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SEK 795 - 1,995

Hotell Linnéa

Prästgatan 4, 25224 HelsingborgEUR 88 - 222

Gästebewertung: N/A
Hotell Linnéa’s impressive building dates back to 1887 and is just 100 metres from Helsingborg Central Station and Ferry Terminal. Its rooms featur… More
SEK 745 - 1,885

Hotel Tornet

Bergaliden 21, 252 23 HelsingborgEUR 83 - 210

Gästebewertung: N/A
Das StayAt Helsingborg ist ein modernes Apartment-Hotel nur 500 m vom Stadtzentrum entfernt. Sie wohnen neben dem schönen Slottshagen Park und nur ei… More
Mariagatan 8A, 25223 HelsingborgEUR 72 - 195

Gästebewertung: N/A
Take a quirky journey through time at this cosy Helsingborg hotel, which offers uniquely styled rooms based on different historical periods. Housed i… More
Scoutstigen 4, 252 84 HelsingborgEUR 47 - 106

Gästebewertung: N/A
Das Hostel und B & B ist 15 Minuten Fahrt vom Stadtzentrum Helsingborgs und 500 Meter vom nächsten Strand entfernt. Es bietet eine voll ausgestattete… More
Florettgatan 41, 25467 HelsingborgEUR 69 - 187

Gästebewertung: N/A
The Scandic Helsingborg Nord Hotel is just 5 km from Helsingborg’s city centre and the perfect base for discovering the city’s sights and enjoying… More
Dag Hammarskjölds väg , 254 33 HelsingborgEUR 64 - 211

Gästebewertung: N/A
This hostel is 500 metres from the beach and 3 km from central Helsingborg. It offers Öresund Strait views and a communal kitchen. All rooms have a p… More
Planteringsvägen 71, 252 30 HelsingborgEUR 64 - 132

Gästebewertung: N/A
Genießen Sie ein kostenloses Frühstücksbuffet und WLAN im Miatorp Hostel & Hotel, das einfache und funktionale Unterkünfte sowie eine ideale Lage … More
SEK 620 - 1,830

Scandic Horisont

Gustav Adolfs Gata 47, 252 27 HelsingborgEUR 69 - 203

Gästebewertung: N/A
Explore the attractions of Helsingborg from the Scandic Horisont, located just 1.5 km from the ferry terminal and 35 minutes from the airport. The ma… More
SEK 745 - 2,195

Hotel Kärnan

Järnvägsgatan 17, 25224 HelsingborgEUR 83 - 244

Gästebewertung: N/A
Das privat geführte, komfortable Hotel am Bahnhof von Helsingborg bietet Ihnen ein kostenloses Frühstück und WLAN sowie einen einfachen Zugang zu d… More
SEK 195 - 1,795

Helsingborg Hostel

Hantverkaregatan 2, 25226 HelsingborgEUR 22 - 200

Gästebewertung: N/A
This hostel is 800 metres from trains, buses and ferries at Helsingborg Central Station. It offers free tea and coffee and a communal kitchen. Wi-Fi i… More
SEK 295 - 1,795

City Hostel

Järnvägsgatan 39, 25225 HelsingborgEUR 33 - 200

Gästebewertung: N/A
This city centre hostel is 300 metres from Helsingborg Central Station and the ferry terminal. It offers free Wi-Fi internet access and free tea and c… More
Fågelsångsgatan 1, 25220 HelsingborgEUR 85 - 217

Gästebewertung: N/A
This hotel is 5 minutes’ walk from Helsingborg Central Station, the harbour and the medieval tower, Kärnan. It offers free Wi-Fi access and free te… More
Stortorget 20, 252 23 HelsingborgEUR 67 - 306

Gästebewertung: N/A
The Best Western Hotel Helsingborg is housed in a magnificent late 19th century building, situated next to the Karnan stairway; a 600-year old fortres… More
SEK 645 - 1,595

City Motel Helsingborg

Hantverkaregatan 11, 252 26 HelsingborgEUR 72 - 177

Gästebewertung: N/A
Für unsere Gäste sind Frühstück, WLan-Internetzugang und die privaten Parkplätze während des Aufenthalts im Herzen von Helsingborg gratis; Bus, … More
SEK 680 - 2,080

Clarion Grand Hotel

Stortorget 8-12, 251 11 HelsingborgEUR 76 - 231

Gästebewertung: N/A
Das klassische Hotel mit modernem Design heißt Sie bei Stortorget, im Zentrum von Helsingborg und nahe allen örtlichen Transportmöglichkeiten wie a… More
SEK 600 - 1,850

Elite Hotel Mollberg

Stortorget 18, 252 20 HelsingborgEUR 67 - 206

Gästebewertung: N/A
Mit kostenfreiem Frühstück, WLAN und Blick auf die Meerenge Öresund erwartet Sie das älteste Hotel Schwedens in historischer Umgebung nur wenige M… More
Kungstorget 6, 252 24 HelsingborgEUR 75 - 206

Gästebewertung: N/A
Im Zentrum von Helsingborg empfängt Sie dieses Hotel am Hafen, neben den Bus-, Zug- und Fährterminals. Freuen Sie sich auf den Ausblick über das Me… More
SEK 595 - 1,545

Comfort Hotel Nouveau

Gasverksgatan 11, 252 25 HelsingborgEUR 66 - 172

Gästebewertung: N/A
Im Zentrum von Helsingborg befindet sich das Hotel in der Nähe der Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel und der Fähranlegestelle. Sie wohnen i… More
Bruksgatan 40, 25224 HelsingborgEUR 66 - 555

Gästebewertung: N/A
In Kooperation mit dem Bettenhersteller DUX bietet dieses 4-Sterne-Hotel besonders hohen Schlafkomfort. Die meisten Zimmer wurden kürzlich renoviert … More
 

Helsingborg: Guide


; für die schwedische Gemeinde siehe (Gemeinde).


Helsingborg (historisch auch Hälsingborg; deutsch veraltet Helsingburg) ist eine Stadt im achtgrößte Stadt Schwedens und nach Malmö die zweitgrößte Stadt Schonens. Helsingborg ist der Hauptort der Helsingborg (Gemeinde)|gleichnamigen Gemeinde. Die Stadt ist ein bedeutender Industriestandort; ihr Hafen ist der zweitgrößte im Land.

Geographie und Geologie

Helsingborg liegt an der Westküste Schonens an der schmalsten Stelle des Öresunds, der Meerenge zwischen Schweden und der dänischen Insel Seeland (Dänemark)|Seeland, gegenüber der Stadt Helsingør. Im Norden, Osten und Süden ist die Stadt von offenem Land, das vorwiegend landwirtschaftlich genutzt wird, umgeben.

Prägend für das Stadtbild ist eine Verwerfung (Geologie)|geologische Verwerfungszone, die sich leicht landeinwärts entlang des Öresundes zieht und die Stadt in einen höher- und einen tiefergelegenen Teil gliedert. Die Verwerfungskante und der östlich angrenzende hochgelegene Teil der Stadt tragen die Bezeichnung landborgen. Einige wenige natürliche Einschnitte in dem Hang, der im Stadtzentrum eine Höhe von 20 bis 40 Meter erreicht, verbinden die historische Altstadt mit den Stadtteilen oberhalb des Hangs. Die Altstadt liegt eingezwängt zwischen landborgen und dem Öresund auf Meeresniveau. Über die durch die landborgen gezogene natürliche Grenze hat sich die Innenstadt bis heute nicht landeinwärts ausgedehnt. Statt dessen wurde durch Landgewinnung im Öresund neues Bauland im Zentrum Helsingborgs geschaffen.

Im Süden Helsingborgs mündet der Fluss Råån in den Öresund.

Klima


Durch die Lage Helsingborgs am Öresund herrscht in der Stadt ein kühlgemäßigtes Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 8,2 Grad Celsius. Die mittlere Monatstemperatur im Januar liegt bei -0,1 Grad, im Juli bei 16,8 Grad. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt 568 mmhttp://www.sverige.de/reis/reis_stad_sons_deta.asp.

Namensherkunft


Der Stadtname leitet sich vermutlich von helsing für „Hals“, einer Bezeichnung für die schmalste Stelle des Öresunds, und borg für „Burg“ ab. Nach einer Rechtschreibreform 1906 wurde der Name 1912 in Hälsingborg geändert, um ihn den neuen Schreibregeln anzupassen. Diese Änderung wurde im Rahmen einer Gemeindereform im Jahre 1971 rückgängig gemacht.

Helsingborg wird auch „Perle am Sund“ (Sundets pärla bzw. Pärlan vid Sundet) genannt.

