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PLN 180 - 300 Pensjonat M.F.
Das Pensjonat M.F. bietet Ihnen Komfort, günstige Preise und herzliche Gastfreundlichkeit in zentraler Lage der Altstadt von Elbląg.
Das Pensjonat … MorePLN 160 - 195 Hotel Sowa
Das Hotel Sowa liegt im Zentrum von Elbing in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und den Busstationen. Es bietet Zimmer mit Bad, Sat-TV, Telefon und kost… MorePLN 80 - 150 Stadion
Das Stadion ist ein kleines, gemütliches Hotel mit günstigen, kompetitiven Preisen in freundlichen Atmosphäre. Es liegt direkt am Eingang der Stadt… MorePLN 180 - 350 Viwaldi
Das 3-Sterne-Hotel Viwaldi liegt in der Altstadt von Elbing. Es bietet Zimmer mit eigenem Bad und kostenfreies WLAN. Das Hotel verfügt über ein Rest… MorePLN 140 - 300 Zajazd Żuławy
3 km vom Zentrum der Stadt Elblag entfernt erwartet Sie das Zajazd Żuławy. Sie wohnen unweit der Bundesstraße E7. Freuen Sie sich auf modern einger… MorePLN 250 - 330 Hotel Pod Lwem
Das stilvolle Hotel Pod Lwem in einem renovierten Renaissance-Gebäude im Herzen der Altstadt bietet Ihnen einen freundlichen Service und ein leckeres… MorePLN 148 - 410 Hotel Młyn
Das Hotel, das nur ein paar Minuten entfernt vom Elbinger Stadtzentrum liegt, befindet sich in einer wunderschön renovierten Mühle und verbindet fre… MorePLN 120 - 300 Boss
Boss guest house is located in the Elbląg city centre, about 10 minutes’ drive from the route connecting Gdańsk and Warsaw. It offers rooms with c… MorePLN 162 - 380 Dwór Bieland
Dwór Bieland is a manor house surrounded by a large park with 2 fish-ponds and many streams. It features elegantly furnished rooms with free Wi-Fi an… MorePLN 140 - 340 Hotel Żuławy
Herzlich willkommen im privaten Hotel Żuławy mit drei Sternen in grüner Stadt Elbląg. Unser Personal gibt sich alle Mühe um Ihre Wünsche und Erw… MorePLN 185 - 460 Hotel Atrium
Das im Herzen der Elbinger Altstadt gelegene Hotel Atrium bietet moderne, ruhige Zimmer mit LCD-TV und kostenfreiem WLAN. Jeden Morgen wird ein reichh… MorePLN 140 - 285 Arbiter Hotel
Arbiter Hotel is located in Elbląg, 2 km from the Elbląg Railway Station. It offers rooms with cable TV and a minibar. Wi-Fi is free at the hotel.
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Die Stadt Elbląg (Deutsche Sprache|deutsch Elbing) liegt in der Woiwodschaft Ermland-Masuren im nördlichen Polen nahe der Ostseeküste.
Sie ist seit 1992 Sitz einer Römisch-katholische Kirche|katholischen Diözese und zählt fast 130.000 Einwohner. Vor Kriegsende hatte die Stadt um die 100.000 vorwiegend evangelische Einwohner. 1945 wurde Elbing durch die Rote Armee stark zerstört und die deutsche Bevölkerung fast vollständig vertrieben. Seitdem hat die Stadt erstmalig anstatt Elbing die bereits zuvor in polnischen Kreisen bekannte und nunmehr offizielle polnische Bezeichnung Elbląg, Polen.
Elbląg liegt rund 50 Kilometer ost-südöstlich von Danzig direkt am Südwestrand der Elbinger Höhe in der Elbinger Niederung am Elbing (Fluss)|Elbing nahe dessen Mündung und der der Nogat in das Frisches Haff|Frische Haff.
Die Stadt wurde im Jahre lübischem Recht.
Elbing war zusammen mit Danzig und Thorn eine der führenden Hansestädte im östlichen Mitteleuropa.
