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CHF 150 - 270 Le Léman Hôtel
Das Hotel Le Léman liegt in einem ruhigen Wohngebiet von Vevey, nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum und dem Bahnhof von Vevey entfernt.
Wählen … MoreCHF 115 - 182 Les Negociants
Das Les Négociants nahe dem Genfer See bietet moderne Zimmer mit kostenfreiem WLAN und ein Restaurant. Der Fährhafen Vevey-Marché befindet sich 650… MoreCHF 295 - 1,550 Hotel Des Trois Couronnes
Im Herzen von Vevey am Ufer des Genfersees zwischen Montreux und Lausanne bietet das Hotel Des Trois Couronnes eine herrliche Aussicht auf den See und… MoreCHF 75 - 600 Hotel de Famille
Im Zentrum von Vevey nur 3 Gehminuten vom Bahnhof entfernt bietet Ihnen das Hotel de Famille eine Sauna und einen Innenpool sowie kostenfreies WLAN in… MoreCHF 285 - 765 Grand Hotel du Lac
Direkt am Seeufer erwartet Sie das Grand Hotel du Lac in Vevey. Genießen Sie die beeindruckende Aussicht auf den Genfer See und tauchen Sie ein in da… MoreCHF 199 - 399 Astra Pavillon Vevey
Das familiengeführte Astra Pavillon Vevey verbindet Tradition, Stil und herzliche Gastlichkeit mit einer malerischen Lage im Herzen der Waadtländer … More | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Stadt am Nordostufer des Genfersees war früher ein bedeutender Handelsplatz und profitierte im 19. Jahrhundert vom Aufschwung durch Industrie und Fremdenverkehr, die noch heute die Hauptsäulen der Wirtschaft darstellen.
Die Fläche des 2.4 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt am Nordostufer des Genfersees (rund 2 km Seeuferlinie). Der Hauptteil des Gemeindebodens wird von der Schwemmebene der Veveyse eingenommen, die nördliche Grenze liegt am Fuss des Mont Pèlerin im Bereich des Baches Ruisseau de Bergère. In einem schmalen Zipfel erstreckt sich das Gebiet entlang des Tals der Veveyse bis auf die Geländeterrasse La Veyre, auf der mit der höchste Punkt von Vevey erreicht wird. Östlich an die Schwemmebene schliessen die sanft geneigten Hänge der Waadtländer Riviera an, wobei die Grenze durch die äusseren Wohngebiete verläuft und die obersten Villensiedlungen bereits zur Nachbargemeinde Saint-Légier-La Chiésaz gehören. Nach Südosten reicht der Gemeindeboden bis zum Rebhügel Crêt Richard, und der Bachlauf der Ognona bildet eine natürliche Abgrenzung gegen La Tour-de-Peilz. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 89 % auf Siedlungen, 6 % auf Wald und Gehölze, 4 % auf Landwirtschaft und etwas mehr als 1 % war unproduktives Land.
Zu Vevey gehören ein Teil des ehemaligen Weilers Clies () und die Siedlung Gilamont () an der südlichen Talflanke der Veveyse. Nachbargemeinden von Vevey sind Corseaux, Corsier-sur-Vevey, Saint-Légier-La Chiésaz und La Tour-de-Peilz.
Noch im 18. Jahrhundert war Vevey agrarisch geprägt. Hier wurden die landwirtschaftlichen Produkte des Umlandes weiterverarbeitet und in den Handel gebracht. Das Gewerbe umfasste zu dieser Zeit Tabak- und Tuchmanufakturen, Hutmachereien, Gerbereien, aber auch Marmorwerkstätten und Uhrmacherei, die zunächst in Heimarbeit verrichtet wurde.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt rasch zu einem Industriestandort, und im weiteren Verlauf des Jahrhunderts vollzog sich der Strukturwandel hin zu Grossunternehmen. In diese Zeit fallen beispielsweise die Gründung der ersten Sparkasse des Kantons Waadt (1814), die Eröffnung der Ateliers de constructions mécaniques de Vevey (1842) und die Gründung der Tabakwarenfabrik Ormond & Rinsoz SA (1848). Vevey wurde ein bedeutendes Zentrum der Schokoladenindustrie: unter François-Louis Cailler wurde 1819 die erste Schokoladenfabrik der Schweiz gegründet. Henri Nestlé schuf sich hier einen Namen mit der Entdeckung eines Produktionsverfahrens für Milchpulver (1867), und 1875 gelang Daniel Peter die Herstellung von Milchschokolade. Im Jahr 1867 wurde die Nestlé|Nestlé SA gegründet, die sich seit 1929 nach der Übernahme der Firma Cailler auf die Schokoladenproduktion konzentrierte und später nach weiteren Firmenübernahmen ihren Marktbereich auf weitere Nahrungsmittelindustriezweige ausdehnte.