Geschichte

Helsingborg, ursprünglich eine Knut IV. vom 21. Mai 1085 als Geburtsstunde der Stadt.

Man vermutet, dass es hier schon zum Ende des 9. Jahrhunderts eine kleinere Befestigungsanlage zum Schutz der Überfahrt zwischen Schonen und Seeland (Dänemark)|Seeland gab. Zu den ersten größeren Bauten im Umkreis der Burg gehörten die drei Kirchen St. Clemens, St. Petri und St. Olai. Die einfache Festung wurde im 12. Jahrhundert durch ein Burgschloss aus Sandstein ersetzt, dessen dominierender Teil ein runder Turm mit etwa vier Meter dicken Wänden war. Die Stadt wuchs und immer mehr Menschen siedelten am Ufer des Öresunds im Schutze der Burg.

Im 14. Jahrhundert zählte Helsinborg zu den wichtigsten Städten Dänemarks. Die Burg gehörte mit ihrem um diese Zeit errichteten Verteidigungsturm, bezeichnet als Kärnan, zu einer der stärksten Festungen Nordeuropas.
Auch die neuerbaute Sankt-Marien-Kirche (Helsingborg)|Sankt-Marien-Kirche, eine die größten Stadtkirchen Dänemarks in dieser Periode, zeugte von der Bedeutung Helsingborgs.

1332 wurde Helsingborg – neben ganz Schonen – durch den schwedischen König Magnus II. (Schweden)|Magnus Eriksson erobert. 1360 startete Waldemar IV. (Dänemark)|Waldemar IV. Atterdag von Dänemark einen Feldzug zur Rückeroberung Schonens, den er mit Hilfe der Hanse gewinnen konnte.


Im 15. Jahrhundert|15. und 16. Jahrhundert nahm die Bedeutung Helsingborgs ab, nachdem in Helsingør auf der gegenüberliegenden Seite des Sunds die modernere Festung Schloss Kronborg errichtet worden war. Im 17. Jahrhundert|17. und 18. Jahrhundert war das Geschick der Stadt von schweren Verwüstungen durch die dänisch-schwedischen Kriege bestimmt, die die Bevölkerung oftmals zur Flucht zwangen.

Die Stadt stand bis Großen Nordischen Krieges landete 1709 ein starkes dänisches Heer unter Christian Ditlev Reventlow südlich von Helsingborg und nahm die Stadt ein. Dem schwedischen Generalgouverneur von Schonen, Magnus Stenbock, gelang am 28. Februar 1710 bei der Schlacht von Helsingborg der Sieg über die dänische Armee und die Stadt wurde wieder schwedisch.

Für die Bevölkerung der Stadt waren die vielen Kriege verheerend. Seuchen und der zu Kriegszeiten stark eingeschränkte Handel über den Öresund sorgten für eine Stagnation der Bevölkerungszahlen und der wirtschaftlichen Entwicklung. 1711 brach zudem die Pest aus, die ein Jahr später überwunden war.


Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich die Stadt langsam wieder zu erholen. Vor allem viele neue Industriebetriebe und die Abschaffung des sogenannten Sundzolls für die Passage des Öresunds 1857 führten zu einem starken Bevölkerungswachstum. Im Jahr 1884 hatte Helsingborg 14.279 Einwohner. 1892 nahm die erste Fährverbindung nach Helsingør mit Dampfschiffen ihren Betrieb auf. Der Hafen wurde bedeutend für den Export von Getreide und anderen Gütern. Mehrere Industrielle, die oft gleichzeitig Ämter in der Gemeinde oder im Reichstag (Schweden)|schwedischen Reichstag innehatten, trieben die Entwicklung der Stadt voran.

Um die Jahrhundertwende expandierte die Stadt schnell und wuchs mit ehemals eigenständigen Ortschaften zusammen, die nun einer Stadt gehörten, die in den 1920ern bereits mehr als 50.000 Einwohner zählte und damit Schwedens fünftgrößte Stadt war. 1903 wurde im Rahmen der sogenannten „Helsingborgausstellung“ 1903 ein Straßenbahnnetz eingeweiht, das bis 1967 bestand.

Im jüdischen Bevölkerung in Dänemark flüchteten 1943 Nacht für Nacht hunderte Menschen über den Öresund und suchten in Helsingborg Schutz.

Stadtgliederung

Die Stadt Helsingborg besteht aus den 32 der 42 Gemeindebezirke (b-områden) der Helsingborg (Gemeinde)|Gemeinde Helsingborg, die den „Innenbezirk“ (innerområde) der Gemeinde bilden. Ein Stadtbezirk ist jeweils nach einem der Stadtteile, die er umfasst, benannt. Speziell am Stadtrand können auch umgebende Industriegebiete sowie große Wald- und landwirtschaftlich genutzte Flächen zu einem Stadtbezirk zählen.

Die 70er Jahren im Rahmen des sogenannten Millionenprogrammes, einem landesweiten Wohnungsbauprojekt der schwedischen Regierung, entstanden, städtische Villengegenden wie Olympia (Helsingborg)|Olympia aus der wirtschaftlichen Hochzeit der Stadt und eher ländliche Gegenden wie in Råå.

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Bevölkerung

Entwicklung der Einwohnerzahl


Bis etwa 1800 zählte Helsingborg unter 1500 Einwohner. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl sprunghaft an, was vor allem auf die zu dieser Zeit Helsingborg#Wirtschaftsgeschichte|boomende Wirtschaft, aber auch auf Helsingborg#Historische_Entwicklung|Eingemeindungen kleinerer umgebender Ortschaften zurückzuführen ist.

Die folgende Übersicht zeigt die Gemeinde Helsingborg (i).

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Bevölkerung mit ausländischem Hintergrund


Der Anteil der Bevölkerung mit Ausländer|ausländischem Hintergrund an der Gesamtbevölkerung beträgt in Helsingborg 23,2 Prozent. Dabei sind unter „Bevölkerung mit ausländischem Hintergrund“ die Einwohner zu verstehen, die entweder im Ausland geboren sind oder deren beide Elternteile im Ausland geboren sind.

Die wichtigsten Herkunftsländer der im Ausland Geborenen, insgesamt sind es rund 150 Nationen, und die Zahl der von dort stammenden Personen zeigt für das Jahr 2006 die TabelleGemeinde Helsingborg; allerdings lassen sich durchaus Rückschlüsse auf die Situation in der Stadt Helsingborg ziehen, da rund 84,5 Prozent der ausländischen Bevölkerung der Gemeinde in der Stadt leben.

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Religion


Da in Schweden keine Daten zur Religionszugehörigkeit erhoben werden dürfen und deshalb keine offiziellen Statistiken existieren, lassen sich diesbezüglich nur Vermutungen anstellen.

Die größte religiöse Gruppe bildet die evangelisch-lutherischen Schwedische Kirche, bis 1999 Staatskirche. Nach eigenen Angaben zählte sie am 1. November 2005 in den vier Gemeinden (församling) Maria, Filborna, Gustaf Adolf und Raus, die im Stadtgebiet liegen, 62.747 MitgliederSchwedische Kirche: (xls).

Seit dem 1. Januar 1990 ist mit der Gemeinde St. Basilus den Store auch die serbisch-orthodoxe Kirche in Helsingborg vertreten. Seit 1996 besitzt die für Nordwestschonen zuständige Gemeinde ein eigenes Kirche (Gebäude)|Kirchengebäude.

Soziale Struktur

Zwischen den zentralen Stadtteilen nördlich und südlich des Zentrums bestehen traditionell deutliche Unterschiede in der Sozialstruktur|sozialen Struktur. Waren die südlichen Stadtteile früher die Wohngebiete der in den benachbarten Industriegebieten beschäftigten Arbeiter und die nördlichen Stadtteile Heimat der bessergestellten Bürger, so bestehen zwischen dem Süden mit Stadtteilen wie Söder, Planteringen und Högaborg und dem Norden mit Stadtteilen wie Norr und Tågaborg heute erhebliche Unterschiede unter anderem bei Ausländeranteil, Arbeitslosenquote, Einkommensverteilung und Bildungsstand.

Zu den Gegenden mit überwiegend sozial schwacher Bevölkerung gehören heute auch viele der im Rahmen des Millionenprogramms entstandenen Stadtteile wie Drottninghög im Nordosten der Stadt.

