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CHF 136 - 172 Hotel Suisse
Im Tal von Poschiavo erwartet Sie das Hotel Suisse. Freuen Sie sich auf traditionelle Zimmer mit Minibar, Sat-TV und Haartrockner. In den öffentliche… MoreCHF 82 - 150 Hotel Zarera
Am Eingang des Naturschutzgebietes Via di Campo wohnen Sie im Hotel Zarera nur etwa 15 Fahrminuten vom Skigebiet Diavolezza-Lagalb entfernt. Ihnen ste… MoreCHF 90 - 160 Hotel Centrale
Nur 200 Meter vom Plazza da Cumün in Poschiavo entfernt erwartet Sie das Hotel Central in einem renovierten historischen Gebäude. Italienische Geric… MoreCHF 110 - 110 Camping Boomerang
Im malerischen Tal Puschlav erwartet Sie das Camping Boomerang in Li Curt. Hier erwarten Sie 2-Zimmer-Bungalows mit Holzterrasse, Küche und Bad. Kost… MoreCHF 95 - 210 Albergo Croce Bianca
In Poschiavo erwartet Sie das Hotel Croce Bianca. Freuen Sie sich auf moderne Zimmer mit Flachbild-TV und kostenfreiem Internetzugang. Ebenso entspann… MoreCHF 85 - 195 Caffe Semadeni Garni
Am historischen Platz von Poschiavo gelegen, bietet Ihnen das Garni Semadeni ein Café mit Terrasse sowie kostenloses WLAN. Sie wohnen 5 Gehminuten vo… MoreCHF 95 - 150 Albergo Altavilla
Das familienfreundliche Albergo Altavilla befindet sich in sonniger, ruhiger Lage in Poschiavo und bietet Ihnen Zimmer mit eigenem Bad. Ein Gartenrest… More | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Blasonierung: In Rot zwei gekreuzte, durch silberne Kette verbundene, gestürzte silberne Schlüssel.
Redendes Wappen auf Grund einer Missdeutung des Namens Poschiavo, der vom Latein|lateinischen post lacum «hinter dem See» und nicht von clavis «Schlüssel» herrührt (s. u., Ortsname).
Die Dauersiedlungen liegen zumeist an oder in der Nähe der Talstrasse und werden in drei Gruppen (squadri) eingeteilt:
Ausserdem umfasst das Gemeindegebiet eine Vielzahl von Maiensässen und Alm (Bergweide)|Alpsiedlungen.
Die flächenmässig viertgrösste Gemeinde des Kantons ist eine der waldreichsten der Schweiz. Im Jahr 1997 wurden 19.8 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 32.1 % ein, die Siedlungen 1.8 %. Als unproduktiv galten 46.2 %.
Nachbargemeinden sind Pontresina und Brusio sowie die zur italienischen Provinz Sondrio gehörenden Gemeinden Livigno, Valdidentro, Grosio, Grosotto, Chiuro und Lanzada.
Im 12. Jahrhundert erschien Poschiavo als Lehen|Lehnsgut des Churer Bischofs. Nach wechselnden Obrigkeiten gelangte das Dorf 1350 unter Mailand|mailändische Herrschaft, von der es sich 1406 gewaltsam befreien konnte. Die nun stets als Einheit auftretende Cumün (Talgemeinde, inklusive Brusio) suchte Schutz beim Bischof und trat am 29. September 1408 dem Gotteshausbund bei. Mit dem Auskauf der bischöflichen Rechte wurde 1494 die volle Unabhängigkeit als Hochgericht innerhalb des Gotteshausbundes erreicht.
Nach der 1547 eingeführten Reformation benutzten zunächst beide Konfessionen die Stiftskirche, bis sich die Protestanten, als Folge der Gegenreformation nunmehr eine Minderheit, eine eigene Kirche bauten. Obwohl das Tal politisch Chur unterstand, gehörten die Puschlaver Katholiken bis 1870 zum Bistum Como.
Im Jahre 1549 gründete Dolfin Landolfi die erste Druckerei Graubündens.