1531 wird das erste evangelische Gymnasium von Willem van de Voldersgraft, einem Glaubensflüchtling aus Den Haag, eingerichtet. Christoph Hartknoch beschrieb in seiner Acta Borussica III dessen Leben oder Vita Guilielmi Gnaphei. In Hartknochs Arbeiten findet man auch die preußischen Städte einschließlich Elbing. Der Rektor des Elbinger Gymnasiums musste auf Grund des Erlasses des katholischen Fürstbischofs von Ermland Elbing verlassen und wurde dann Rat des Herzogs Albrecht von Preußen und Rektor und Professor der Universität Königsberg.
ab 1775: Elbing erholt sich langsam von den Schrecken der Kriege und der Okkupationen. Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II. unterstützt Elbing im Gegensatz zu Danzig durch viele Steuererleichterungen und der Handel fängt wieder an, zu blühen.
1918: In der Stadt befinden sich Bücherschätze von europäischem Rang:
1945 – März: Die ersten Vertreter der kommunistischen Behörden erscheinen in Elbing. Die Polnische Besitzergreifung beginnt.
Ab 1990: Die Altstadt wird unter Verwendung historistischer Bauformen (spitze Giebel zur Straße, Fachwerkimitation) wieder aufgebaut. Nach dem Jahr 2000 stehen wieder viele Gebäude an der Elbląger „Waterkant“.
Die ehemaligen Schichau-Werke wurden 1945 in ELZAM umbenannt und gehören seit 1990 zum Asea Brown Boveri|ABB-Konzern. Der Betrieb produziert Turbinen und Elektromotoren. Die Brauerei Elbrewery (Marke EB (Bier)|EB) ist der zweitgrößte Arbeitgeber der Stadt. Außerdem besitzt die Stadt bedeutende Transportmittelindustrie, eine Schiffswerft, Milch-, Fleisch-, Leder-, Textil- und Möbelindustrie.
Für den Schiffsverkehr wurde im Juni 2006 ein neuer Seehafen am Fluss Elbląg (Fluss)|Elbląg in Betrieb genommen, in dem jährlich bis zu 750.000 Tonnen Güter umgeschlagen werden können. Der Hafen ist auch für den Personen- und Autofährverkehr auf der Ostsee vorgesehen. Des weiteren wurde der Jachthafen modernisiert.
In Elbląg wirken heute folgende Lehranstalten:
Ehem. Stadtpfarrkirche St. Nikolai, heute Kathedrale zum Heiligen Nikolaus (gotisch, 13.–15. Jh, umgebaut 18. Jh.)
Hans von Bodeck ( 1582)
Die Partnergemeinde der Gmina Elbląg ist Barßel in Niedersachsen.
Leer (Ostfriesland)|Leer (Deutschland)
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1453: Die Bürger Elbings nehmen an der Belagerung des Ordensschlosses durch die Polen teil und zerstören das Schloss nach dessen Kapitulation. Die Ruinen des Schlosses werden erst 100 Jahre später abgetragen. Ein Teil steht bis heute.
1454: Die Stadt huldigt dem Polenkönig Kasimir IV. (Polen)|Kasimir IV. Er und seine Nachfolger bestätigen der Stadt sämtliche alten Privilegien und verleihen viele neue. König Kasimirs IV. "Dreizehnjähriger Krieg" gegen den Orden beginnt.
1466: Zweiter Thorner Friede. Der Orden muss Pommerellen, das Culmer Land und Ermland mit Danzig, Elbing und Marienburg an Polen abtreten (sog. "Königliches Preußen" – polnisch: Prusy Królewskie) entsteht) und für den Rest des Ordenslandes die polnische Oberhoheit anerkennen, (dieses Land nannte man ab 1525 "Herzogliches Preußen" polnisch: Prusy Ksiazece). Dieses wird weder vom Papst noch vom Kaiser anerkannt, der einen neuen Hochmeister, Walter von Cronberg, seit 1526 Administrator Preußens, auf dem Reichstag von Augsburg (1530) mit dem Land Preußen belehnt.
1478: Die Alte und die Neue Stadt, seit 1477 Stadtrepubliken, schließen sich zusammen.