Im Lauf des 20. Jahrhunderts kam es mehrmals zu Krisen, so während der 1930er Jahre in der Uhrenindustrie und während des Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges im Tourismus. Als Folge davon fand eine Diversifikation in vielen Wirtschaftsbereichen statt. Auch die Rezession von 1974 und 1975 traf die Industrie hart, führte zu zahlreichen Betriebsschliessungen und letztlich zu einer Abnahme der Bevölkerung um rund 2000 Personen innerhalb von 10 Jahren.
Heute gibt es in Vevey rund 11000 Arbeitsplätze. Mit 0.5 % der Erwerbstätigen, die noch im primären Sektor beschäftigt sind, ist die Landwirtschaft bedeutungslos geworden. Etwa 15 % der Erwerbstätigen sind im industriellen Sektor tätig, während der Dienstleistungssektor 85 % der Arbeitskräfte auf sich vereinigt (Stand 2001).
Bedeutendster Betrieb ist noch heute die Nestlé SA, einer der grössten Nahrungsmittelkonzerne der Welt mit Hauptsitz in Vevey. Daneben gibt es zahlreiche weitere Unternehmen im Bereich der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der pharmazeutischen Industrie, des Druckerei- und Verlagswesens, des Apparatebaus, sowie der Feinmechanik und Mikrotechnik. Ferner ist Vevey Sitz von Banken und Versicherungen, der Stadt- und Bezirksverwaltung. Die Stadt verfügt über zwei Regionalspitäler, nämlich das Hôpital de la Providence (seit 1933) und das Hôpital du Samaritain (seit 1956).
Vevey hat zahlreiche kulturelle Einrichtungen zu bieten, beispielsweise das 1897 gegründete Musée Jenisch mit der Kunstsammlung der Stadt und dem naturwissenschaftlichen Museum. Als erste Stadtbibliothek der Schweiz wurde 1774 die Bibliothek von Vevey eröffnet. Im ehemaligen Landvogtssitz befinden sich seit 1953 das Musée historique de Vevey und das Musée de la vigne et du vin (Museum der Weinbauernzunft). Seit 1979 gibt es auch ein Museum für Fotoapparate (Musée suisse de l'appareil photographique) und seit 1985 das Alimentarium, ein Museum für Ernährung. Die Stadt verfügt über mehrere Theater und Kinos und ist Austragungsort zahlreicher Feste, darunter das Festival Images. Das Seeufer ist als Flanier- und Erholungszone ausgestaltet.
Als wichtiges Bildungszentrum im östlichen Teil des Kantons Waadt verfügt Vevey über sämtliche Schulstufen bis zum Gymnasium. Als weiterführende Bildungseinrichtungen ist die Ecole des arts et métiers zu nennen, eine Kunstgewerbe- und Berufsschule, die 1914 gegründet wurde und seit 1969 in den Gebäuden des Centre d'enseignement professionnel untergebracht ist.
Am 2. April 1861 wurde der Abschnitt Lausanne-Villeneuve der Bahnlinie von Lausanne nach Sion mit einem Bahnhof in Vevey eröffnet. Der Bahnhof Vevey entwickelte sich zu einem regionalen Verkehrsknotenpunkt mit der Einweihung der Schmalspurbahnlinie nach Blonay (am 1. Oktober 1902) respektive nach Châtel-Saint-Denis (von 1904 bis 1969 in Betrieb), der Verbindung nach Puidoux-Chexbres (am 2. Mai 1904, Normalspur auf der heute der Train des Vignes verkehrt) und der Eröffnung der Standseilbahn Vevey-Mont Pèlerin im Jahr 1900.
Ab 1888 verkehrte entlang des Seeufers die Tramway Vevey-Montreux-Chillon-Villeneuve, eine elektrische Straßenbahn|Strassenbahn. Sie war die erste elektrisch betriebene Bahn der Schweiz und wurde 1957 durch eine Obus|Trolleybuslinie ersetzt, welche heute von der Gesellschaft Transports publics Vevey-Montreux-Chillon-Villeneuve (VMCV) betrieben wird. Diese Gesellschaft ist für die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr zuständig, sowohl für das Stadtbusnetz als auch für die Linie nach Châtel-Saint-Denis (Ersatz für die ehemalige Schmalspurbahn).
Vevey kann auf eine sehr lange Siedlungstradition zurückblicken. Die frühesten vom Menschen hinterlassenen Spuren auf dem Gemeindegebiet stammen von Pfahlbauten|Pfahlbausiedlungen aus dem Neolithikum und der Bronzezeit. Auch ein Gräberfeld aus der späten Bronzezeit wurde entdeckt. Vermutlich war der Ort unter den Kelten seit dem 4. Jahrhundert vor Christus besiedelt.
In der Peutingerschen Tafel als Vivisco aufgeführt. Weitere lateinische Namen waren Bibiscum und Viviacum. Der Ortsname stammt vom latinisierten Namen des keltischen Stamms der Vivisci ab.