Die Unterschiede lassen sich anhand der oben genannten statistischen Merkmale Ausländeranteil, Arbeitslosenquote, Bildungsstand (am Beispiel des Bevölkerungsanteils mit nachgymnasialem Bildungsabschluss) und durchschnittliches Jahreseinkommen belegen:


Bild:helsingborg_stadtteile_auslaenderanteil2005_de.svg|Anteil der Bevölkerung mit ausländischem Hintergrund (im Ausland geboren bzw. beide Elternteile im Ausland geboren), Stand 31. Dezember 2005Helsingborg (Gemeinde)|Gemeinde Helsingborg: (pdf)
Bild:helsingborg_stadtteile_arbeitslosenquote2005_de.svg|Arbeitslosenquote der Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 64 Jahren, Stand Oktober 2005Helsingborg (Gemeinde)|Gemeinde Helsingborg: (pdf)
Bild:helsingborg_stadtteile_bildungsniveau2005_de.svg|Bevölkerungsanteil mit nachgymnasialem Bildungsabschluss im Alter zwischen 20 und 64 Jahren, Stand 31. Dezember 2005Helsingborg (Gemeinde)|Gemeinde Helsingborg: (pdf)
Bild:helsingborg_stadtteile_jahreseinkommen2004_de.svg|Durchschnittliches Jahreseinkommen 2004 aller Erwerbstätigen im Alter zwischen 20 und 64 JahrenHelsingborg (Gemeinde)|Gemeinde Helsingborg: (pdf)

Aus den Ergebnissen einer Studie des schwedischen Integrationsverket geht hervor, dass sich die Segregation in Helsingborg in den Jahren 1997–2004 weiter verstärkt hatIntegrationsverket: .

Politik


Hauptartikel: Helsingborg (Gemeinde)#Politik

Die verwaltende Instanz der Stadt ist die siedlungsgeographischem Verständnis (tätort) hinaus und schließt außerhalb gelegene Ortschaften mit ein.

Helsingborg ist der Hauptort (centralort) der Gemeinde (Schweden)|Gemeinde und damit Sitz der kommunalen Verwaltung.

Helsingborg ist traditionell Sozialdemokratie|sozialdemokratisch geprägt. Seit der letzten Gemeindewahl im Jahre 2006 wird die Gemeindepolitik maßgeblich von der sogenannten „Bürgerlichen Allianz“ aus Moderata samlingspartiet|Konservativen, Kristdemokraterna|Christdemokraten, Centerpartiet|Zentrum und der Folkpartiet liberalerna|Liberalen bestimmt.

Historische Entwicklung


1862 wurde Helsingborg mit Inkraftreten von Gemeindegesetzen in eine Stadtgemeinde umgewandelt, in der alle der Stadt Steuer zahlenden Personen das Recht hatten, den Stadtrat zu wählen. Vorher war dies den Stadtbewohnern, die zum Stand der Gemeinderat (stadsfullmäktige). Jeweils der halbe Gemeinderat wurde jedes zweite Jahr für vier Jahre gewählt. Da es zu dieser Zeit keine Partei (Politik)|Parteien und damit wenig konträre politische Debatten gab, war das Interesse der Bevölkerung an den Wahlen anfangs gering. Das Wahlrecht|Wahlsystem sah vor, das jeder Einwohner bis zu 100 Stimmen haben konnte, je nachdem, wieviel Steuern er an die Gemeinde zahlte. Die Höchstzahl der Stimmen wurde 1909 auf 40 gesenkt und 1918 wurde diese Form des Wahlsystems abgeschafft. 1899 wurde der erste Sozialdemokratie|Sozialdemokrat in den Gemeinderat gewählt. Dies geschah auf Initiative des Unternehmers Nils Persson und des Reichstag (Schweden)|Reichstagsmitglieds Oscar Trapp, die es als wichtig ansehen, dass die Arbeiterbewegung über Mitsprache im Gemeinderat verfügte. Durch die Wahlreform 1909 verdreifachte sich der Anteil der Sozialdemokraten im Gemeinderat und 1918 wurden sie zur größten Fraktion.

In den Jahren 1905, 1907, 1917 und 1918 wurden viele Orte der die Stadt umgebenden Landgemeinden in die Stadtgemeinde Helsingborg eingemeindet. 1971 wurde die Stadtgemeinde Helsingborg bei einer Kommunalreform mit vier bei der früheren Kommunalreform von 1952 gebildeten Landgemeinden zusammengelegt und ist seitdem ein Teil der Helsingborg (Gemeinde)|Gemeinde Helsingborg. Die Gemeinde (Schweden)|Gemeinde ist eine von dreizehn im Land, die in der Eigenbezeichnung stad anstelle von kommun verwendet.

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Zur Geschichte der Gemeinde Helsingborg ab 1971 siehe: Helsingborg (Gemeinde)#Geschichte|Helsingborg (Gemeinde)

Wappen

Das Gustav V. als Wappen festgestellt. Seit 1974 wird das Wappen auch von der Helsingborg (Gemeinde)|Gemeinde Helsingborg verwendet wird.

Städtepartnerschaften


Helsingborg war eine der ersten Städte der Welt, die eine Städtepartnerschaft einging. Die Zusammenarbeit mit dem dänischen Helsingør begann bereits 1838. 1849 trafen sich Repräsentanten beider Städte auf dem zugefrorenen Öresund, um eine Freundschaftsbekundung zu unterzeichnen. Nach dem Beschluss des Baus der Öresundverbindung zwischen Malmö und Kopenhagen und im Hinblick auf den daraus folgenden Verlust der kürzesten Verbindung zwischen Schweden und Dänemark und die Verlagerung der Hauptverkehrsrouten Richtung Süden unterzeichneten Vertreter der beiden Städte 1995 ein Zusammenarbeitsabkommen („HH-samarbetet“) in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Verkehrsinfrastruktur, Umwelt, Kultur und Bildung.

Heute hat Helsingborg vier Partnerstädte (vänorter):

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Stadtbild

Trotz des hohen Alters der Stadt gibt es nur wenige Gebäude, die davon zeugen. Ein Großteil der alten Bauten wurde Opfer der Verwüstungen, die die über Jahrhunderte immer wieder die Stadt hereinbrechenden Kriege zwischen Dänen und Schweden mit sich brachten. Besonders schlimm waren die Zerstörungen im Schonischer Krieg|Schonischen Krieg, als der dänische König Christian V. (Dänemark)|Kristian V. große Teile Helsingborgs niederreißen ließ, um mit dem gewonnenen Material die Stadtbefestigungnen zu verstärken. Karl XI. (Schweden)|Karl XI. zerstörte das Schloss Helsingborgs, von dem nur der Turm Kärnan übrig blieb. Die einzigen Profanbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die die Jahrhunderte überlebten, sind das Jacob-Hansen-Haus (Jacob Hansens hus), der Gamlegård und der Henckelsche Hof (Henckelska gården).

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Helsingborg zu einer „geteilten“ Stadt mit den reichen nördlichen Stadtteilen und den ärmeren Arbeiterquartieren im Süden. Die traditionelle Grenze war die Straße Trädgårdsgatan. Diese Teilung ist noch heute sichtbar, so hat der südliche Stadtteil Söder die höchste Einwandererdichte. Als Gründe für diese Separierung der Bevölkerungsschichten gilt sowohl die Nähe der südlichen Stadtteile zu den Industriegebieten als auch, dass der Norden durch seinen direkten Zugang zum Wasser, der den Wohngebieten im Süden durch den Hafen und die Eisenbahn verwehrt blieb, die attraktivere Wohngegend darstellte.

Baugeschichte


Die ersten Häuser der Stadt lagen auf dem Hang im Schutze des Schlosses. Die Stadt wuchs dann weiter in Richtung Öresund. In den Bereichen die an den Turm Kärnan anschließen, kann man auch heute noch ein mittelalterliches Straßenmuster mit unregelmäßigen Wohnquartieren erkennen. Hier liegt auch Helsingborgs erste Hauptstraße, Storgatan, die heute in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufgeteilt ist. An dieser Straße liegen einige der historisch wertvollsten Gebäude der Stadt. Dazu zählen die Sankt-Marien-Kirche (Helsingborg)|Sankt-Marien-Kirche und das älteste Wohnhaus Helsingborgs, das Jacob-Hansen-Haus, welches als einziges in der Stadt von vor 1670 stammt.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts baute man die Häuser vorwiegend im Fachwerkstil. Mit der dann einsetzenden neuen Blüte der Stadt wurden viele der alten Bauten durch eine protzigere Architektur ersetzt. Mit der Errichtung des Zentralhafens 1832 wuchs der Ort auch in den Öresund hinein. Auf der neu gewonnenen Landfläche entstanden viele Prunkbauten entlang der zu dieser Zeit angelegten Paradestraßen Drottninggatan und Järnvägsgatan, der heutigen Hauptverkehrsachse, sowie dem zentralen Platz Stortorget, darunter das Hotel Mollberg und das 1897 erbaute Rathaus im neugotischen Stil, das als Zeichen für die gestiegene Bedeutung der Stadt gelten sollte.

