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Aavorstadt 26, 5600 LenzburgEUR 103 - 175

Gästebewertung: N/A
Das Hotel Lenzburg liegt zentral am Fuße des Schlosshügels des Städtchens Lenzburg und serviert ein reichhaltiges Frühstück sowie köstliche Geri… More
CHF 195 - 235

Hotel Krone

Kronenplatz 20, 5600 LenzburgEUR 162 - 196

Gästebewertung: N/A
Am Rande der Altstadt, unterhalb der Lenzburg, erwartet Sie das Hotel Krone. Es bietet traditionelle, aber gleichzeitig kreative Küche, einen Innenpo… More
CHF 119 - 240

Hotel Aarehof

Bahnhofstrasse 5, 5103 LenzburgEUR 99 - 200

Gästebewertung: N/A
Das farbenfrohe Hotel Aarehof erwartet Sie mit ruhigen Zimmern und raffinierter saisonaler Küche gegenüber dem Bahnhof Wildegg. Ihr Fahrzeug stellen… More
 

Lenzburg: Guide



Lenzburg (Aargau. Der Hauptort des Lenzburg (Bezirk)|gleichnamigen Bezirks liegt im Seetal am Aabach (Seetal)|Aabach, rund drei Kilometer südlich der Aare.

Geographie


Das Gelände wird durch zwei Molassehügel geprägt, die sich rund hundert Meter über der ansonsten flachen Ebene erheben. Während der Schlossberg () fast kreisrund ist und lediglich einen Durchmesser von etwa 250 Metern aufweist, ist der gleich nebenan liegende Goffersberg (507 m) ellipsenförmig und besitzt ein knapp fünfhundert Meter langes und fünfzig Meter breites Hochplateau. Zwischen dem Schlossberg mit dem imposanten Schloss Lenzburg und dem Aabach (Seetal)|Aabach liegt die mittelalterliche Altstadt. Der nordöstliche Teil des Gemeindegebiets besteht aus einer flachen Moräne|Endmoräne, die während der Würmeiszeit beim Rückzug des Reussgletschers entstanden ist; dort liegen zwei markante Findlinge, der Kleine und der Grosse Römerstein. Im Südosten erheben sich der "Berg" (560 m) und der Lütisbuech (538 m), zwei Ausläufer des Rietenbergs. Diese Hügelkette bildet die Grenze zwischen dem Seetal und dem Bünztal.

Lenzburg ist mit seinen Nachbargemeinden Niederlenz und Staufen AG|Staufen zu einer zusammenhängenden Agglomeration zusammengewachsen; die Grenzen zwischen den einst getrennten Orten sind kaum mehr erkennbar.

Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 1133 Hektaren, davon sind 566 Hektaren bewaldet und 305 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt befindet sich auf 560 Metern auf dem Gipfel des "Bergs" an der südlichen Gemeindegrenze, die tiefste Stelle liegt auf 390 Metern am Aabach.

Nachbargemeinden sind Rupperswil im Nordwesten, Niederlenz und Möriken-Wildegg im Norden, Othmarsingen im Nordosten, Hendschiken im Osten, Ammerswil im Südosten, Egliswil Süden, Seon im Südwesten sowie Staufen im Westen.

Geschichte


Die ältesten Funde stammen aus der Jungsteinzeit, darunter ein über 5000 Jahre altes Gräberfeld. In der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts entstand auf dem Lindfeld nordöstlich des Stadtzentrums eine Römisches Reich|römische Siedlung (vicus), die zu ihrer Blütezeit etwa 500 Einwohner zählte. Anziehungspunkt für die nähere Region war ein Theater mit über 4000 Sitzplätzen. Der Niedergang setzte zu Beginn des 3. Jahrhunderts ein und spätestens bei den Einfällen der Alemannen (259 bis 270 n. Chr.) wurde die Siedlung aufgegeben. Nachdem das Gebiet mehr als 200 Jahren unbewohnt war, entwickelte sich im 5. und 6. Jahrhundert eine alemannische Siedlung. Die erste urkundliche Erwähnung von "Lencis" erfolgte 893 in einem Zinsrodel des Fraumünsters in Zürich.