Nach der turbulenten Phase der Bündner Wirren im Dreißigjähriger Krieg|Dreissigjährigen Krieg nahm Poschiavo eine eher ruhige Entwicklung, die sich vor allem auf den Passverkehr und die Landwirtschaft stützte. Vom 17. bis 19. Jahrhundert wanderten viele Puschlaver aus, bevorzugt nach Spanien, Portugal und Frankreich, einige auch nach Amerika oder Australien, um dort Kaffeehäuser und Confiserien zu betreiben.
Die heutige Einteilung mit selbständigen Gemeinden Poschiavo und Brusio besteht seit 1851. Mit dem Bau von Berninabahn und Kraftwerken 1904-12 wurde das Tal aus seiner Abgeschiedenheit befreit. Die Bevölkerungszahl stabilisierte sich, und der Tourismus konnte sich als wichtiger Wirtschaftszweig entwickeln.
Im Sommer 1987 wurden grosse Teile des Ortes durch ein schweres Unwetter verwüstet. Die Schäden wurden in jahrelanger Arbeit wieder behoben.
Die Etymologie des Namens lässt sich - vom Veltlin aus betrachtet - auf post clavem zurückführen, wörtlich hinter dem Engnis, der Talsperre, die durch einen prähistorischen Bergsturz bei Meschin gebildet wurde. Später übertrug sich der Name auf die gesamte Talschaft.
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Als Standort von Sekundarschule, Gewerbeschule und Spital bildet Poschiavo den Mittelpunkt des Tales. Die wirtschaftliche Struktur ist durch eine Vielzahl kleinerer Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe gekennzeichnet, die praktisch alle Bereiche des täglichen Lebens abdecken. An grösseren Arbeitgebern sind die Rhätische Bahn und die Rätia Energie zu nennen.
In der Landwirtschaft waren 276 Personen tätig, im produzierenden Gewerbe 471 und im Dienstleistungsbereich 1049 (Stand 2000-01).
Die Berninastrasse durchzieht das Gemeindegebiet auf seiner ganzen Länge. Etwa 2 km unterhalb des Passes zweigt die nur im Sommer befahrbare Strasse über die Forcola di Livigno|Forcola ins zollfreie Gebiet Livigno ab.
Für die 1908 eröffnete Berninabahn bedeutet Poschiavo den wichtigsten Bahnhof südlich des Passes. Im Depot mit angegliederter Werkstätte werden die Gleichstrom-Triebfahrzeuge der Rhätischen Bahn gewartet. Der Stützpunkt des Bahndienstes mit Fahrleitungsdienst betreut die gesamte etwa 60 km lange Bahnlinie. Im Jahre 1962 wurde das Stationsgebäude neu erbaut, von 1969 bis 1972 das Depot erweitert. Der Bahnhof weist auch einen regen Güterverkehr auf. Unter anderem wird der örtliche Supermarkt einer grossen Detailhandelskette über die Schiene mit Waren versorgt. Auf Gemeindegebiet liegen auch die bekannten Stationen Ospizio Bernina und Alp Grüm, dazu insgesamt 6 weitere Stationen und Haltestellen.
Der Borgo von Poschiavo weist ein geschlossenes, städtisch anmutendes Ortsbild mit steinplattengedeckten Häusern des 16. bis 19. Jahrhunderts auf. Nachdem ein Hochwasser am 18. Juli 1987 schwere Schäden im Dorfzentrum verursachte, wurden die Gebäude sorgfältig restauriert. Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz|Ortsbild von nationaler Bedeutung.
Um die zentrale Plazza da Cumün gruppieren sich
Am oberen Dorfeingang der Fraktion San Carlo steht die gleichnamige, von 1613 bis 1624 errichtete Pfarrkirche. Die später angefügte Passionskapelle birgt Fresken eines unbekannten lombardischen Meisters aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Zusammen mit dem Pfarrhaus, unter dessen Torbogen die Berninastrasse hindurch führt, bildet die Kirche eine malerische Baugruppe.