An der Straße Järnvägsgatan wurde 1865 der Hauptbahnhof errichtet, der mit dem Hafen eine Grundlage für viele neue Industriebetriebe darstellte. Im Anschluss an diese Betriebe entstanden Arbeiterquartiere, die zusammen den Stadtteil Söder bildeten. Hier baute man die Gustav-Aldof-Kirche und den Platz Nya torg (heute Gustaf Adolfs torg genannt) als zweites Stadtzentrum.


Im 19. Jahrhundert wurden auch die Befestigungsanlagen östlich des Schlosses abgerissen. Hier entstanden vor allem Gebäude für verschiedene Institutionen wie das Handelsgymnasium von 1863, das Lazarett von 1878, die Armenpflegestation von 1888 und die Nicolaischule von 1898. Mit diesen Bauten etablierte sich der Stadtteil Olympia mit Villen im Jugendstil. Mit Hilfe einer Spende des Industriellen Henry Dunker konnte die Stadt 1927 einen Wettbewerb für ein neues Konzerthaus starten. Diesen Wettbewerb gewann der Architekt Sven Markelius. Sein siegreicher Vorschlag war ein Funktionsgebäude mit weißem Putz, das 1932 fertiggestellt war und heute das beste Beispiel für Funktionalismus (Design)|funktionelle Architektur in Schweden ist.

Durch die andauernde Expansion Helsingborgs sind in der Stadt alle Baustile der letzten zwei Jahrhunderte vertreten. Auch das schwedische Millionenprogramm hat hier in den Stadtteilen Dalhem, Fredriksdal und Adolfsberg seine Spuren hinterlassen. Genauso blieb Helsingborg nicht von der großen Abrisswelle der 1970er-Jahre verschont. Viele ältere Gebäude im Zentrum mussten neuen Ziegelbauten weichen. Zwei dieser modernen Bauten sind das Firmengebäude von Skandia und die Skandinaviska Enskilda Banken|SEB-Bank.

Das größte Bauprojekt der neusten Zeit sind die Gebäude, die 1999 für die Architekturhaustellung H99 am Nordhafen im neuen Funktionalismus (Design)|Funktionalstil errichtet wurden.

Plätze

Der älteste Platz Helsingborgs heißt Stortorget und erstreckt sich von einer Treppenanlage im Osten bis zur Straße Drottninggatan (Konsul Trapps plats) im Westen, wo eine Reiterstatue steht, die Magnus Stenbock zeigt. Der Platz verdankt seine spezielle längliche Form der Tatsache, dass dänische Truppen im Schonischen Krieg (1676-1679) eine breite Versorgungsschneise zwischen Schloss und Hafen durch die Stadt schlugen. Nach Kriegsende nutzte man die Freifläche bis Ende des 19. Jahrhunderts zu Handelszwecken. Im Laufe der Zeit entstanden rund um den Platz große Gebäude mit Prunkvollen Fassaden.

Weiter Richtung Hafen liegt der Platz Hamntorget, der in den 1890er-Jahren im Zusammenhang mit dem Bau des Nordhafens geschaffen wurde. Im Alltag als Parkplatz genutzt, finden auf ihm aber auch zu besonderen Anlässen, wie dem Karl XIV. Johans in Helsingborg erinnert.

Zwischen Hamntorget und Knutpunkten, dem (Bus-)Bahnhof und Fährterminal, liegt der Kungstorget, der früher, als die Bahngleise noch quer durch die Stadt führten, Bahn- und Parkgelände war. Heute gibt es hier im Sommer Freiluftgaststätten und Bühnen für unterschiedliche Veranstaltungen.

Der Sundstorget wurde 1865 auf dem Öresund abgewonnenem Land angelegt. Rund um den Platz baute man einige monumentale Gebäude und verlegte später einen großen Teil des Markthandels vom Stortorget hierher, nachdem in der Westhälfte des Platzes eine Markthalle gebaut worden war. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde diese jedoch wieder abgerissen und der Platz als Parkplatz genutzt. 2004 wurden bei Umbauarbeiten die Autos unter die Erde verbannt. Im Süden des Platzes entstand eine neue Markthalle aus Glas. Entlang der Nordseite des Platzes liegen einige Restaurants mit Terrassen. Im Westen wird der Platz von Dunkers kulturhus begrenzt.


Einige Plätze tragen den Namen von Personen, die für die Entwicklung der Stadt von Bedeutung waren. Beispiele sind Mäster Palms plats mit dem Kaufhaus Söderpunkten an. Etwas weiter südlich liegt Gustav Adolfs torg, ehemals Nya Torg, der an den meisten Tagen der Woche als Marktplatz genutzt wird.

Parks und Grünanlagen

Viele Parks liegen am Rand der Innenstadt und bilden einen Grüngürtel. Oft haben sie ihren Ursprung in privaten Gärten, die später der Stadt geschenkt wurden. Die meisten Parks entstanden zum Ende des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der kräftigen Expansion Helsingborgs. Sie waren als grünes Gegengewicht zu den neuen Gebäuden und Industrieanlagen gedacht.

Der erste richtige Park war Krookska planteringen, gelegen zwischen der Innenstadt und dem damals neuen Stadtteil Söder. Als man beabsichtigte die Freifläche zu bebauen, kauften die Geschwister Krook das Gelände und schenkten es der Stadt mit der Bedingung, es in einen Park zu verwandeln. 1873 wurde der Park, der heute allgemein als Stadtpark (Stadsparken) bezeichnet wird, fertiggestellt.

Eine weiterer früher Park ist der Öresundpark, der 1877 entlang eines natürlichen Einschnittes in der landborgen angelegt wurde, als man hier, im ältesten Industriegebiet der Stadt, angesiedelte Wassermühlen in das neue Industriegebiet im Süden verlegte. Durch den Park führt die Hauptzufahrtsstraße zur Innenstadt aus Richtung Nordost. Der Park zieht sich bis auf das Plateau der landborgen hinauf, von wo man den Öresund überblicken kann.


Zum Anlass der „Helsingborgausstellung“ (Helsingborgsutställningen) 1903 wurde das ehemalige Burggelände um den Turm Kärnan, seit der Schleifung der Festungsanlagen stets nur dünn bebaut, in einen Park namens Slottshagen verwandelt. Heute gibt es dort einen Rosengarten und ein Freilufttheater.

Im Stadtteil Olympia liegt das botanischen Garten, einen Garten mit Obstbaumbestand und das Theater Fredriksdal.

Nach dem Tod König Gustav VI. Adolfs erhielt Helsingborg das Schloss Sofiero nördlich der Stadt als Geschenk. Der dazugehörige Park verdankt seine Bekanntheit den vielen dort wachsenden Rhododendronarten sowie Veranstaltungen wie Orchideenwettbewerben und Oldtimerausstellungen.


Eine Schenkung von Ida und Otto Banck aus dem Jahre 1912 ist die Villa und der Park Vikingsberg im höhergelegenen Teil Helsingborgs. Die Villa war lange Jahre Herberge für die städtische Kunstsammlung. Heute befindet sich hier eine private Kunstgallerie.

Ein weiterer bekannter Park ist der Brunnenpark Ramlösa (Ramlösa brunnspark) im Süden von Helsingborg. Hier lag die alte, 1707 in Betrieb genommene Ramlösaquelle und hier war der Ort, wo im 18. und 19. Jahrhundert Kurgäste mit Heilwasser ihre Leiden kurierten. im Park stehen einige gelbgestrichene, mit Holzsägearbeiten verzierte Holzhäuser.

Im Norden der Stadt liegt der Wald von Pålsjö (Pålsjö skog) in Nachbarschaft zum Schloss Pålsjö und dem dazugehörigen Schlosspark. Im Süden liegt das Naturschutzgebiet Rååns dalgång, der auf einer Seite vom Fluss Råån begrenzt wird. Am Rande liegt die Kirche von Raus (Raus kyrka), die älteste Kirche Helsingborgs, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht.