1521: Das Heer des letzten Hochmeisters Albrecht von Brandenburg-Preußen|Albrecht von Brandenburg-Ansbach belagert vergeblich die Stadt, Elbinger Bürger bleiben der polnischen Krone treu. Dieser Siegestag wird noch ein paar Jahrhunderte lang am ersten Freitag nach Sonntag Laetare als "Freudetag" in der Stadt gefeiert.
Um 1550: König Sigismund II. August sichert der protestantischen Stadt Elbing die volle Religionsfreiheit zu.
Um 1550: Die Kirche St.Annen entsteht.
1577: Die Lutheraner übernehmen die Nikolaikirche.
Ab 1579: Die Stadt unterhält enge Handelsbeziehungen zu England, das freien Handel in Elbing ausüben konnte. Viele englische und schottische Kaufleute kommen und werden Elbinger Bürger. Sie organisieren sich in der "Fellowship of Eastland Merchants". Die Church of Scotland|Schottische Reformierte Kirche gründet die Bruderschaft der Schottischen Nation in Elbing. Familiengräber mit Namen Ramsay, Slocombe konnte man noch bis 1945 auf dem St.-Marien-Friedhof in der Altstadt Elbings finden. Andere Familien aus diesem Kreis waren die Lamberts, Paynes, Lardings, Wilmsons unter anderen.
1580: Der Aufruhr der Danziger gegen König Stephan Báthory von Polen wird von den Elbingern, die dem König treu bleiben, geschickt ausgenützt. Nun spielt Elbing eine Schlüsselrolle im polnischen Überseehandel: Durch die Nogat, die damals tiefer ist als die Weichselmündung bei Danzig, geht der ganze polnische Getreideexport nach Westeuropa und der ganze Import der westlichen Luxuswaren nach Polen.
1594: Die Stadt blüht wie noch nie. Sie zählt schon 30.000 Einwohner und der Umsatz von Waren, die von Elbinger Kaufleuten in diesem Jahre verkauft werden, erreicht die für damalige Zeiten kolossale Summe von 1.247.850 Talern.
1617: Die Stadtpfarrkirche wird dem katholischen Klerus zurückgegeben. Schwedische Kriege und Ende der polnischen Adelsrepublik
Um 1620: Die Stadt tritt wegen der starken Englandverbindungen aus der Hanse aus.
1625: neuer Ausbruch der Pest in der Stadt. 3608 Menschen sterben.
1626: Die Truppen des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf nehmen die Stadt ein und halten sie bis 1635 als Hauptquartier im Kampf zur Unterstützung der Evangelischen gegen die Katholischen im Dreißigjährigen Krieg. Die Schweden stehlen alles: Preziosen, schöne Möbel, alte Bücher und schicken die Beute in ihre Heimat.
1646 dokumentiert der Elbinger Stadtschreiber Daniel Barholz, dass der Elbinger Stadtrat Bernsteindreher (Paternostermacher) anstellt. Mitglieder der Familie Barholz wurden Stadtrat, Bürgermeister usw. Die Verarbeitung von Bernstein (preußisches Gold) war mit die wichtigste 'Industrie' jener Zeit, nicht nur zu Schmuck und kirchlichen Artikeln, sondern als Heilmittel und zur Fabrikation zum Polierlack. Die Gildemitglieder der Paternostermacher unterstanden besonderen Gesetzen.
1655 bis 1660: zweite schwedische Okkupation Elbings während des Polnischen Krieges des Königs Karl X. Gustav. Er verfährt auf dieselbe Weise wie sein Onkel Gustav Adolf.
1657: Der Polenkönig Johann II. (Polen)|Johann II. Kasimir verpfändet Elbing an den Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Großen Kurfürsten für die Summe von 400.000 Talern.
1698: Friedrich I. (Preußen)|Kurfürst Friedrich III. (späterer König Friedrich I. von Preußen) nimmt die Stadt in Besitz, da die obige Summe nicht zurückgezahlt worden war.
1700: Polen stellt die polnischen Reichskleinodien als Sicherheit für die Schuld bei Brandenburg. Friedrich III. gibt die Stadt an Polen zurück.