Das Schloss Lenzburg wurde 1036 erstmals als Stammsitz der Grafen von Lenzburg erwähnt, die zu jener Zeit bedeutende Lehnsherren im schweizerischen Mittelland (Schweiz)|Mittelland waren. Ulrich IV. starb 1173 ohne Nachkommen; das Schloss vererbte er Kaiser Friedrich I. (HRR)|Barbarossa. Dieser vergab es als Lehen an die Grafschaft Kyburg|Kyburger, die das Schloss später käuflich erwarben. Um 1230 entstand zwischen dem (wenig später aufgegebenen) Dorf Oberlenz am Aabach (Seetal)|Aabach und dem Schlossberg eine befestigte Marktsiedlung. Nachdem die Kyburger ebenfalls ausgestorben waren, übernahmen die Habsburger im Jahr 1264 das Schloss und die Siedlung. Am 20. August 1306 erhielt Lenzburg von Herzog Friedrich der Schöne|Friedrich I. von Österreich das Stadtrecht. Beim Einfall der Gugler Ende des Jahres 1375 wurde die Stadt geschleift und danach wieder aufgebaut.

Im April 1415 eroberten die Berner den westlichen Teil des Aargaus. Lenzburg wurde zwar eine Untertanenstadt im so genannten Berner Aargau, durfte aber seine bisherigen Freiheiten weitgehend behalten. Die Stadtbehörden bestanden aus zwei sich abwechselnden Schultheissen, dem Kleinen und dem Grossen Rat. Bern kaufte 1433 das Schloss; von 1444 bis 1798 residierte hier der Landvogt des Oberamts Lenzburg. Bei einem Stadtbrand blieben 1491 nur gerade 15 Häuser unversehrt; die Stadt wurde mit Hilfe der Berner wieder aufgebaut. 1528 wurde in Lenzburg die Reformation eingeführt. Bis 1565 war die Stadt ein Teil der Pfarrei Staufen AG|Staufen. Im 16. Jahrhundert wandelte sich Lenzburg allmählich von einer Bauern- zu einer Handwerkssiedlung. 1744 wurden die Zollrechte der Stadt an Bern abgetreten; als Gegenleistung durften die Stadtbewohner nun auch ausserhalb der Befestigungsanlagen Häuser errichten. Dies begünstigte das Wachstum der Baumwolle|Baumwollindustrie. 1732 entstand die erste Fabrik.


Im März 1798 eroberten die Frankreich|Franzosen die Schweiz, riefen die Helvetische Republik aus und entmachteten die "Gnädigen Herren" von Bern. Lenzburg gehört seither zum Kanton Aargau und wurde 1803 Bezirkshauptort. Ein Jahr später erwarb der Kanton das Schloss, war aber unschlüssig, wie es genutzt werden sollte. Wie manche andere Kantone wollte man dieses Symbol der alten Herrschaft nicht zu Regierungszwecken nutzen und vermietete es daher unter anderem als Erziehungsanstalt.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Lenzburg zu einem überregionalen Baumwollverlags- und Speditionszentrum. Viele Heimarbeiter im ganzen Kantonsgebiet arbeiteten für die Lenzburger "Baumwollherren". Am 23. Juni 1874 erhielt Lenzburg mit der Aargauische Südbahn|Aargauischen Südbahn Anschluss ans Eisenbahnnetz. Am 6. September 1877 folgte die Strecke Winterthur (Stadt)|Winterthur - Zofingen der Schweizerische Nationalbahn|Nationalbahn. Der Konkurs dieser Gesellschaft im darauf folgenden Jahr brachte Lenzburg an den Rand des wirtschaftlichen Ruins, da die Stadt sich finanziell stark engagiert hatte. Der Abbau der Schulden belastete über ein halbes Jahrhundert lang die städtischen Finanzen.

Nichtsdestotrotz erholte sich Lenzburg rasch von diesem Rückschlag und entwickelte sich zu einem industriellen Zentrum. Am 15. Oktober 1883 eröffnete die englische Gesellschaft "Lake Valley Railway" eine Bahnlinie durch das Seetal bis nach Luzern (die heutige Seetalbahn); die Teilstrecke von Lenzburg nach Möriken-Wildegg|Wildegg folgte am 1. Oktober 1895. Zwischen 1900 und 1970 verdreifachte sich die Bevölkerungszahl; seither ist sie jedoch stabil, weil sich das Wachstum zunehmend auf die Nachbargemeinden verlagert hat. Die Bahnstrecke nach Wildegg wird seit dem 2. Juni 1984 nicht mehr befahren und dem Zerfall überlassen.