Entlang des Rands der landborgen wurde die Landborgspromenade geschaffen, die mehrere Parks der Stadt von Pålsjö skog bis Råådalen durch einen Wanderweg verbindet, von dem aus man den Ausblick über den Öresund genießen kann.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Freizeit

Helsingborg verfügt über ein großes Spektrum an Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Die Stadtverwaltung unterstützt diese oft mit finanziellen Mitteln. Mit der Errichtung des Kulturhauses (Dunkers kulturhus) erhielt Helsingborg eine zentrale Einrichtung für Kunst, Musik und Ausstellungen.

Theater

Bereits seit 1813 gab es ein Theater in der Stadt. Zu dieser Zeit wurde dem damaligen Besitzer des Heilwasserbrunnens in Ramlösa, Achates von Platen, die Erlaubnis erteilt, ein „provisorisches Theaterhaus aus Holz“ in der Straße Prästgatan zu errichten. 1859 wurde das Theater von der Stadt aufgekauft und bald wurden Stimmen laut, die einen neuen und zeitgemäßen Theaterbau forderten. Das neue, 1877 eröffnete Theater zog immer öfter umherreisende Theatergruppen an und Anfang des 20. Jahrhunderts kam der Wunsch nach einem festen Ensemle auf. 1921 wurde so das erste fest mit einem Stadttheater verbundende Theaterensemble Schwedens gegründet. Durch die höheren (vor allem räumlichen) Anforderungen, die dies mit sich brachte, wurden das Theater schnell zu klein und unfunktionell. Auch wuchs der Anspruch des Publikums. So wurde 1976 das neue Stadttheater neben dem Konzerthaus errichtet, das über eine „die Große“ (Storan) genannte große und eine kleinere, folgerichtig „die Kleine“ (Lillan) genannte Bühne verfügt. Das alte Theater wurde im selben Jahr trotz großer Proteste niedergerissen.


Theatervorstellungen finden auch in Dunkers kulturhus statt. Im Sommer ist ein Besuch des 1932 gegründeten Freilufttheater Fredriksdal beliebt. Es ist landesweit durch die Übertragung von Vorstellungen im Fernsehen sowie durch das langjährige Wirken des Schauspielers Nils Poppe bekannt. Revue (Musiktheater)|Revuen unter freiem Himmel sind im Sommer im Park Slottshagen zu sehen.

Museen


Stadtmuseum


Der geschichtsinteressierte Konsul archäologischen, ethnografie|ethnografischen und Kulturgeschichte|kulturhistorischen Themen, die zum Teil schon ab 1890 begonnen worden waren. Nach der Schenkung der Villa Vikingsberg an die Stadt durch Otto Banck konnte die Kunstsammlung 1929 dorthin umziehen. Mit der Zeit wurden die Lokalitäten in der Södra Storgatan auch für die verbleibenden Ausstellungen zu klein und man suchte nach Ausweichmöglichkeiten. Die Raumfrage konnte erst 2002 gelöst werden, als man sowohl das Stadtmuseum als auch die Kunstsammlung aus der Villa Vikingsberg in Dunkers kulturhus verlegte. Das Stadtmuseum zeigt heute neben stadtgeschichtlichen Ausstellungen grafische Blätter, Ölgemälde, Kunsthandwerk und Designmöbel, die hauptsächlich aus dem nordwestlichen Bereich Schonens stammen.

Freilichtmuseum Fredriksdal

1918 stiftete Oscar Trapps Witwe Gisela Trapp das Gut Fredriksdal mit den zugehörigen Ländereien dem Museum mit der Bedingung, dass ein dort ein Druckkunst von Gutenbergs Zeit bis heute zeigt. Im Anschluss an Fredriksdal liegt das „Kulturlager“ (Kulturmagasinet), wo große Teile der umfassenden Sammlungen Helsingborger Museen (zwischen)lagern. Das Kulturmagasinet ist daneben der Eigentümer des Burgturms Kärnan und damit für dessen Erhalt verantwortlich.

Weitere Museen


Östlich des Kärnan liegen zwei weitere Museen – das Schulmuseum (Skolmuseet) und das Medizinhistorische Museum (Medicinhistoriska museet). Das Schulmuseum wurde 1985 in der alten Östra skolan neben der Slottsvångschule eingerichtet. Es zeigt restaurierte alte Schuleinrichtungen und Lehrmittel aus verschiedenen Volksschulen in und um Helsingborg. Das Zweiten Weltkriegs erzählt und Kriegsmaterial aus dieser Zeit zeigt.

Musik

Noch bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war ein Chor Husarrengementets musikkår gab vereinzelte öffentliche Konzerte. 1896 gründete sich die Helsingborger Musikgesellschaft (Helsingborgs musiksällskap), um die Musikliebe der Helsingborger Bürger mit regelmäßigen Konzertveranstaltungen zu wecken und zu fördern. 1911 beschloss der Reichstag (Schweden)|schwedische Reichstag die Förderung von Orchestern in Schwedens Provinzstädten. Da sich die Stadt an den Fördermaßnahmen ebenfalls beteiligte, entstand noch im selben Jahr die Orchestervereinigung Nordwestliches Schonen (Nordvästra Skånes Orkesterförening), aus der später das Sinfonieorchester Helsingborg hervorging. Das große Interesse, auf das die neue Einrichtung in den ersten Jahren stieß, drohte bald zu schwinden, da es an einem festen Konzerthaus mangelte. 1932 schließlich stand das neue Haus. Das vom Architekten Sven Markelius entworfene Helsingborgs konserthus sorgte für einen deutlich zunehmendes Musikinteresse in der Stadt.


Das Kulturleben in Helsingborg kann sich heute auf ein reiches Musikangebot aller Richtungen – von Taizémessen oder Rockklub der Stadt und bietet regelmäßige Konzerte angesagter Gruppen. Daneben gibt es in Helsingborg verschiedene Musikgruppierungen, darunter der Kammerchor Helsingborg (Helsingborgs kammarkör), die Kammermusikvereinigung Helsingborg (Helsingborgs kammarmusikförening), Visans vänner („Freunde der Weise“), Pearls of the Sound und das Vokalensemble Helsingborg (Helsingborgs vokalensemble).

Bauwerke

Zu den „herausragenden“ Sehenswürdigkeiten Helsingborgs gehört der restaurierte Burgturm geschleift wurde. Von ihm aus hat man einen hervorragenden Blick über den Öresund in Richtung Dänemark. Sehenswert sind auch das Sankt-Marien-Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Das Brunnenhotel Ramlösa (Ramlösa brunnshotell, auch Stora hotellet, „Großes Hotel“), erbaut zwischen 1876 und 1882 im Stadtteil Ramlösa, der hauptsächlich durch das hier gewonnene Mineralwasser bekannt ist, ist das größte skandinavische Gebäude aus Holz. Das umliegende parkartige Wohngebiet war lange ein Treffpunkt für die soziale Oberschicht Schonens. Rund 3 km nördlich der Stadt liegt das von Parkanlagen umgebene Schloss Sofiero, ehemalige Sommerresidenz der königlichen Familie. Landesweit bekannt ist das Freilufttheater Fredriksdal im Freilichtmuseum Fredriksdal.

Gastronomie und Nachtleben

Helsingborg hat neben einer Reihe populärer Restaurants eine der höchsten Kneipendichten Schwedens zu bieten.

Immerhin drei von zwanzig Restaurants der „schwedischen Meisterklasse“ sind laut dem Restaurantführers „White Guide 2006“ in Helsingbrog zu findenhttp://www.whiteguide.se/. Neben weiteren guten und populären Adressen neueren Datums gibt es auch einige Restaurants, die auf eine lange Tradition zurückblicken können und auch heute noch beliebt sind, allen voran Mollbergs matsalar (etwa „Mollbergs Speisesäle“), die an das Hotel Mollberg angeschlossen sind. An dieser Stelle gibt es seit dem 15. Jahrhundert einen Gaststättenbetrieb. Aufgrund der Lage Helsingborgs am Öresund gibt es entlang der Wasserfront eine Reihe Restaurants im Bereich des Nordhafens, der Kaipromenade (Kajpromenaden) und der Strandpromenade (Strandpromenaden), die im Sommer auch unter freiem Himmel servieren. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Gaststätten mit Speisen aus aller Welt. Auch einige Konditoreien und Cafés mit teils über hundertjähriger Geschichte sind in Helsingborg zu finden. Wie für Städte dieser Größenordnung üblich, unterhalten auch die weit verbreiteten Fastfoodrestaurant- und Caféketten wie McDonalds und Wayne's Coffee in der Stadt Filialen.

Nachtclubs und Kneipen konzentrieren sich im Stadtzentrum, aber auch der Stadtteil Söder hat ein Nachtleben zu bieten.

