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CHF 136 - 172

Hotel Suisse

Via da Mez 151, 7742 PoschiavoEUR 113 - 143

Gästebewertung: N/A
Im Tal von Poschiavo erwartet Sie das Hotel Suisse. Freuen Sie sich auf traditionelle Zimmer mit Minibar, Sat-TV und Haartrockner. In den öffentliche… More
CHF 82 - 150

Hotel Zarera

Berninastrasse, 7742 PoschiavoEUR 68 - 125

Gästebewertung: N/A
Am Eingang des Naturschutzgebietes Via di Campo wohnen Sie im Hotel Zarera nur etwa 15 Fahrminuten vom Skigebiet Diavolezza-Lagalb entfernt. Ihnen ste… More
CHF 90 - 160

Hotel Centrale

Poschiavo, 7742 PoschiavoEUR 75 - 133

Gästebewertung: N/A
Nur 200 Meter vom Plazza da Cumün in Poschiavo entfernt erwartet Sie das Hotel Central in einem renovierten historischen Gebäude. Italienische Geric… More
CHF 110 - 110

Camping Boomerang

Viale , 7745 PoschiavoEUR 92 - 92

Gästebewertung: N/A
Im malerischen Tal Puschlav erwartet Sie das Camping Boomerang in Li Curt. Hier erwarten Sie 2-Zimmer-Bungalows mit Holzterrasse, Küche und Bad. Kost… More
Via da Mez 178, 7742 PoschiavoEUR 79 - 175

Gästebewertung: N/A
In Poschiavo erwartet Sie das Hotel Croce Bianca. Freuen Sie sich auf moderne Zimmer mit Flachbild-TV und kostenfreiem Internetzugang. Ebenso entspann… More
Plaza da Cumun 39, 7742 PoschiavoEUR 71 - 162

Gästebewertung: N/A
Am historischen Platz von Poschiavo gelegen, bietet Ihnen das Garni Semadeni ein Café mit Terrasse sowie kostenloses WLAN. Sie wohnen 5 Gehminuten vo… More
CHF 95 - 150

Albergo Altavilla

Plazola da Somvila, 7742 PoschiavoEUR 79 - 125

Gästebewertung: N/A
Das familienfreundliche Albergo Altavilla befindet sich in sonniger, ruhiger Lage in Poschiavo und bietet Ihnen Zimmer mit eigenem Bad. Ein Gartenrest… More
 

Poschiavo: Guide



Poschiavo ist eine Italienische Sprache|italienischsprachige Gemeinde im südlichen Graubünden (Schweiz). Zusammen mit der Nachbargemeinde Brusio bildet Poschiavo die Talschaft Val Poschiavo (deutsch: Puschlav) und den Bernina (Bezirk)|Bezirk Bernina.

Wappen

Blasonierung: In Rot zwei gekreuzte, durch silberne Kette verbundene, gestürzte silberne Schlüssel.

Redendes Wappen auf Grund einer Missdeutung des Namens Poschiavo, der vom Latein|lateinischen post lacum «hinter dem See» und nicht von clavis «Schlüssel» herrührt (s. u., Ortsname).

Geographie


Poschiavo liegt rund 15 km unterhalb des Berninapasses, der das Engadin mit dem Veltlin verbindet. Das Gemeindegebiet umfasst das obere Puschlav samt Seitentälern und erstreckt sich von der Wasserscheide im Norden des Tales, welche u.a. durch das Berninamassiv und die Forcola di Livigno gebildet wird, bis zum südlichen Ende des Lago di Poschiavo (deutsch: Puschlaversee), 962 m. Höchster Punkt des im Westen und Osten von Gebirgskämmen begrenzten Territoriums ist der mittlere Gipfel des Piz Palü, 3901 m.

Die Dauersiedlungen liegen zumeist an oder in der Nähe der Talstrasse und werden in drei Gruppen (squadri) eingeteilt:
Squadra del Borgo, bestehend aus dem Hauptort (borgo, Poschiavo im engeren Sinne) und dem Dorf Cologna;
Squadra di Aino, oberhalb gelegen, bestehend aus dem Dorf San Carlo und den Weilern Somaino, Angeli Custodi, Percosta und Permunt;
Squadra di Basso, unterhalb gelegen, bestehend aus
Sant'Antonio mit Campiglione, Li Curt und La Rasiga,
Prada mit Annunziata,
Le Prese mit Cantone, Pagnoncini und einem Teil von Miralago.

Ausserdem umfasst das Gemeindegebiet eine Vielzahl von Maiensässen und Alm (Bergweide)|Alpsiedlungen.