Auch in den Siedlungen der Squadra di Basso findet man eine Reihe gut erhaltener Häuser des 17. und 18. Jahrhunderts, mit Wandmalereien, Fenstergittern und den typischen Steindächern. Besonders geschlossene Ortsbilder besitzen das Dorf Prada und der kleine Weiler Cantone.
Reizvolle Wanderungen führen zu den Maiensässen und Alpen. Das Maiensäss Selva besitzt kleine Kirchen beider Konfessionen auf zwei benachbarten Hügeln. Beispiele unverfälschter Kleinsiedlungen sind La Dota, Pisciadel und Splüga.
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Squadra del Borgo, bestehend aus dem Hauptort (borgo, Poschiavo im engeren Sinne) und dem Dorf Cologna;
Squadra di Aino, oberhalb gelegen, bestehend aus dem Dorf San Carlo und den Weilern Somaino, Angeli Custodi, Percosta und Permunt;
Squadra di Basso, unterhalb gelegen, bestehend aus
Sant'Antonio mit Campiglione, Li Curt und La Rasiga,
Prada mit Annunziata,
Le Prese mit Cantone, Pagnoncini und einem Teil von Miralago.
Geschichte
Die Bedeutung der im Tal gemachten Funde aus Römisches Reich|römischer Zeit konnte noch nicht abschliessend geklärt werden. Sicher ist die frühmittelalterliche Landnahme vom Veltlin her. Der Ort Post clave und die Kirche San Vittore, spätere Stiftskirche, werden urkundlich im Jahr 824 erwähnt. Verstärkt wurde das Puschlav im 11. Jahrhundert besiedelt. Aus jener Zeit stammen die Kirchen San Pietro bei Poschiavo und San Romerio oberhalb des Puschlaversees. Ortsname
Bevölkerung
} Bevölkerungsentwicklung
Zwischen 1850 und 1860 kam es zu einer ersten grossen Auswandererwelle. Danach wuchs die Bevölkerung bis 1950 ununterbrochen an (1850-1950: + 39,68 %). Besonders gross war der Zuwachs zwischen 1900 und 1910 - als die Berninabahn vollendet war. Zwischen 1950 und 1990 kam es zu einer zweiten grossen Abwanderung. Diese führte in die Industriezentren und Touristenorte (1950-1990: - 21,22 %). Seither wächst die Bevölkerungszahl wieder (1990-2005: + 9,72 %). Sprachen
Umgangssprache ist der alpinlombardische Dialekt Puschiavin. Er wurde im Jahr 1900 von 2992 (= 96,45 %) der Einwohnerschaft gesprochen. Heute hat sich der Anteil der Italienischsprachigen bei rund 90 % eingependelt, wie folgende Tabelle zeigt:
Einzige Amtssprache der Gemeinde ist das Italienische. Herkunft und Nationalität
Von den Ende 2005 3487 Bewohnern waren 3246 (= 93,09 %) Schweizer Staatsangehörige. Wirtschaft und Verkehr
Sehenswürdigkeiten
die romanischem Turm,
das Oratorio Sant'Anna mit Beinhaus,
die Barock|barocke Kapelle Santa Maria Presentata,
das Rathaus mit einem ehemaligen Wehrturm.
Nicht weit entfernt liegt die reformierte Kirche von 1649. Der jenseits des Flusses Poschiavino gelegene Palazzo Mengotti wurde als Talmuseum eingerichtet. Am südlichen Dorfrand befindet sich das Spaniolenviertel. Noch weiter südlich, ehemals auf freiem Feld etwa 500 m ausserhalb des Dorfes, wurde 1692 bis 1711 die Kirche Santa Maria Assunta errichtet, ein barockes Juwel mit einheitlicher Ausstattung und Ausmalung aus der Bauzeit. Galerie
Image:Poschiavo-San-Vittore-Mauro.jpg|San Vittore Mauro
Image:Poschiavo-Chiesa-Evangelica.jpg|Chiesa Evangelica
Image:Poschiavo-Piazza-Communale.jpg|Hotel Albrici (Piazza Communale)
Image:Poschiavo-Total.jpg|Poschiavo
Weblinks