Strandgebiete

Helsingborg ist eine der wenigen Städte in Schweden, wo man ansprechende Badestrand|Badestrände vorfindet, die nur zehn Minuten Fußweg vom Zentrum entfernt sind. Im Sommer sieht man oft Leute, die die Stadt in Badesachen durchstreifen. Der stadtnächste Badeplatz heißt „Tropical Beach“ mit Palmen und Sonnenstühlen. Er wurde mit der Ausstellung H99 angelegt und liegt direkt an der Hafeneinfahrt des Inneren Hafens (Inre hamn).

Nördlich des Nordhafens (Norra hamn) liegen die sandlosen Badestellen namens „Järnvägsmännens“ und „Gröningen“ mit großer Liegewiese und Badesteg. Weiter nördlich liegt das Örestrandsbad (auch „Fria bad“ genannt), einer der populärsten Strände, so wie ganz im Norden der Stadt der „Wikingerstrand“ (Vikingstrand), der behindertengerecht eingerichtet ist.

Südlich von Helsingborg ist das Ufer des Öresundes recht seicht, was dazu führt, dass die hier liegenden Strände Råå vallar und Örby ängar von Familien mit Kleinkindern bevorzugt werden. Zwischen diesen Stränden und dem Hafengelände liegt Helsingborgs Freikörperkultur|FKK-Strand, Knähakens bad.

Außerdem gibt es in Helsingborg drei Seebadehäuser (kallbadhus), gelegen südlich des Wikingerstrands, (Pålsjöbaden), zwischen Örestrandsbad und Gröningen (Norra Kallbadhuset oder „Kallis“), sowie im Süden bei Råå (Råå kallbadhus).

Sport


Helsingborger Olympiade


Helsingborg blickt auf eine lange Sportgeschichte zurück. Bereits 1834 wurden bei Ramlösa eine erstes Sportfest in der Disziplinen waren bei dieser Helsingborger Olympiade Laufen (kapplöpning), Ringen (brottning) und Klettern (klättring) vertreten. Die Spiele zogen eine beachtliche Anzahl Zusachauer an und wurden einmalig 1836 wiederholt. Einige Straßen in der Gegend um den Austragungsort, heute ein Industriegebiet um den Bahnhof Ramlösa, tragen heute noch Namen wie Kapplöpningsgatan, Fäktmästargatan und Rännarbanan zur Erinnerung an das Geschehen.

Fußball

Die dominierende Sportart in Helsingborg ist das Fußball|Fußballspiel und es gibt eine Vielzahl von Fußballvereinen in der Stadt. Der erfolgreichste unter ihnen ist Helsingborgs IF (HIF), entstanden 1907 durch die Zusammenlegung der Vereine Svithiod und Stattena. Der HIF spielt zur Zeit in der höchsten schwedischen Liga, der Fotbollsallsvenskan. Von den späten 1920ern bis Anfang der 1940er war Helsingborgs IF eine der besten Mannschaften Schwedens und gewann 1929, 1930, 1933, 1934 und 1941 die Meisterschaft. Darauf folgte eine Phase mit eher bescheideneren Erfolgen und 1968 schließlich stieg der Verein in die Division 1 (Schweden)|Division 1 ab. Der Wiederaufstieg gelang erst 1992, worauf 1999 der Gewinn des Meistertitels folgte. Das Heimatstadion des HIF ist das Olympia (Stadion)|Olympia, eines der ältesten Stadien Schwedens, erbaut 1898. Die ursprünglich für sowohl Fußball- als auch Leichtathletikveranstaltungen gebaute Arena ist heute ein reines Fußballstadion mit Platz für etwa 16.700 Zuschauer. Im Umfeld des Stadions liegen zahlreiche weitere Sportanlagen.

Der HIF war jedoch nicht immer der einzige Repräsentant Helsingborgs in der Fotbollsallsvenskan. In den Jahren 1951 und 1952 spielte dort auch der Råå IF, dessen größter Triumph 1948 der Sieg des Svenska Cupen|Schwedenpokals war. Heute spielt der Verein in der Division 5.

Andere Fußballvereine der Stadt sind Högaborgs BK (Division 3), gegründet 1927 und Helsingborgs Södra BIS (Division 2), gegründet 1991.

Helsingborgs erfolgreichste Damenfußballmannschaft gehört zum Stattena IF, gegründet 1922. Sie spielt heute in der Division 1 nach zwei Spielzeiten in der Damallsvenskan|Allsvenskan der Damen 2003 und 2004.

IFK Helsingborg


Helsingborgs Sportkameradschaft (Idrottsföreningen Kamraterna), der IFK Helsingborg, wurde 1896 von dem erst 16-jährigen Hjalmar Hedenblad als Sällskapet Idrottsvänner („Gesellschaft der Sportfreunde“) gegründet und wurde eine zeitgleich mit der Zusammenlegung mit dem Fußballverein GFK zur Sportkameradschaft. Der Verein war in seiner Geschichte in vielen Disziplinen wie Fußball, Radfahren, Schwimmen, Orientierungslauf, Handball, Turnen, Eishockey und Basketball tätig. Heute vertreten Sportarten sind Leichtathletik (als einzige seit der Gründung mit dabei), Skifahren, Tennis, Bowling, Eiskunstlauf, Volleyball und Triathlon. Der IFK ist auf dem Sportplatz Heden und im „Haus des Sports“ zuhause.

Übrige Sportarten

Das „Haus des Sports“ (Idrottens hus) ist die größte Division 1. Der FC Helsingborg, gegründet 2003, spielt in der Elitserien (Innebandy)|Innebandy-Elitserie. Der Basketballverein Helsingborg Pearls – mit 900 Mitgliedern und 20 Jugendmannschaften – spielt seit 2003 in der schwedischen Basketligan unter dem Namen des Haupsponsors, Öresundkraft. Eishockey steht in Helsingborg etwas abseits im Schatten des Fußballs.

Der Eishockeyverein der Stadt, der HHC Redskins, gegründet 1977, spielt in der Division 2 (Eishockey)|Division 2. Das Heimatstadion, Olympiarinken, fasst 2100 Zuschauer.

Eine Vielzahl von Turnen|Turnvereinen, GF Fram, GF Ling, Helsingborgs Turnéförening und Råå GF, die alle Helsingborgs Gymnastikförbund angehören, sind im „Haus der Gymnastik“ (Gymnastikens Hus) im Süden Helsingborgs angesiedelt.

Der Schwimmen|Schwimmverein der Stadt, Helsingborgs Simsällskap, ist einer der erfolgreichsten in ganz Schweden. Der Verein betreibt die Schwimmhalle Filborna im Stadtteil Ättekulla. Südlich des Stadtzentrums steht die Schwimmhalle Simhallsbadet.

Neuere Zugänge in der Sportlandschaft Helsingborgs sind Rugby (Rugby Club Gripen) und American Football (Helsingborg Crocodiles).

Andere in Helsingborger Sportvereine sind der Tischtennisverein BTK Rekord, der Laufverein HLK-92 und der Badmintonklub Helsingborg zu nennen.

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaft


In Helsingborg sind über 10.000 steuerpflichtige Unternehmen registriert, von denen 94 mehr als 50 Angestellte haben. Rund 3.100 Betriebe beschäftigen zwischen 2 und 49 Menschen und etwa 7.000 sind Ein-Mann-Unternehmen. Die Unternehmen bieten insgesamt rund 58.000 Arbeitsplätze.

Die größten Wirtschaftszweige sind die Bereiche Handel und Verkehrswirtschaft|Verkehr mit rund 15.000 Beschäftigten. Weitere Schwerpunkte liegen in der Lebensmittelindustrie|Lebensmittel-, Chemische Industrie|chemischen und Pharmaindustrie. Am schnellsten wächst der Wirtschaftssektor|Dienstleistungssektor, der sich in den letzten zwanzig Jahren verdoppelt hat.

Diese Angaben beziehen sich auf die gesamt Helsingborg (Gemeinde)|Gemeinde Helsingborg, lassen aber Rückschlüsse auf die Situation in der Stadt zu, da diese das Zentrum der wirtschaftlichen Tätigkeit in der Gemeinde darstellt.

Ansässige Unternehmen


Die verkehrsgünstige Lage Helsingborgs war und ist ein Grund für das gute Konjunktur|WirtschaftsklimaSvenskt näringsliv: (pdf) der Stadt. Helsingborg und die nähere Umgebung zählt nach Stockholm, Göteborg und Malmö die meisten Unternehmenshauptsitze in Schweden.

