|
CHF 130 - 165 Hôtel des Trois Rois
Das moderne, mit 3 Sternen ausgezeichnete Hôtel des Trois Rois erwartet Sie im Zentrum von Le Locle im Kanton Neuchâtel. Sie wohnen unweit der bedeu… More | ||||||
Die Fläche des 23.1 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt im Neuenburger Jura. Im zentralen Bereich des Gemeindeareals befindet sich die Doubs. Er versickerte vor dem Col des Roches. Da dieser Versickerungstrichter grössere Wassermengen während der Schneeschmelze und langer Regenperioden nicht aufzunehmen vermochte, wurde früher bei solchen Ereignissen oftmals der ganze Talboden überschwemmt. Mit dem Durchschlag eines künstlichen Tunnels unter dem Col des Roches wurde 1805 die Überschwemmungsgefahr weitgehend gebannt.
Nach Norden erstreckt sich der Gemeindeboden über die Höhe von Les Monts in die Combe de Monterban und auf den breiten, teils bewaldeten, teils mit Weiden bestandenen Kamm des Pouillerel (bis ), der das Hochtal von Le Locle vom Doubstal trennt. Im Osten reicht das Gebiet bis auf die topographische Wasserscheide zwischen Le Locle und La Chaux-de-Fonds. Im Süden und Südwesten bilden die Antiklinale des Grand Som Martel und die Höhe bei Prévoux die Abgrenzung. Mit wird nördlich des Gipfels des Grand Som Martel der höchste Punkt von Le Locle erreicht. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 16 % auf Siedlungen, 30 % auf Wald und Gehölze und 53 % auf Landwirtschaft; etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.
Zu Le Locle gehören die Ortsteile und ehemaligen Weiler La Jaluse (), Les Jeannerets und Les Petits Monts (), das Industriequartier Les Billodes im Westen der Stadt, ein Teil der Siedlung Le Prévoux () auf der Höhe südwestlich des Talkessels sowie verschiedene kleine Siedlungen und zahlreiche, weit verstreut auf den Höhen liegende Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Le Locle sind Les Brenets, Les Planchettes, La Chaux-de-Fonds, La Sagne, Les Ponts-de-Martel, La Chaux-du-Milieu und Le Cerneux-Péquignot im Kanton Neuenburg sowie Villers-le-Lac im angrenzenden Frankreich.
Heute bietet die Stadt rund 6200 Arbeitsplätze an. Mit 2 % der Erwerbstätigen, die noch im primären Sektor beschäftigt sind, hat die Landwirtschaft (vorwiegend Milchwirtschaft und Viehzucht) nur noch einen marginalen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Etwa 63 % der Erwerbstätigen sind im industriellen Sektor tätig, während der Dienstleistungssektor 35 % der Arbeitskräfte auf sich vereinigt (Stand 2001).
Noch immer hat die Uhrenindustrie (Luxusuhren) mit Zulieferbetrieben eine gewisse Bedeutung in Le Locle. Daneben ist die Stadt Standort zahlreicher Firmen der Präzisionsmechanik (Herstellung chirurgischer Instrumente), der Mikromechanik und Mikroelektronik. Auch die Informationstechnologie, der Maschinenbau, die Möbelindustrie, der Metallbau und die Kunststoff- und Plastikherstellung spielen eine wichtige Rolle. Bis 1992 war Le Locle auch für seine Schokoladenfabrik bekannt.
Neben den Stufen der obligatorischen Schulausbildung (Primarschulen, Sekundarschule) ist Le Locle Standort zweier bedeutender Berufsschulen. Das Centre interrégional de formation des Montagnes neuchâteloises (CIFOM) beherbergt die Technische Schule, die zusammen mit La Chaux-de-Fonds geführt wird (Hauptstandort in Le Locle). Die Ecole d'Ingénieurs de l'Arc Jurassien (EIAJ), eine kantonale Ingenieurschule, ist auf Ausbildung in den Bereichen Mikrotechnik, Maschinenbau, Elektrik und Informatik spezialisiert. Daneben gibt es ein Konservatorium und eine Sprachschule.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte um assimiliert wurde.