1703: Obwohl die Schuld auf 300.000 Taler herabgesetzt worden war, hat Brandenburg noch kein Geld erhalten; Friedrich III. ergreift aufs Neue den Besitz der Stadt, wird aber noch im selben Jahre von Karl XII. von Schweden verjagt. Die schwedische Okkupation dauert bis 1709. Die Stadt muss eine riesige Kontribution zahlen, wird aber trotzdem geplündert und in Brand gesetzt.
1710 bis 1712: Die Russen okkupieren die Stadt und rauben den verbliebenen Schweden ihre reiche Beute.
1713: Die Stadt kommt zur Krone Polens (Kurfürst von Sachsen) zurück und wird bis 1734 von sächsischen Truppen besetzt gehalten.
1734: Die Stadt huldigt dem König von Polen August III. (Polen)|August III., der durch den Marienburger Woiwoden von Hutten-Czapski vertreten wird. Elbing und Danzig sind von Russen und Sachsen belagert. Die Einwohnerangaben, Taufen, Heiraten, Tote, werden vom Erzbischof von Köln, der gleichzeitig Hochmeister des Deutschen Ordens ist, dokumentiert.
1755: Der kaiserliche Mathematiker und Geograph Johann Friedrich Endersch vollendet eine Karte Ermlands mit dem Titel Tabula Geographica Episcopatum Warmiensem in Prussia Exhibens. Diese Karte zeigt Stadt und Land Elbing westlich des Ermlandes und jedes Dorf in der Gegend. Endersch fertigte ebenfalls einen Kupferstich des Segelschiffes (Galiot), benannt D.Stadt Elbing (D=der Erbauer), später auch als Die Stadt Elbing bekannt, welches 1738 in Elbing erbaut wurde.
1758: Während des Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges wird die Stadt von russischen Truppen okkupiert und bis 1762 besetzt gehalten.
1772: Erste Teilung Polens, Elbing kommt an das Königreich Preußen. Unter der Königlich-Preußischen Krone
1807: Napoléon Bonaparte|Napoleons Truppen besetzen die Stadt und halten sie bis 1813. Innerhalb von 4 Tagen muss Elbing eine Kontribution von 200.000 Taler erlegen. Am 8. Mai 1807 kommt Napoleon I. nach Elbing und hält eine große Truppenparade.
1812 bis 1813, Dezember bis Januar: Elbing muss 60.000 französische Mannschaften, 8000 Offiziere und 22.000 Pferde ernähren.
1828 wird in Elbing das erste Dampfschiff Ostpreußens gebaut. 1837 werden die Schichau-Werke gegründet.
1840–1858 wird der Oberländische Kanal zwischen Iława|Deutsch Eylau, Ostroda|Osterode und Elbing vom königlich Preußischen Baurat Georg Steenke gebaut.
23. Oktober 1844: Gründung der Baptistengemeinde Elbing.
1853 wird die Eisenbahnlinie nach Königsberg (Preußen)|Königsberg fertiggestellt.
1858 bis 1918: großer wirtschaftlicher Aufschwung der Stadt. Die Stadt hat viele Fabriken: die Schichau-Werke, die jetzt auch unter anderem Lokomotiven herstellen, die Zigarrenfabrik Loeser & Wolf, eine große Brauerei und Schnapsbrennerei, eine Schokoladefabrik, eine Autofabrik und viele andere Betriebe. In der Industriestadt Elbing erhielt die Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD stets die Mehrheit der Wählerstimmen, bei den Reichstagswahlen 1912 sogar 51%.
1905 laut der preußischen Volkszählung von 1905 sind in den Kreisen Elbing Stadt und Elbing Land 94.065 Personen deutschsprachig und 280 Personen polnisch- bzw. kaschubischsprachig. Weimarer Republik und Drittes Reich
Das im 17. Jh. gegründete Stadtarchiv besitzt viele wertvolle Pergamente aus dem 13. Jh. und wertvolle historische Sammlungen aus dem 15. Jh.