Nachdem das Schloss vom Kanton jahrzehntelang vermietet worden war, wurde es 1860 verkauft. Es hatte mehrere Besitzer, darunter den Vater des Dichters Frank Wedekind und den Polarforscher Lincoln Ellsworth. Im Jahr 1956 ging das Schloss endgültig in den Besitz des Kantons über, der hier unter anderem das Historische Museum einrichtete.

Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Lenzburg, das im 11. Jahrhundert entstanden und seither mehrmals erweitert worden ist. Die Lenzburg zählt zu den ältesten und bedeutendsten Höhenburgen der Schweiz und befindet sich auf einem Molassehügel, der die Ebene um etwa hundert Meter überragt. Auf dem Goffersberg, direkt gegenüber dem Schloss, befindet sich das Gofischlössli, ein dreigeschossiges Jagdschloss mit angebautem Treppenturm, errichtet im Jahr 1644.

Altstadt


Die hufeisenförmige Altstadt am Fusse des Hügels ist sehr gut erhalten. Sie besteht aus einer Hauptgasse, zwei parallel verlaufenden Nebengasse und einer quer verlaufenden Gasse. Die Stadtmauer ist nur zum Teil erhalten geblieben; die Reste wurden aber unter Denkmalschutz gestellt. Das heutige Aussehen erhielt die Altstadt im 17. und frühen 18. Jahrhundert, als die Holzhäuser allmählich durch Steinbauten im Barockstil ersetzt wurden.

Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Stadtkirche wurde 1667 zu einer Saalkirche ausgebaut und besitzt eine Rokoko-Stuckdecke aus dem Jahre 1760. Das Rathaus entstand in zwei Etappen anstelle des mittelalterlichen Vorgängers (1677 bzw. 1692) und erhielt in der Gebäudemitte einen Uhrenturm. Die Stadtbibliothek (das ehemalige Armen- und Altenspital) entstand 1638 durch die Vereinigung mehrerer Häuser und wurde 1792 in einem Übergangsstil zwischen Barock und Klassizismus umgebaut. Das ehemalige Amtshaus ist ein 1845 erbauter spätklassizistischer Bau mit zwei Dorischer Baustil|dorischen Säulen. Der älteste erhaltene Brunnen ist der Chlausbrunnen aus dem Jahr 1572, der auf dem Metzgplatz steht.

Ausserhalb der Altstadt

Am Rand der Altstadt entstanden im 18. und frühen 19. Jahrhundert einige historisch bedeutende Gebäude im Rokoko-, spätklassizistischen und Biedermeier-Stil. Besonders erwähnenswert ist das Hünerwadelhaus aus dem Jahr 1759, das grösste erhaltene Handelshaus des Aargaus aus dem frühen Industriezeitalter. Eher monumental wirkt das Müller-Haus von 1784, ein herrschaftliches Fabrikantenanwesen; es beherbergt heute eine kulturelle Institution.

An der Südwestflanke des Schlossbergs stehen die so genannten Burghaldenhäuser. Die Alte Burghalde ist ein 1628 im Gotik|spätgotischen Stil erbautes, dreigeschossiges Wohnhaus mit einem Fachwerkhaus|Fachwerkanbau sowie der ehemaligen Trotte. Heute beherbergt es das Museum Burghalde. Daneben steht die Neue Burghalde (1794), ein streng symmetrischer frühklassizistischer Bau mit grosszügiger Freitreppe und reich geschmiedetem Flügeltor.

Als 1964 der Autobahnzubringer gebaut wurde, entdeckte man ein gut erhaltenes römisches Theater aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Zwar wusste man schon längere Zeit von der Existenz einer Siedlung, doch dieser Fund erwies sich als kleinere Sensation. Das Theater hatte über 4000 Sitzplätze und war der kulturelle Mittelpunkt der weiteren Umgebung.

Auf dem höchsten Punkt des Stadtgebiets steht der 48 Meter hohe Esterliturm. Der hölzerne Vorgängerbau aus dem Jahr 1905 wurde 1974 durch eine Betonkonstruktion ersetzt. Eine Treppe mit 253 Stufen führt hinauf zur Aussichtsplattform; die Aussicht reicht bis zum Schwarzwald und den Zentralschweizer Alpen.