Richtig urbar gemacht und besiedelt wurde die Gegend von Le Locle erst im Lauf des 14. Jahrhunderts. Ab 1360 gehörte Le Locle als Lehen zur Herrschaft Valangin NE|Valangin. Weil den Siedlern relativ grosse Freiheiten gewährt wurden, liessen sich hier vor allem Leute aus dem Val de Ruz und aus dem Val de Travers nieder. Die Reformation wurde 1536 in der Gemeinde eingeführt. Zusammen mit der Herrschaft Valangin kam Le Locle 1592 unter die Oberhoheit der Grafschaft Neuenburg. Seit 1648 war Neuenburg Fürstentum und ab 1707 durch Personalunion mit dem Königreich Preussen verbunden. 1806 wurde das Gebiet an Napoléon Bonaparte|Napoleon I. abgetreten und kam 1815 im Zuge des Wiener Kongresses an die Schweizerische Eidgenossenschaft, wobei die Könige von Preussen bis zum Neuenburgerhandel 1857 auch Fürsten von Neuenburg blieben.
Gegenüber La Chaux-de-Fonds und anderen Siedlungen der Umgebung profitierte Le Locle von der Wasserkraft des Flüsschens Bied und hatte deshalb selten unter Wasserknappheit zu leiden. Entlang dem Bachlauf entstanden schon früh die ersten Mühlen, Sägen und Schmieden. Im 17. Jahrhundert kam die in Heimarbeit verrichtete Spitzenklöppelei auf und führte zu einem ersten wirtschaftlichen Aufschwung der Gegend.
Im Jahre 1705 übersiedelte Daniel Jean-Richard von La Sagne nach Le Locle, begann mit der Produktion von Uhren und begründete damit diese traditionsreiche Schweizer Industrie. Zunächst wurde auch die Uhrmacherei überwiegend in Heimarbeit verrichtet. Die Heimarbeiter (vorwiegend aus dem Bauernstand) lieferten die verschiedenen Bestandteile in ein Atelier, in dem sie zusammengesetzt wurden. Mit den neuen technischen Möglichkeiten entwickelte sich Le Locle Ende des 18. Jahrhunderts rasch zu einer Industriegemeinde. Es entstanden zahlreiche Fabriken. Anders als La Chaux-de-Fonds hatte Le Locle jedoch nur beschränkte Ausdehnungsmöglichkeiten, da es in einem engen Talkessel mit steilen Hängen und zudem noch vermoortem Talgrund lag. Nach 1800 blieb es deshalb in seiner wirtschaftlichen und Bevölkerungsentwicklung hinter La Chaux-de-Fonds zurück.
Le Locle wurde 1683, 1765 und 1833 von Grossbränden heimgesucht. Nach dem Vorbild von La Chaux-de-Fonds wurde Le Locle nach dem Brand von 1833 im Schachbrettgrundriss wieder aufgebaut. Das 19. Jahrhundert und das 20. Jahrhundert bis 1970 waren geprägt durch die blühende Uhrenindustrie. Neben einer 1856 gegründeten, bedeutenden Schokoladenfabrik und etwas Maschinenindustrie war die Industrie von Le Locle sehr einseitig auf die Uhrenbranche und Zubehör ausgerichtet. Deshalb hatte die Stadt unter der Wirtschaftskrise der 1970er Jahre schwer zu leiden. Zahlreiche Betriebe der Uhrenherstellung mussten schliessen, was eine hohe Arbeitslosigkeit und schliesslich ein starke Abwanderung zur Folge hatte. Erst danach fand die Diversifizierung zu den heutigen Industriezweigen statt.
Das Stadtbild von Le Locle ist durch den von Charles-Henri Junod entworfenen Schachbrettgrundriss mit zahlreichen modernen Industrie-, Gewerbe- und Geschäftsbauten, Wohnblöcken und den typischen kubischen Mietshäusern aus dem 19. Jahrhundert geprägt. Die Reformierte Kirche ist der Nachfolgebau der 1321 erwähnten Kapelle Sainte-Marie-Madeleine. Diese Kirche wurde von 1521 bis 1525 vergrössert und mit dem noch heute existierenden Frontturm versehen. Das heutige Kirchenschiff wurde Mitte des 18. Jahrhunderts neu erbaut. Erwähnenswert sind auch das ehemalige Rathaus (Hôtel de Ville), das 1839-1841|41 erstellt wurde und heute als Gerichtsgebäude dient, das Haus Du Bois (aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts), eine von Le Corbusier 1912 erbaute Villa an der Côte des Billodes und das heutige Hôtel de Ville von 1914 bis 1918 im Stil der Neurenaissance. Ältestes erhaltenes Gebäude der Region ist das ehemalige Bauernhaus Bourdonnière, das 1587 errichtet wurde.
This "Travel Guide" section is drawn from the Wikipedia article "Le Locle". We hope you will edit and improve it. It is available under the terms of the GNU Free Documentation License.