Einige große, zum Teil international bekannte, in Helsingborg tätige Unternehmen sind Asea Brown Boveri|ABB, der Handelsunternehmen Inköpscentralernas Aktiebolag|ICA, der Möbelkonzern Ikea, das Pharmaunternehmen Pfizer, Svenska Kullagerfabriken|SKF Multitec AB, der Schuh- und Tennisballhersteller Tretorn, der Mineralwasserhersteller Ramlösa|Ramlösa Hälsobrunn AB und Unilever|Unilever Bestfoods.

Einzelhandel


Durch die Umwandlung der Straße Kullagatan zur Fußgängerzone im Jahre 1961 erhielt Helsingborg die erste Fußgängerzone Schwedens. Heute liegt ein Großteil der Läden im Zentrum an dieser Straße, wovon viele Filialen der in ganz Schweden vertretenen Handelsketten sind. Die Einkaufsstraße setzt sich in Richtung Süden mit den Straßen Mariagatan und Bruksgatans fort. Hier und parallel zur Kullegatan in der Norra und Södra Storgatan, die keine Fußgängerzone sind, findet man weitere, vermehrt nicht kettenangehörige Einzelhändler.

Am Mäster Palms plats im Stadtteil Söder liegt die Imbisse. Etwas weiter südlich am Platz Gustav Adolfs torg findet an den meisten Tage der Woche ein Markt statt.

Etwa sechs Kilometer außerhalb der Stadt liegt das Einkaufszentrum Väla (Väla centrum), eines der Größten in Schweden mit einer Fläche von 47.000 Quadratmetern und über einhundert Geschäften verschiedener Größe. Daneben gibt es in Stadtnähe je ein Coop (Coop Forum).

Eine weitere Einkaufsalternative ist Helsingør auf der dänischen Seite des Öresund, das mit der Fähre in rund zwanzig Minuten vom Stadtzentrum aus zu erreichen ist. Die besondere Attraktivität Helsingørs, die viele Kunden aus Helsingborg und Umgebung anlockt, liegt in den geringeren Spirituosenpreisen in Dänemark.

Wirtschaftsgeschichte


Die Industriegeschichte Helsingborgs begann am Anfang des 18. Jahrhunderts, als die ersten kleinen Fabriken, in denen unter anderem Tabakwaren und Textilien hergestellt wurden, öffneten. Die erste größere Unternehmung war die Fayence och Porzellan|porcellainsfabrique bei Pålsjö im Norden der Stadt, gegründet 1766 von Michael Andreas Cöster und bereits 1774 nach wirtschaftlichen Problemen wieder geschlossen. 1799 gründete Graf Erik Ruuth eine Eisengießerei und eine Keramikfabrik am südlichen Stadtrand. Bekannt unter dem gemeinsamen Namen Ruuthska bruket waren lange Zeit die größten Arbeitgeber in Helsigborg.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebt die Stadt einen starken wirtschaftlichen Wirtschaftswachstum|Aufschwung mit einem explosionsartigen Anstieg der Zahl der Unternehmensneugründungen, worauf ein ähnlich starkes Bevölkerungswachstum folgte. Diese Entwicklung war vor allem der Weitsicht und dem Unternehmergeistes zweier Personen zu verdanken:


Einer von ihnen war der Handelsunternehmer Petter Olsson, der ein großer Vermögen mit dem Export von Getreide gemacht hatte. Als Mitglied des Stadtrats war Olsson eine treibende Kraft, wenn es um die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur der Stadt ging. Mit seinem Privatvermögen beteiligte er sich an der Finanzierung zahlreicher Projekte, wie im Jahre 1880 am Ausbau des Südhafens (Södra hamnen) und zwölf Jahre später auch des Nordhafens (Norra hamnen). Er stand auch hinter dem Bau der Eisenbahnstrecken zwischen Helsingborg und Eslöv, Hässleholm, Landskrona und Värnamo, die stark zum wirtschaftlichen Wachstum der Stadt in dieser Zeit beitrugen. Weitere Aktivitäten Olssons, zwischenzeitlich zum Konsul ernannt, bestanden in der Gründung zahlreicher Industrieunternehmen, darunter die dampfkraftbetriebene Mühle Helsingborgs Ångqvarns AB 1884, die Zuckerfabrik Sockerbruket (in deren Gebäuden heute einige Einheiten des Möbelkonzerns Ikea ihren Sitz haben) 1890, Helsingsborgs Gummifabriks AB gemeinsam mit Johan Dunker, dem Vater von Henry Dunker, und anderen 1891, und die Skånska Jutefabriks AB 1896.


Die andere Person von großer Bedeutung war Nils Persson, mit dem zusammen Olsson die Zuckerfabrik gründete – auch er später zum Konsul ernannt. Er begann seine Unternehmerkarriere als Händler und Importeur von Kunstdünger. Er gründete die Superphosphat|Superfosfat- & Schwefelsäure|Svavelsyrefabriks AB im Jahre 1874. Als Rohstoff importierte er Schwefelkies aus seinen eigenen Gruben im norwegischen Sulitjelma. Da das Gebirge in jener Region auch reich an Eisenerz war, nahm 1886 sein kupferverarbeitender Betrieb Helsingborgs Kopparverk die Produktion auf. Darüber hinaus hatten auch Helsingborgs Ångtegelbruk AB (1873), die bereits genannte Zuckerfabrik und Helsingborgs Cinder- och Kalbfabriks AB ihre Existenz Persson zu verdanken.

Nach beiden Konsuln wurden später Plätze in der Stadt benannt. Konsul Olssons plats liegt im nördlichen Stadtzentrum, Konsul Perssons plats im Stadtteil Söder gegenüber dem Südhafen.

Viele der Industriebetriebe, die im 19. Jahrhundert gegründet wurden, haben bis heute überlebt, wenn auch unter anderem Namen. So wurde Ruuthska bruket 1869 in Helsingborgs Jern- och Lerkärlsfabriks AB umbenannt, und als die Eisengießerei 1885 nach Söder umzog, änderte sich damit ebenfalls ihr Name und sie hieß fortan Helsingborgs Mekaniska Verkstad. 1918 ging sie in die AB Elektromekano über, die später ein Teil des Kemira Oy gekauft wurde und heute den Namen Kemira Kemi AB trägt. Helsingborgs Gummifabriks AB heißt heute Tretorn|Tretorn Sweden AB.

Im 19. Jahrhundert wurden auch mehrere Reedereien in Helsingborg gegründet. Die ersten Reeder waren die Brüder Carl August, Otto und Bror Banck, die 1873 die C A Banck & Co schufen. Auch Konsul Olsson betätigte sich im Reedereigeschäft, und war zusammen mit dem Schiffsmakler Axel Pyk und Konsul N. C. Corfitzon Teilhaber an der Rederei AB Helsingborg (1896). Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden weitere Reedereibetriebe und beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gab es in Helsingborg um die 50 Reedereien. Die größten unter ihnen waren Transmarin, Gorthons und Hillerströms. In den 1970ern und 1980ern gerieten viele Reeder in wirtschaftliche Schwierigkeiten, was dazu führte, dass heute kein einziges Unternehmen der Branche ihren Sitz in der Stadt hat.

Verkehr


Helsingborg ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Öresundregion und verfügt über Anbindung an das schwedische und indirekt auch an das dänische Straßen- und Bahnnetz. Die Stadt ist außerdem auf dem See- und Luftweg zu erreichen.

See

Drei Reedereien betreiben Fährverbindungen nach Helsingør auf der dänischen Seite des Öresunds. Der größte Akteur auf der umgangssprachlich HH-leden genannten Strecke ist die dänisch-deutsche Scandlines mit den Fähren M/S Tycho Brahe, M/S Aurora af Helsingborg und M/S Hamlet. Sie verkehren tagsüber alle 20 Minuten, nachts etwas seltener, ab Knutpunkten, dem zentralen Knotenpunkt zwischen Zug-, Bus- und Fährverbindungen. Die Fähren M/S Mercandia IV und M/S Mercandia VIII der Reederei HH-Ferries verkehren halbstündlich (nachts stündlich) ab Nordhafen (Nordhamnen). Sowohl Scandlines als auch HH-Ferries befördern Personen auch Kraftfahrzeuge, Busse und Lastkraftwagen, wogegen der dritte Mitwettbewerber, Sundsbussarna, auf seinen Personenfähren M/S Sundbuss Pernille und M/S Sundbuss Magdelone keine Fahrzeuge übersetzt. Sundsbussarna-Fähren verkehren ab dem alten Zollhaus am Hafenplatz halbstündlich, jedoch nur tagsüber.