Die flächenmässig viertgrösste Gemeinde des Kantons ist eine der waldreichsten der Schweiz. Im Jahr 1997 wurden 19.8 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 32.1 % ein, die Siedlungen 1.8 %. Als unproduktiv galten 46.2 %.

Nachbargemeinden sind Pontresina und Brusio sowie die zur italienischen Provinz Sondrio gehörenden Gemeinden Livigno, Valdidentro, Grosio, Grosotto, Chiuro und Lanzada.


Geschichte


Die Bedeutung der im Tal gemachten Funde aus Römisches Reich|römischer Zeit konnte noch nicht abschliessend geklärt werden. Sicher ist die frühmittelalterliche Landnahme vom Veltlin her. Der Ort Post clave und die Kirche San Vittore, spätere Stiftskirche, werden urkundlich im Jahr 824 erwähnt. Verstärkt wurde das Puschlav im 11. Jahrhundert besiedelt. Aus jener Zeit stammen die Kirchen San Pietro bei Poschiavo und San Romerio oberhalb des Puschlaversees.

Im 12. Jahrhundert erschien Poschiavo als Lehen|Lehnsgut des Churer Bischofs. Nach wechselnden Obrigkeiten gelangte das Dorf 1350 unter Mailand|mailändische Herrschaft, von der es sich 1406 gewaltsam befreien konnte. Die nun stets als Einheit auftretende Cumün (Talgemeinde, inklusive Brusio) suchte Schutz beim Bischof und trat am 29. September 1408 dem Gotteshausbund bei. Mit dem Auskauf der bischöflichen Rechte wurde 1494 die volle Unabhängigkeit als Hochgericht innerhalb des Gotteshausbundes erreicht.

Nach der 1547 eingeführten Reformation benutzten zunächst beide Konfessionen die Stiftskirche, bis sich die Protestanten, als Folge der Gegenreformation nunmehr eine Minderheit, eine eigene Kirche bauten. Obwohl das Tal politisch Chur unterstand, gehörten die Puschlaver Katholiken bis 1870 zum Bistum Como.

Im Jahre 1549 gründete Dolfin Landolfi die erste Druckerei Graubündens.

Nach der turbulenten Phase der Bündner Wirren im Dreißigjähriger Krieg|Dreissigjährigen Krieg nahm Poschiavo eine eher ruhige Entwicklung, die sich vor allem auf den Passverkehr und die Landwirtschaft stützte. Vom 17. bis 19. Jahrhundert wanderten viele Puschlaver aus, bevorzugt nach Spanien, Portugal und Frankreich, einige auch nach Amerika oder Australien, um dort Kaffeehäuser und Confiserien zu betreiben.

Die heutige Einteilung mit selbständigen Gemeinden Poschiavo und Brusio besteht seit 1851. Mit dem Bau von Berninabahn und Kraftwerken 1904-12 wurde das Tal aus seiner Abgeschiedenheit befreit. Die Bevölkerungszahl stabilisierte sich, und der Tourismus konnte sich als wichtiger Wirtschaftszweig entwickeln.

Im Sommer 1987 wurden grosse Teile des Ortes durch ein schweres Unwetter verwüstet. Die Schäden wurden in jahrelanger Arbeit wieder behoben.

Ortsname

Die Etymologie des Namens lässt sich - vom Veltlin aus betrachtet - auf post clavem zurückführen, wörtlich hinter dem Engnis, der Talsperre, die durch einen prähistorischen Bergsturz bei Meschin gebildet wurde. Später übertrug sich der Name auf die gesamte Talschaft.

Bevölkerung


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Bevölkerungsentwicklung


Zwischen 1850 und 1860 kam es zu einer ersten grossen Auswandererwelle. Danach wuchs die Bevölkerung bis 1950 ununterbrochen an (1850-1950: + 39,68 %). Besonders gross war der Zuwachs zwischen 1900 und 1910 - als die Berninabahn vollendet war. Zwischen 1950 und 1990 kam es zu einer zweiten grossen Abwanderung. Diese führte in die Industriezentren und Touristenorte (1950-1990: - 21,22 %). Seither wächst die Bevölkerungszahl wieder (1990-2005: + 9,72 %).

Sprachen


Umgangssprache ist der alpinlombardische Dialekt Puschiavin. Er wurde im Jahr 1900 von 2992 (= 96,45 %) der Einwohnerschaft gesprochen. Heute hat sich der Anteil der Italienischsprachigen bei rund 90 % eingependelt, wie folgende Tabelle zeigt:

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Einzige Amtssprache der Gemeinde ist das Italienische.

