttore eingelassen wurden. Im Jahre 1350 trat Rügenwalde der Hanse bei, wurde jedoch 1356 für 14 Jahre suspendiert, weil sich die Stadt im Krieg gegen Dänemark nicht an der Handelssperre beteiligt hatte. Unter den Herzögen Bogislaw VIII. und Erich I., der auch für 42 Jahre König der skandinavischen Länder war, war Rügenwalde von 1402 bis zum Tode Erichs I. 1459 pommersches Herzogtum. Am 17. September 1497 wurde die Stadt von einer der größten Sturmfluten an der pommerschen Küste heimgesucht.
Als Johannes Bugenhagen in den Jahren 1534 und 1535 für die Einführung der Reformation in Pommern warb, wählte er das Rügenwalder Schloss als einen seiner Stützpunkte aus. Am 4. Juli 1589 wurde Rügenwalde durch einen großen Brand schwer beschädigt, auch die Marienkirche (Darłowo)|Marienkirche brannte zu großen Teilen nieder. Von 1622 bis 1637 machte der letzte Pommernherzog Bogislaw XIV. Schloss Rügenwalde zu seiner Residenz. Am 11. November 1624 wurde die Stadt zum zweiten Mal Opfer eines Großbrandes, bei dem die Marienkirche völlig zerstört wurde. Erst 1639 konnte sie wieder aufgebaut werden. Während des Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges waren schwedische Truppen einquartiert. Am 10. August 1648 wurde Rügenwalde erneut durch einen Brand zerstört.
Während des Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763) wurde der Hafen Rügenwaldermünde zerstört. Auf Veranlassung von König Friedrich dem Großen wurden die Hafenanlagen 1772 wiederhergestellt, und der Hafen wurde zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor Rügenwaldes. Als Vorbote der sich anbahnenden Industrialisierung wurde 1778 eine Segeltuch- und Leinenmanufaktur gegründet. Es bestand auch bereits eine Werft, auf der größere Schiffe gebaut wurden.
Im Koalitionskrieg gegen Napoleon war Rügenwalde von 1806 bis 1808 von französischen Truppen besetzt, das herzogliche Schloss wurde französisches Lazarett. Der Arzt Georg Büttner baute von 1814 an den Vorort Rügenwaldermünde zum ersten preußischen Seebad aus. In den Jahren 1831 bis 1853 litt das damals 3.400 Einwohner zählende Rügenwalde unter Cholera und anderen Epidemien. Von 1836 an, als mit dem Neubau einer Chaussee der Anschluss an das pommersche Fernstraßennetz hergestellt wurde, begann sich die Infrastruktur in und um die Stadt zu verbessern. Der Hafen wurde vom preußischen Staat übernommen und weiter ausgebaut, sodass 1856 mit 50 vor Anker liegenden Schiffen ein neuer Rekord aufgestellt werden konnte. 1863 wurde Rügenwalde an das Telegrafennetz und 1878 durch den Bau der Strecke Rügenwalde–Schlawe an den Eisenbahnverkehr angeschlossen. Rügenwaldes industrieller Aufschwung wurde auch durch die Tatsache belegt, dass Ende des 19. Jahrhundert die größte Reederei Pommerns mit über 40 Schiffen dort beheimatet war.
Durch den Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg wurde die Stadt nicht unmittelbar beeinträchtigt. Bemerkenswert ist aber, dass Rügenwalde in der Nachkriegszeit ein eigenes Notgeld herausgab. In den 1920er Jahren wurde die Stadt durch die Errichtung der Kopfberg-Siedlung erweitert. 1929 übernahm der Landkreis das herzogliche Schloss, das in den Jahrzehnten zuvor teilweise abgerissen wurde und als Gerichtsgebäude, Gefängnis und Getreidelager gedient hatte, um dort das Heimatmuseum des Kreises einzurichten. Nachdem der Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg ausgebrochen war, kam es in Rügenwalde für kurze Zeit noch einmal zu einer wirtschaftlichen Expansion. 1939 begann man mit dem Bau zweier Großsilos im Hafen, und 1943 lief in der Rügenwalder Werft unter großer Geheimhaltung das erste große Betonschiff vom Stapel. Das Ende des Aufschwungs deutete sich ab 1943 an, als das Herzogsschloss in ein Mehlpflichtlager umfunktioniert wurde und kurz darauf in der Hanseschule ein Lazarett eingerichtet wurde. Am 2. August 1944 wurden alle arbeitsfähigen Bürger Rügenwaldes zum Bau des so genannten Pommernwalles zwangsverpflichtet. Im Dezember 1944 trafen die ersten Flüchtlinge aus Ostpreußen in der Stadt ein, und ab Januar 1945 lief eine groß angelegte Evakuierungsaktion der Marine an, mit der 5.600 Einwohner die Stadt verließen. Am 7. März 1945 wurde Rügenwalde von der Rote Armee|Roten Armee besetzt. Im Juli 1945 übernahmen die Polen die Stadt und gaben ihr den Namen Darłowo.
In ganz Deutschland bekannt wurde Rügenwalde seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Aufbau einer Wurstfabrikation („Teewurst|Rügenwalder Teewurst“).
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Bogislaw X. (Pommern)|Bogislaw X. ( 1454–1523), Herzog von Pommern
Darłówko (deutsch Rügenwaldermünde) ist die 2,5 km vom Hauptort entfernte Hafenvorstadt von Darłowo. Sie ist Teil der Gmina Darłowo.
Rügenwaldermünde war einer der ältesten Badeorte Preußens und besitzt einen berühmten, feinsandigen Strand westlich des Hafens. Wahrzeichen des Ortes ist der 1927 erbaute Leuchtturm.
Dąbki (deutsch Neuwasser) ist ein kleiner Badeort und liegt 8 km südwestlich der Stadt.
Die Stadt Darłowo gehört nicht der Gmina an, sondern bildet einen eigenen Stadtkreis.
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Erik VII. (Dänemark)|Erich I. ( 1382–1459), Herzog von Pommern, König von Dänemark, Norwegen und Schweden
Dr. Helene Elise Hermine Knabe ( 1875–1911), Medizinerin Ortsteile
Darłówko
Dąbki
Landgemeinde
Die Landgemeinde (gmina wiejska) Darłowo umfasst ein Gebiet von 269 km² mit 7.558 Einwohnern. Dazu gehören folgende Ortschaften:
Barzowice (Barzwitz)
Bobolin (Böbbelin)
Boryszewo (Büssow)
Bukowo Morskie (See Buckow)
Dąbki (Neuwasser)
Darłówko (Rügenwaldermünde)
Dobiesław (Abtshagen)
Domasławice (Damshagen)
Drozdowo (Hohen Drosedow)
Jeżyce (Altenhagen)
Jeżyczki (Abtei Neuenhagen)
Kopań (Kopahn)
Kopnica (Köpnitz)
Krupy (Grupenhagen)
Nowy Jarosław (Neu Järshagen)
Rusko (Rußhagen)
Sińczyca (Schöningswalde)
Stary Jarosław (Alt Järshagen)
Sulimice (Zillmitz)
Słowino (Schlawin)
Wicie (Vitte)
Wiekowice (Wieck)
Zagórzyn (Vosshagen)
Zakrzewo (Sackshöhe) Weblinks