Die Bibliothek am Gymnasium (15.000 Bände) besitzt unter anderem ein polnisches Gesetzbuch aus dem 13. Jh.
Die Bibliothek an der Nikolaikirche (gegr. vor 1403) besitzt 23 alte Handschriften und 1478 alte theologische Werke.
Die Bibliothek an der Marienkirche besitzt eine Sammlung von Musikbüchern – 520 Werke aus der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.
Die Stadtbibliothek (gegründet 1601) hat die wertvollste Sammlung: 30.000 Bände, darunter 214 Handschriften, 123 Inkunabeln und 770 Landkarten.
Das Stadtmuseum beherbergt die ehemalige Bibliothek der Dominikaner, unter anderem 50 Handschriften und 15 Inkunabeln.
Alle diese Bücherschätze sind seit 1945 verschollen.
1918 bis 1933: Elbing kommt nach dem Ersten Weltkrieg durch die Abtrennung des größten Teils Westpreußens an Polnischen Korridors|Polen zu Ostpreußen. Die Weltwirtschaftskrise nach 1926 beeinflusst Elbings Situation sehr ungünstig. In den Jahren der Weimarer Republik ist Elbing eine Hochburg der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).
1933 bis 1939: Die auf Deutschlands Aufrüstung eingerichtete Politik der Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP bringt einen großen wirtschaftlichen Aufschwung für Elbing, hauptsächlich durch den Ausbau der Schichau-Werke, den Bau einer Flugzeugfabrik und die Eröffnung vieler neuen Schulen. 1937 hatte die Stadt 76.000 Einwohner.
1939–1945: Elbing fällt an den Regierungsbezirk Danzig im Reichsgau Danzig-Westpreußen. Während des Zweiten Weltkrieges werden in Elbing fünf Arbeitslager für (vor allem polnische) Zwangsarbeiter errichtet, die dem KZ Stutthof unterstellt sind (als sog. Außenlager). Außerdem gibt es im Kreis Elbing 15 weitere Zwangsarbeitslager, die für die Rüstungsproduktion arbeiten.
Frischen Haff während der panischen Flucht aus der belagerten Stadt. Volksrepublik Polen
1945–1946: Sämtliche Maschinen in den Fabriken, die unzerstört blieben (zum Beispiel in den Schichau-Werken), werden demontiert und in die Sowjetunion abtransportiert. Auch Küchenherde, Kachelöfen, Badewannen, Junkers-Öfchen, Türschlösser und -klinken usw. aus unzerstörten Privathäusern werden in die UdSSR verbracht.
1946–1947: Vertreibung der verbliebenen deutschen Bevölkerung, vor allem in die Britische Besatzungszone Deutschlands; Ansiedlung von Polen, die aus ihrer Heimat östlich des Westlicher Bug|Bug umgesiedelt wurden bzw. im Rahmen von Auslobungsverfahren aus Zentralpolen geworben wurden.
1946: Die sowjetischen Militärbehörden geben den Seehafen an die Stadt zurück. Da die Ausfahrt zur Ostsee bei Baltijsk|Pillau nunmehr unter sowjetischer Kontrolle steht, ist die Nutzung des Hafens nur sehr eingeschränkt möglich.
1948: Die Stadt hat 40.000 Einwohner.
Ab 1950: Wiederaufbau der Elbląger Industrie. Elbląg wird wieder zu einem wichtigen Zentrum der Maschinen- und Transportindustrie, außerdem besitzt die Stadt Holz-, Lebensmittel- und Textilindustrie.
1962: Die Stadt hat 81.400 Einwohner.
1970: Viele Bewohner von Elbląg beteiligen sich zusammen mit Bürgern in Danzig und Stettin am Aufstand gegen die kommunistische Regierung in Polen.
1975: Polnische Verwaltungsreform. Elbląg wird Hauptstadt der Wojewodschaft Elbląg|gleichnamigen Woiwodschaft.
1980: Neuer Aufstand gegen die Kommunisten unter der Führung der Solidarność und Beteiligung vieler Einwohner Elblągs. 3. Polnische Republik
1992: Die Stadt wird zum Sitz eines katholischen Bistums erhoben, das zum neugeschaffenen Erzbistum Ermland gehört.