Herkunft und Nationalität


Von den Ende 2005 3487 Bewohnern waren 3246 (= 93,09 %) Schweizer Staatsangehörige.

Wirtschaft und Verkehr

Als Standort von Sekundarschule, Gewerbeschule und Spital bildet Poschiavo den Mittelpunkt des Tales. Die wirtschaftliche Struktur ist durch eine Vielzahl kleinerer Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe gekennzeichnet, die praktisch alle Bereiche des täglichen Lebens abdecken. An grösseren Arbeitgebern sind die Rhätische Bahn und die Rätia Energie zu nennen.

In der Landwirtschaft waren 276 Personen tätig, im produzierenden Gewerbe 471 und im Dienstleistungsbereich 1049 (Stand 2000-01).

Die Berninastrasse durchzieht das Gemeindegebiet auf seiner ganzen Länge. Etwa 2 km unterhalb des Passes zweigt die nur im Sommer befahrbare Strasse über die Forcola di Livigno|Forcola ins zollfreie Gebiet Livigno ab.

Für die 1908 eröffnete Berninabahn bedeutet Poschiavo den wichtigsten Bahnhof südlich des Passes. Im Depot mit angegliederter Werkstätte werden die Gleichstrom-Triebfahrzeuge der Rhätischen Bahn gewartet. Der Stützpunkt des Bahndienstes mit Fahrleitungsdienst betreut die gesamte etwa 60 km lange Bahnlinie. Im Jahre 1962 wurde das Stationsgebäude neu erbaut, von 1969 bis 1972 das Depot erweitert. Der Bahnhof weist auch einen regen Güterverkehr auf. Unter anderem wird der örtliche Supermarkt einer grossen Detailhandelskette über die Schiene mit Waren versorgt. Auf Gemeindegebiet liegen auch die bekannten Stationen Ospizio Bernina und Alp Grüm, dazu insgesamt 6 weitere Stationen und Haltestellen.

Sehenswürdigkeiten

Der Borgo von Poschiavo weist ein geschlossenes, städtisch anmutendes Ortsbild mit steinplattengedeckten Häusern des 16. bis 19. Jahrhunderts auf. Nachdem ein Hochwasser am 18. Juli 1987 schwere Schäden im Dorfzentrum verursachte, wurden die Gebäude sorgfältig restauriert. Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz|Ortsbild von nationaler Bedeutung.

Um die zentrale Plazza da Cumün gruppieren sich
die romanischem Turm,
das Oratorio Sant'Anna mit Beinhaus,
die Barock|barocke Kapelle Santa Maria Presentata,
das Rathaus mit einem ehemaligen Wehrturm.
Nicht weit entfernt liegt die reformierte Kirche von 1649. Der jenseits des Flusses Poschiavino gelegene Palazzo Mengotti wurde als Talmuseum eingerichtet. Am südlichen Dorfrand befindet sich das Spaniolenviertel. Noch weiter südlich, ehemals auf freiem Feld etwa 500 m ausserhalb des Dorfes, wurde 1692 bis 1711 die Kirche Santa Maria Assunta errichtet, ein barockes Juwel mit einheitlicher Ausstattung und Ausmalung aus der Bauzeit.

Am oberen Dorfeingang der Fraktion San Carlo steht die gleichnamige, von 1613 bis 1624 errichtete Pfarrkirche. Die später angefügte Passionskapelle birgt Fresken eines unbekannten lombardischen Meisters aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Zusammen mit dem Pfarrhaus, unter dessen Torbogen die Berninastrasse hindurch führt, bildet die Kirche eine malerische Baugruppe.

Auch in den Siedlungen der Squadra di Basso findet man eine Reihe gut erhaltener Häuser des 17. und 18. Jahrhunderts, mit Wandmalereien, Fenstergittern und den typischen Steindächern. Besonders geschlossene Ortsbilder besitzen das Dorf Prada und der kleine Weiler Cantone.

Reizvolle Wanderungen führen zu den Maiensässen und Alpen. Das Maiensäss Selva besitzt kleine Kirchen beider Konfessionen auf zwei benachbarten Hügeln. Beispiele unverfälschter Kleinsiedlungen sind La Dota, Pisciadel und Splüga.

Galerie



Image:Poschiavo-San-Vittore-Mauro.jpg|San Vittore Mauro
Image:Poschiavo-Chiesa-Evangelica.jpg|Chiesa Evangelica
Image:Poschiavo-Piazza-Communale.jpg|Hotel Albrici (Piazza Communale)
Image:Poschiavo-Total.jpg|Poschiavo

Weblinks




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