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CHF 175 - 280 Hotel Sedartis
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Thalwil ist eine der ältesten Pfarreien am Zürichsee. Das erste, dem heiligen Martin geweihte Gotteshaus wurde 1179 gestiftet. Dieses bestand trotz Brandschatzung im Alter Zürichkrieg|alten Zürichkrieg und mehreren Blitzschlägen bis 1845. Infolge Platzmangel und Baufälligkeit sollte das alte Kirchlein abgebrochen werden. Matthias Wieland (Kantonsrat) und H. U. Schmied (Zimmermeister) entwarfen 1836 für die Gemeinde einen grösseren Neubau an gleicher Stelle. Der Bau verzögerte sich, und so bestellte die Gemeinde 1844 vor dem Abbruch der alten Kirche den renommierten Kirchenbauarchitekten Ferdinand Stadler für ein Gutachten. Dieser brachte einen Gegenentwurf ein, welcher jedoch abgelehnt wurde. Schliesslich wurde die Kirche in der ursprünglich geplanten Version mit einigen Änderungen nach Stadler gebaut und am 24. Oktober 1847 eingeweiht.
Fast 100 Jahre später (1943) brannte die Kirche bei Reparaturarbeiten am Turm bis auf die Mauern nieder. Sie wurde wieder aufgebaut und mit einem zeitgenössisch aussehenden Turmhelm versehen. Von dieser Kirche im Ortsteil Platte geniesst man eine schöne Aussicht über den ganzen Zürichsee von Zürich bis Lachen SZ|Lachen.
Ferner besitzt Thalwil seit 1898 eine katholische Kirche (katholische Kirchgemeinde zusammen mit Rüschlikon), seit 1864 ein Bethaus der Methodisten, seit 1924 das heutige Gebäude der Evangelisch-methodistische Kirche|evangelisch-methodistischen Gemeinde und das Vereinshaus der St. Chrischona (Pilgermission)|Chrischona-Gemeinde wie auch die Kapelle der Baptistengemeinde.
Thalwil enthält einen Bahnhof mit nicht weniger als 6 Gleisen, der auch von Schnellzügen bedient wird. Dort verzweigen sich die Linksufrige Zürichseelinie und die Bahnlinie nach Zug (Stadt)|Zug-Luzern - beide von Zürich kommend. Beim Bahnhof beginnt die Postautolinie nach Hausen am Albis via Gattikon-Langnau am Albis-Oberalbis (Passhöhe). Zusätzlich stellte das in Affoltern am Albis stationierte, heute nicht mehr bestehende Postauto-Regionalzentrum eine Buslinie vom Bahnhof zum Spital Thalwil, die allerdings mit der Lancierung des Ortsbusbetriebs TROL im Jahre 1989 eingerichtete Verkehrsbetrieb weitere Impulse zur Entwicklung gegeben. TROL ist die Abkürzung für Thalwil Rundkurs, Oberrieden, Langnau. Eine Firma Hunziker aus Rüschlikon wurde mit dem Transport beauftragt. Der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs trug zur Ansiedlung von weiteren Unternehmungen bei. So wurden anstelle der Fabriken für die Bevölkerung neue Arbeitsplätze geschaffen und die Bautätigkeit nahm in den letzten Jahrzehnten stark zu. Landwirtschaftsbetriebe verschwanden mehr und mehr, und heute ist Thalwil vornehmlich eine Wohngemeinde in unmittelbarer Nähe der Stadt Zürich. Täglich fahren gegen 7000 Wegpendler zu ihren Arbeitsplätzen in die Stadt.
In der heutigen Industrie- und Gewerbezone Böhni hat sich als grösster Arbeitgeber in der Gemeinde die Firma Unisys|Unisys Schweiz AG (Computerbranche) angesiedelt. In einer ersten Bauphase wurden für diesen Grossbetrieb gegen 500 Arbeitsplätze eingerichtet; die zweite Etappe ist seit einigen Jahren vollendet.
An der Tischenloostrasse befindet sich die Hunziker AG, die Schuleinrichtungen herstellt. Man nennt die Unternehmung gerne den Wandtafeln-Hunziker.
Im Jahre 1713 erfolgte die Abtrennung der Wacht Langnau am Albis|Langnau. Dieser Dorfteil bildet seither eine eigene politische Gemeinde mit Kirche.
Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung aufgrund der Nähe zu Zürich stark an. Heute ist Thalwil mit seinen Nachbargemeinden Rüschlikon, Oberrieden und Langnau praktisch zusammen gewachsen.
Nach dem 1. Weltkrieg wurden unter der Leitung von Jakob Bosshard von Thalwil "Hungerzüge" von Thalwil aus organisiert, welche unter Armeebewachung gesammelte Nahrungsmittel usw. in die hungernden Gebiete in Osteuropa transportierten.
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