1994: Der Hafen bekommt seine Rechte als Seehafen mit eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten zurück, da die Ausfahrt zur offenen Ostsee unverändert über russisches Hoheitsgebiet durch die Pillauer Meerenge (Enklave Kaliningrad) verläuft.
1998: Verwaltungsreform. Elbląg verliert seinen Rang als Hauptstadt einer Woiwodschaft und wird wieder Stadtkreis und Kreishauptstadt.
1999: Die Stadt erhält den Europäische Union|EU-Preis für Umweltpflege.
2000: Die Stadt erhält die internationale Auszeichnung „Europäische Fahne“. Wirtschaft
Verkehr
Elbląg liegt an den Staatsstraßen 7 (Danzig – Warschau) und 22 nach Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) sowie an der Eisenbahnstrecke (Danzig) – Malbork – Olsztyn.
Elbląg verfügt jedoch keinen freien Zugang zur Ostsee, der Schifffahrtsweg führt über das Frisches Haff|Frische Haff (polnisch Zalew Wislany, russisch Kaliningradski Zaliw) durch russische Hoheitsgewässer (Oblast Kaliningrad). Im Mai 2006 wurde dieser Weg von russischer Seite für den internationalen Verkehr gesperrt. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, gibt es die Idee, einen Kanal durch die Frische Nehrung (polnisch Mierzeja Wiślana) zur Ostsee zu bauen. Schulwesen
Staatliche Fachhochschule zu Elbląg (Panstwowa Wyzsza Szkola Zawodowa w Elblągu) mit den Fachbereichen "Wirtschaftswissenschaften", "Anwendungsorientierte Informatik", "Bildungswissenschaften und Fremdsprachen" und "Technische Wissenschaften". Im Ranking der überregionalen Tageszeitung Rzeczpospolita (Zeitung)|Rzeczpospolita eine der besten Fachhochschulen des Landes (2005 – erster Platz, 2006 – dritter Platz).
Höheres Priesterseminar
Hochschule für Geistes- und Wirtschaftswissenschaften (EUHE)
Bogdan-Janski-Hochschule für Wirtschaftswissenschaften Sehenswürdigkeiten
St. Marien Kirche zur Heiligen Jungfrau Maria, (gotisch, 13.–16. Jh.), wiederaufgebaut 1960–1982, heute KunstgalerieGaleria Pany Mary, ehemalige Dominikanerkirche
Dominikanerkloster (gotisch, aus 1238), Ruine
Corpus-Christi-Kirche (gotisch, um 1400), heute Zentrum der Christlichen Kultur
Kirche zum Heiligen Geist mit dem Hospital (gotisch, 14. Jh.), heute Stadtbibliothek
Dorotheenkirche, Fachwerkbau, um 1705, Barock
Einige erhaltene oder wiederaufgebaute Bürgerhäuser mit gotischen, Renaissance- und barocken Ornamenten (14.–17. Jh.)
Das Markttor (gotisch, 1314)
Gotischer Speicher
Fragmente der gotischen Bauten des Schlossvorhofs (13. Jh.) und der Stadtmauer (13. Jh.)
Denkmal der Opfer des antikommunistischen Aufstandes von 1970
Unweit der Stadt: Schlosshotel Cadinen, poln. Kadyny bei Tolkemit, bis 1945, seit 1899 Besitz des preußischen Königshauses. Hier verbrachte der Kaiserenkel und spätere Chef des Hauses Hohenzollern, Prinz Louis Ferdinand von Preußen die Kriegsjahre zusammen mit seiner Familie. Die vom letzten Kaiser Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II. gegründete Majolikamanufaktur arbeitet wieder.
Die Siedlung Truso bei Hansdorf am Draussensee (Nachbau). Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Samuel Hartlib ( 1600)
Christian Wernicke ( 1661), Epigrammatiker
Johann Friedrich Endersch ( 1700)
Gottfried Achenwall ( 1719)
Johann Heinrich Ammelung ( 1746), Historiker
Wilhelm Baum (Chirurg)|Wilhelm Baum ( 1799), Mediziner und erster Ehrenbürger der Stadt Danzig
Ferdinand Schichau ( 1814), Gründer der Schichau-Werke in Elbing und Danzig.
