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Bekannt ist Schönenwerd vor allem als ehemaliger Standort der Bally (Schuhhersteller)|Bally-Schuhfabriken, die das Dorfbild und -leben seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre hinein entscheidend prägten. Durch Bally wurde Schönenwerd vom Bauernstand|Bauern- zum Industriedorf mit ausgedehnten Arbeiterwohnvierteln. Schönenwerd liegt an der Aare zwischen Olten und Aarau im Mittelland (Schweiz)|Schweizer Mittelland bzw. am Jurasüdfuss.
Die erste urkundliche Erwähnung von Schönenwerd findet sich im Testament des Bischofs Remigius von Straßburg vom 15. März 778 als Werith (Werd, «Flussinsel»), damals ein kleines Kloster auf einer Aareinsel. Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war. Erstmals als Schönewert erwähnt wird der Ort 1332, diese Form konnte sich jedoch erst im 16. Jahrhundert durchsetzen (Kully, Solothurnische Ortsnamen).
Um Acht Alten Orte im April 1388 verbrannten die heimkehrenden Berner und Solothurner die Kirche bis auf die Grundmauern (Schönenwerd war zu dieser Zeit Habsburg|habsburgisch). In den folgenden Jahren wurde sie wieder aufgebaut. Durch Thomas von Falkensteins Verkauf der Herrschaft Gösgen mit allen Besitztümern 1458 wurde Schönenwerd solothurnisch und mit dem Beitritt Solothurns 1481 eidgenössisch.
Das Stift (Kirche)|Stift wurde 1874 aufgehoben. 1875 bildete sich ein Alt-Katholische Kirche|christkatholischer Verein mit dem Schuhindustriellen Carl Franz Bally als Präsidenten. Bald bekannte sich eine Mehrheit der stimmberechtigten Katholiken von Schönenwerd zum Christkatholizismus. Da diese ab 1876 ihre Gottesdienste mit Genehmigung der solothurnischen Regierung in der Stiftskirche abhielt, war der Römisch-Katholische Kirche|römisch-katholische Pfarrer nicht gewillt, diese Kirche weiterhin zu nutzen, obwohl dies der römisch-katholischen Minderheit gestattet gewesen wäre. Die infolgedessen 1877 erbaute "Notkirche" wurde erst 1937 durch eine neue römisch-katholische Kirche ersetzt.
Noch Anfang des 19. Jahrhunderts zählte das Dorf nicht mehr als 500 Einwohner. Erst mit der Industrialisierung und dem Erfolg der Schuhfabrik setzte ein schnelles Wachstum ein. 2005 zählte Schönenwerd 4700 Einwohner.
Stiftskirche (Christkatholische Kirche St. Leodegar)
Schönenwerd liegt an der West-Ost-Achse Genf-St. Gallen der Schweizerische_Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen, ist jedoch nur Regionalzugshalt. Die Regionalzüge verkehren im Stundentakt, dazu kommen Busverbindungen Richtung Aarau und Olten. Autobahnanschlüsse bestehen in einigen Kilometern Entfernung.
Däniken, Otto von. Schönenwerd : Dorfgeschichte. Schönenwerd, 1974.
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Bally-Schuhmuseum
Ballypark
Paul Gugelmann-Museum Verkehr
Literatur
Heim, Peter. Königreich Bally : Fabrikherren und Arbeiter in Schönenwerd. Baden : Hier + Jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, 2000. ISBN 3-906419-21-5
Kully, Rolf Max. Solothurnische Ortsnamen : die Namen des Kantons, der Bezirke und der Gemeinden. Solothurn : Lehrmittelverlag, 2003. ISBN 3-905470-17-9Wappen
Zweimal geteilt von Rot, Weiss und Schwarz, belegt mit weissrotweiss geteilter Lilie. Weblinks