Wappen


Die Blasonierung des Stadtwappens lautet: "In Weiss blaue Kugel." Dieses sehr einfach gehaltene Wappen erschien erstmals 1333 auf dem städtischen Siegel und ist seither unverändert geblieben.

Bevölkerung


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Am 31. Dezember 2005 lebten 7554 Menschen in Lenzburg, der Ausländeranteil betrug 28,2 %. Bei der Volkszählung 2000 waren 42,1 % reformiert, 34,5 % römisch-katholisch, 8,5 % moslemisch und 1,5 % christlich-orthodox; 1,1 % gehörten anderen Glaubensrichtungen an. 78,0 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 8,7 % Italienisch, je 2,1 % Albanisch und Türkisch, 1,8 % Serbokroatisch, 1,7 % Portugiesisch, 1,0 % Spanisch, 0,8 % Französisch, 0.6 % Englisch.

Behörden


Die heute gültige Gemeindeordnung datiert von 1983.

Legislative


Anstelle einer Gemeindeversammlung vertritt der von den Lenzburger Stimmberechtigten gewählte Einwohnerrat die Anliegen der Bevölkerung. Er besteht aus 40 Mitgliedern und übt die Legislativgewalt aus. Ihm obliegt das Genehmigen des Steuerfusses, des Voranschlages, der Jahresrechnung, des Geschäftsberichts und der Kredite sowie der Erlass von Reglementen. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre, die Wahl erfolgt im Proporz|Proporzwahlverfahren.

Bei den beiden letzten Wahlen erreichten die Parteien folgende Sitzzahlen:

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Auch auf Gemeindeebene finden sich verschiedene Elemente der direkten Demokratie. So stehen der Bevölkerung fakultative und obligatorische Referenden sowie das Initiativrecht zu.

Exekutive


Ausführende Behörde ist der Stadtrat. Die Amtsdauer beträgt vier Jahre und die Wahl erfolgt im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) durch das Volk. Der Stadtrat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse des Einwohnerrates und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.

Die fünf Stadträte der Amtsperiode 2006-2009 sind:
Hans Huber (Freisinnig-Demokratische Partei|FDP), Stadtammann
Jakob Salm (Schweizerische Volkspartei|SVP), Vize-Stadtammann
Kathrin Nadler-Debrunner (Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP)
Heidi Berner (Evangelische Volkspartei|EVP)
Martin Stücheli (Schweizerische Volkspartei|SVP)

Judikative


Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Lenzburg zuständig. Auf kommunaler Ebene gibt es einen Friedensrichter, der auch für die Gemeinden Hendschiken und Niederlenz verantwortlich ist.

Wirtschaft


Lenzburg ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort. Es gibt über 800 Unternehmen, wovon die meisten im Dienstleistungssektor tätig sind. Hauptsächlich handelt es sich hier um Kleine und mittlere Unternehmen|KMU-Betriebe. Doch auch international tätige Grossunternehmen haben sich in Lenzburg niedergelassen. Dazu gehören der Technologiekonzern Asea Brown Boveri|ABB (ehemals Carl Maier & Cie|CMC), der Fleischverarbeiter Traitafina, das Sauerstoffwerk und der Konfitüren-Hersteller Hero (Unternehmen)|Hero. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist die Strafanstalt Lenzburg, das grösste Gefängnis des Kantons Aargau. Insgesamt gibt es in Lenzburg etwa 6300 Arbeitsplätze (1 % in der Landwirtschaft, 36 % in der Industrie und 63 % im Dienstleistungssektor).

Verkehr

Lenzburg ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die Stadt liegt neben der Autobahn A1 (Schweiz)|A1, der wichtigsten Ost-West-Strassenverbindung der Schweiz. Ausserdem kreuzen sich hier zwei bedeutende Hauptstrassen, die von Zürich nach Bern bzw. von Waldshut-Tiengen|Waldshut nach Luzern führen. 2006 wurde die "Kerntangente" fertiggestellt, eine teilweise unterirdische Strasse, die den Durchgangsverkehr von der Altstadt fern hält.