Wilhelm Eduard Albrecht ( 1800), Jurist, gehörte den Göttinger Sieben an.
Bruno Erhard Abegg ( 1803), Politiker, Jurist, Polizeipräsident von Königsberg
Hieronymus Truhn ( 1811), Komponist
Johann Ludwig Hinrichs ( 1818 in Jever), Mitbegründer der deutschen Baptistengemeinden
Hugo Weiss ( 1842), deutscher Theologe
Albrecht Wernich ( 1843), Mediziner
Berthold Adolph Benecke ( 1843), Mediziner
Hermann Baumgart ( 1846), Literarhistoriker
Franz Komnick ( 1857), Gründer der Komnick Automobilwerke
Max Georg Zimmermann ( 1861), Kunsthistoriker
Georg Bessau ( 1884), Mediziner
John Prince-Smith ( 1809 in London), bedeutender deutscher Liberaler
Max Reimann ( 1898), MdB, Vorsitzender der KPD bis 1956
Ursula Karusseit ( 1939), deutsche Schauspielerin
Bernd Neumann ( 1942), MdB, Kulturstaatsminister Deutschlands seit 2005
Ortwin Runde ( 1944), MdB, Bürgermeister von Hamburg 1997–2001
Piotr Wadecki ( 1973), polnischer Radrennfahrer
Radosław Wojtaszek ( 1987), polnischer Schachgroßmeister Weitere mit der Stadt in Verbindung stehende Persönlichkeiten
Johannes Duraeus, geb. 1595, Prediger der englischen Gemeinde
Fritz Wildhagen ( 1878), Maler, und
Kurt Wildhagen ( 1871) Schriftsteller
wuchsen ab 1886 in Elbing auf, wo Kurt 1891 das Abitur machte. Stadtgemeinde
Die Stadtgemeinde Elbląg (Miasto) bildet einen eigenen Stadtkreis und umfasst ein Territorium von 66 km² mit 127.820 Einwohnern.
Dazu gehören folgende 3 Ortschaften
Elbląg (Elbing) – Stadt
Nowe Pole (Neustädterfeld)
Zakrzewo (Groß-Wesseln) Gmina
Die Landgemeinde Elbląg gehört dem Powiat Elbląski an. Auf 191 km² leben 6600 Menschen. Die Gmina besteht aus folgenden 28 Ortschaften:
Bielnik Drugi
Bielnik Pierwszy
Bogaczewo
Cieplice
Dłuzyna
Dąbrowa (Damerau)
Gronowo Górne
Helenowo
Jagodno
Janów (Hansdorf)
Janowo (Ellerwald IV. Trift)
Kazimierzewo (Ellerwald III. Trift)
Kępa Rybacka (Fischerskampe)
Kępiny Wielkie (Zeyersniederkampen)
Komorowo Żuławskie (Kämmersdorf)
Lisów
Nowakowo (Terranova)
Nowe Batorowo
Nowina (Neuendorf auf der Höhe)
Nowotki (Neuhausen)
Pilona (Plohnen)
Przezmark (Preußisch Mark)
Raczki Elbląskie (Unter Kerbswalde)
Rubno Wielkie (Groß Röbern)
Sierpin (Zerpien)
Tropy Elbląskie (Troop)
Weklice (Wöcklitz)
Władysławowo (Erste Trift) Städtepartnerschaften
Elbląg unterhält mit 13 Städten Partnerschaften:
Kaliningrad (Russland)
Baltijsk (Russland)
Ronneby (Schweden)
Druskininkai (Litauen)
Liepāja (Lettland)
Nawahradak (Weißrussland)
Ternopil (Ukraine)
Compiègne (Frankreich)
Trowbridge (Vereinigtes Königreich|Großbritannien)
Coquimbo (Chile)
Baoji (Volksrepublik China|China)
Tainan (Taiwan) Weblinks