Auch wenn die Verbindung Helsingborg–Helsingør seit der Einweihung der Öresundverbindung im Jahr 2000 deutlich an Bedeutung verloren hat, ist sie immer noch eine der am dichtesten befahrenen Fährrouten der Welt. Die Fahrtzeit auf dieser mit 4,9 Kilometern kürzesten Verbindung zwischen Schweden und Dänemark beträgt rund 20 Minuten.

Straße


Das Gebiet von Helsingborg war lange Zeit ein bedeutender Knotenpunkt im schwedische Wegnetz. Dies beruhte unter anderem auf der Fähranbindung der Stadt an Dänemark. So trafen sich hier die seinerzeit wichtigen Reichsstraßen (riksväg) 1 und 2. Im Laufe der Jahre wurde das Straßennetz der Stadt mehrfach umgebaut und heute ist Helsingborg von verschiedenen 20 von Malmö nach Göteborg, von der nordöstlich der Stadt die Europastraße 4 Richtung Stockholm abzweigt.

Schiene

Helsingborg ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Die Stadt liegt an der Bahnlinie Malmö–Lund–Landskrona–Helsingborg–Ängelholm–Göteborg (Västkustbanan). Daneben beginnen hier die Strecken Helsingborg–Teckomatorp–Lund–Malmö sowie Helsingborg–Åstorp–Hässleholm–Kristianstad (Skånebanan).

Helsingborg ist in das schonische Pågatåg- und das schwedisch-dänische Öresundståg-Netz eingebunden. Daneben verkehren Züge der schwedischen Eisenbahngesellschaft Statens Järnvägar (SJ). Direktverbindungen bestehen nach unter anderem nach Göteborg, Lund, Malmö, Kristianstad, Kopenhagen und Helsingør.

Neben dem Hauptbahnhof Helsingborg C gibt es seit 1998 beziehungsweise 1999 die Haltepunkte Ramlösa im Süden und Maria im Norden der Stadt. Helsingborg C ist Bestandteil des zentralen Verkehrsknotenpunktes Knutpunkten, an dem Übergang zu Öresundfähren nach Helsingør und zum Stadt- und Regionalbusnetz besteht.

Vor dem Bau der Öresundbrücke verkehrten zwischen Helsingborg und Helsingør Eisenbahnfähren, die einen Teil der Bahnlinie Kopenhagen–Stockholm darstellten. Diese Verbindung war vor allem zur Zeit des Kalter Krieg|Kalten Krieges von entscheidender Bedeutung für Schweden, da sie die einzige Strecke war, über die schwedische Personenzüge ohne Transit durch ein Ostblockland das übrige Westeuropa erreichen konnten. Seit der Verlegung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs auf die Öresundverbindung und der damit verbundenen Stilllegung der Eisenbahnfähren hat Helsingborg seine tragende Rolle im Fernverkehr verloren und ist heute vor allem von regionaler Bedeutung.

Für die Zukunft ist die Verlegung der innerhalb der Stadt verlaufenden Bahnstrecke und der Bau eines Eisenbahntunnels unter dem Öresund hindurch nach Helsingør im Gespräch (pdf).

Luft


Vom Flugplatz Ängelholm-Helsingborg gibt es Inlandsflüge nach Stockholm. Zum internationalen Flughafen Kopenhagen|Flughafen Kastrup in Kopenhagen verkehren Direktzüge.

Innerstädtischer öffentlicher Personennahverkehr


Der innerstädtische Öffentlicher Personennahverkehr|öffentliche Personennahverkehr besteht aus 16 Stadtbus|Buslinien, die teilweise im 5-Minuten-Takt verkehren. Zwei Servicelinien, die unter anderem das Krankenhaus ansteuern, und vier Linien, die morgens und abends im Berufsverkehr verkehren, erweitern das Angebot. Drei weitere Linien werden bei Spielen des Fußballvereins Helsingborgs IF im Stadion Olympia eingesetzt. Seit 2005 wird das Busnetz im Auftrag von Skånetrafiken durch das Busunternehmen Arriva betrieben.

Von 1903 bis zur Dagen H|Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr in Schweden im Jahre 1967 verfügte die Stadt auch über ein Straßenbahnnetz.

Bildung

Helsingborg bietet ein komplettes autistische und Verhaltensstörung|verhaltensgestörte Kinder, sowie in andere Schulen integrierte Sonderschulklassen (särskoleklasser).

Im ehemaligen Produktionsgebäude des Gummiprodukteherstellers Tretorn am Südhafen ist seit 2000 der „Campus Helsingborg“ der Universität Lund untergebracht. Hier studieren rund 3000 Studenten in den Richtungen Bauingenieurwesen, Informatik, Lebensmitteltechnik, Dienstleistungsmanagement, Kommunikationswissenschaft, Umweltmanagement, Meeresbiologie und Sozialarbeit.

Öffentliche Einrichtungen

Als Hauptort der Gemeinde haben in Helsingborg Gemeinderat und Gemeindeverwaltung ihren Sitz. Des Weiteren sind in der Stadt die Judikative mit dem Amtsgericht (tingsrätt) und das Finanzamt (Skatteverket) mit einer Außenstelle vertreten.

Medien


In Helsingborg erscheint mit Helsingborgs Dagblad (HD) eine traditionelle Tageszeitung. Die 1867 als Helsingborgs Tidning gegründete Zeitung ist seit 2001 eine von drei Regionalausgaben des Verlages Helsingborgs Dagblad AB. Zusammen sind die unter den traditionellen Namen Helsingborgs Dagblad, Nordvästra Skånes Tidningar und Landskrona Posten laufenden Zeitungen mit einer Gesamtauflage von 87.000 Exemplaren und einer Reichweite von rund 200.000 Lesern die fünftgrößte Tageszeitung SchwedensHelsingborgs Dagblad: .

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt


Christoph III. (1416–1448), Unionskönig von Dänemark, Schweden und Norwegen
Tycho Brahe (1546–1601), kaiserlicher Hofastronom, wurde auf Schloss Knutstorp 20 km außerhalb von Helsingborg geboren
Dietrich Buxtehude (1637–1707), Komponist, entweder in Helsingborg oder Bad Oldesloe (Holstein) geboren, in Helsingborg aufgewachsen, bis zur schwedischen Annexion 1658 Kantor an der Sankt-Marien-Kirche
Svante Elis Strömgren (1870–1947), Astronom
Anders Österling (1884–1981), schwedischer Dichter, von 1941-1964 Ständiger Sekretär der Svenska Akademien|Schwedischen Akademie
Ruben Rausing (1895–1983), Erfinder des Tetra-Paks
Stellan Skarsgård ( 1951), in Helsingborg aufgewachsener Schauspieler (Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Breaking the Waves, Dancer in the Dark)
Sven Nordqvist ( 1947), Zeichner und Autor von Kinderbüchern, unter anderem von Pettersson und Findus
Gunnar Nilsson (1948–1978), Formel-1-Fahrer
Lennart Björneborn ( 1957), Wissenschaftler an der Royal School of Library and Information Science in Kopenhagen
Michaëla Dornonville de la Cour ( 1961), Mitglied der Musikgruppe Army of Lovers
Henrik Larsson ( 1971), Fußballspieler
Marcus Lantz ( 1975), Fußballspieler
Erik Edman ( 1978), Fußballspieler

Mit der Stadt besonders verbundene Personen


Henry Dunker, Unternehmer, Philanthrop und Kulturmäzen
Petter Olsson, Unternehmer
Nils Persson, Unternehmer

Literatur


Charlotta Jönsson: Fragment: en utställning om Helsingborgs historia. Stadshistoriska avd., Dunkers kulturhus, Helsingborg 2003, ISBN 91-974550-0-8.
Henrik Ranby: Helsingborgs historia, del VII:3: Stadsbild, stadsplanering och arkitektur - Helsingborgs bebyggelseutveckling 1863-1971. Kulturförvaltningen, Helsingborg 2005, ISBN 91-631-6844-8.
Gösta Johannesson: Helsingborg - stad i 900 år. AWE/Geber, Stockholm 1980, ISBN 91-20-06249-4.
Helsingborgs kommun (Hrsg.): Helsingborg 900 år. Helsinborgs kommun, Helsingborg 1985, ISBN 91-7690-156-4.
Stadsbyggnadskontoret (Hrsg.): Arkitekturguide för Helsingborg. Stadsbyggnadskontoret, Helsingborg 2005, ISBN 91-975719-0-3.

Weblinks

(schwedisch, englisch)
(schwedisch)
(schwedisch)

Quellen


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