Die Stadt besitzt einen Schnellzugshalt an der Haupteisenbahnlinie Bern - Zürich. Weitere Bahnlinien führen nach Brugg, Luzern (Seetalbahn), Zofingen und Zug (Stadt)|Zug. Die Verbindung nach Wettingen wurde am 12. Dezember 2004 eingestellt; als Kompensation fährt die Linie S3 der S-Bahn Zürich durch den Heitersbergtunnel über Lenzburg bis nach Aarau.

Buslinien der Gesellschaft Regionalbus Lenzburg führen nach Bettwil, Brunegg, Dintikon, Möriken-Wildegg, Schafisheim und Teufenthal. Innerhalb Lenzburgs verkehrt eine Stadtbuslinie.

Bildung


Lenzburg bietet ein umfangreiches Bildungsangebot, inkl. Kindergarten, Primarschule, Realschule, Sekundarschule und Bezirksschule. Hier befinden sich ausserdem zwei Berufsschulen für den kaufmännischen und den technischen Bereich, eine heilpädagogische Sonderschule sowie zwei Privatschulen. Die kaufmännische Berufsschule bietet ein umfangreiches Programm in der Erwachsenenbildung an. Die nächstgelegene Kantonsschule (Gymnasium) befindet sich in Aarau.

Kultur


Obwohl Lenzburg eher klein ist, besitz die Stadt ein reiches kulturelles Angebot. Eine überregionale Bedeutung hat das Historische Museum des Kantons Aargau im Schloss Lenzburg; es umfasst mehrere Wechselausstellungen mit kultur- und kunstgeschichtlichem Inhalt sowie eine Dauerausstellung über die Wohnkultur vergangener Jahrhunderte. Ebenfalls im Schloss domiziliert ist die Institution Stapferhaus Lenzburg, die interdisziplinäre Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und Begegnungsprojekte organisiert.

Das Museum Burghalde im Gebäude "Alte Burghalde" zeigt die städtische Geschichte mit Ausgrabungsgegenständen aus der Jungsteinzeit, der Römisches Reich|Römerzeit und dem frühen Mittelalter sowie weiteren Zeugnissen der Stadtgeschichte; eine Besonderheit ist die Sammlung von 65 russischen Ikone (Religion)|Ikonen.

Weitere kulturelle Institutionen sind das "Netzwerk Müllerhaus", das Art Atelier Aquatinta (Galerie), die Galerie Randolph und das Bildhaueratelier.

Einmal pro Monat findet im Restaurant Hirschen jeweils das "caffé literaire" statt, ein jeweils gut besuchter Anlass mit renommierten Lesenden wie z.B. Jugendhaus mit Konzerten und Festen. Ein interessantes Angebot an Veranstaltungen bietet ebenfalls die Kultur-Bar an.

Brauchtum


In Lenzburg finden jedes Jahr bedeutende traditionelle Anlässe mit überregionaler Ausstrahlung statt. Seit mehr als 400 Jahren ist das Jugendfest das grösste Ereignis in Lenzburg; es findet jedes Jahr am zweiten Freitag im Juli statt und umfasst einen Umzug sowie alle zwei Jahre ein nachgestelltes Freischaren-Manöver. Beim "Joggeliumzug" Ende Oktober ziehen in weissen Umhängen gehüllte Schützen mit Laternen durch die Altstadt; dieser Brauch entstand um 1450 und geht auf eine vorreformatorische Bruderschaft zurück. Im November und Dezember findet das Chlauschlöpfen statt, das den Zweck hat, den Samichlaus zu wecken. Ein Brauch neueren Datums ist das Gauklerfestival im August; in den Gassen der Altstadt vollführen Kleinkunst|Kleinkünstler aus der ganzen Welt alle möglichen Kunststücke; dieser Anlass zieht jeweils Tausende von Besuchern an.

Persönlichkeiten


Lys Assia ( 1924) - Sängerin und Schauspielerin
Pepe Lienhard ( 1939) - Bandleader, Saxofonist, Schlagersänger
Frank Wedekind (1864-1918) - Schriftsteller und Schauspieler
Sophie Hämmerli-Marti (1868-1942) - Autorin und Dichterin
Rob Spence - Australischer Comedian
Katy Winter (1983-) - Popsängerin

Literatur


Fritz Stuber, Jürg Lang et al., Stadtbilduntersuchung Altstadt Lenzburg, Urbanistics, Zürich, 1976, 168 S., 234 Abb.

Siehe auch


Chlauschlöpfen
Seetaler Winterbräuche

Weblinks




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