Die nächste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im 5. Jahrhundert unter dem Namen Bibiscon und bezeugt auch in dieser Übergangszeit eine Siedlung. Aus dem Mittelalter sind die Bezeichnungen Viviscum (1011), Vivesium (1017), Vivois (1163), Vives (1177), Vivex (im 12. Jahrhundert) und Viveis (1225) überliefert.
Der Fischerflecken gehörte um das Jahr 1000 zum Königreich Hochburgund. Auf dem Gemeindegebiet hatten aber auch das Lausanner Domkapitel, die Abtei Saint-Maurice VS|Saint-Maurice, die Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard und der Bischof von Sion reichen Grundbesitz. Im Jahr 1011 übertrug König Rudolf III. (Burgund)|Rudolf III. von Burgund seine Rechte über Vevey dem Bischof von Lausanne. Diese Herrschaftsrechte erkaufte sich 1250 Peter II. (Savoyen)|Peter von Savoyen und gab sie als Lehen an die Herren von Blonay und von Oron weiter. Der Ort entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz am Genfersee. Im Lauf des 14. Jahrhunderts organisierten sich die Bürger von Vevey, erhielten 1356 von der savoyischen Oberhoheit erste Freiheiten zugesprochen und bildeten ab 1370 eine Gemeindeverwaltung.
Mit der Eroberung der Waadt durch Villeneuve der Vogtei Vevey zugeteilt.
Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime gehörte die Stadt von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediation|Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde sie Hauptort des Bezirks Vevey (Bezirk)|Vevey. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Vevey zu einem bedeutenden Industriezentrum, und dank seiner attraktiven Lage und des milden Klimas auch zu einem Fremdenverkehrsort. Deshalb nahm die Bevölkerung rasch zu, und die Stadt stiess schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an ihre engen Gemeindegrenzen. 1892 wurden daher die am Stadtrand von Vevey auf dem Schwemmkegel der Veveyse gelegenen Quartiere Arabie, Plan-Dessous, Plan-Dessus, Sous-Crêts, Corsets und Faubourg-Saint-Antoine von Corsier-sur-Vevey abgetrennt und nach Vevey eingegliedert. Eine weitere Grenzbereinigung wurde 1931 vorgenommen, als das Gebiet von Gilamont von Saint-Légier-La Chiésaz an Vevey abgetreten wurde.
Älteste Kirche von Vevey ist die reformierte Pfarrkirche Saint-Martin, die bereits 1172 erwähnt wurde. Der heutige Gotik|gotische Bau stammt teils aus dem 13. Jahrhundert (insbesondere der Chor und der Turm) und teils aus der Zeit um 1500, als das Kirchenschiff neu erbaut und der Frontturm mit vier Echauguetten umgestaltet wurde. An der Place Sainte-Claire steht die reformierte Kirche Sainte-Claire, die ursprünglich zu einem 1425 gegründeten Klarissenkloster gehörte, das mit der Einführung der Reformation (1536) aufgehoben wurde. Die Kirche wurde 1776-1783|83 umgestaltet und mit einem Klassizismus|klassizistischen Portal versehen. Als weitere Kirchenbauten sind die Neugotik|neugotische katholische Kirche Notre-Dame-de-l'Annonciation (1869-1872|72), die 1878 vom Fürsten Schuwaloff gestiftete Russische Kirche und die 1880-1882|82 erbaute Englische Kirche zu nennen.
Das Hôtel de Ville (Rathaus) wurde 1709-1710|10 im Stil Louis XV. erbaut und 1751 umgestaltet. Nahebei steht die Tour Saint-Jean, ein mittelalterlicher Turm aus dem frühen 14. Jahrhundert, der ursprünglich zur Kapelle des Spitals Vieux-Mazel gehörte. Im Cour-au-Chantre, einem 1746 errichteten Stadtpalais, ist heute die Präfektur untergebracht. Das Schloss von Vevey wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle einer mittelalterlichen Burg erbaut und im 18. Jahrhundert verändert, bevor die Berner Landvögte hier Sitz nahmen. Heute befinden sich im Schloss das Musée historique de Vevey und das Musée de la vigne et du vin.
In der Altstadt sind einige charakteristische Bürger- und Patrizierhäuser aus dem 17. Jahrhundert|17. bis 19. Jahrhundert erhalten. Westlich an die Altstadt schliesst die Grande Place an, Schauplatz des Winzerfestes und normalerweise - wenn nicht gerade für Festivitäten oder einen Markt genutzt – von Autos belegt. An diesem Platz stehen die Grenette, ein ehemaliges Kornhaus von 1808, das 1830 erbaute Casino und das im neugotischen Stil errichtete Château de l'Aile (auch Couvreu genannt und heute in Privatbesitz).
Am nordwestlichen Stadteingang steht der verglaste Skelettbau des Nestlé-Verwaltungsgebäudes, das 1958-1960|60 nach Plänen des Architekten Jean Tschumi errichtet wurde.
Vevey zeichnet sich ferner durch die 1830 angelegte Uferpromenade und mehrere Stadtparks aus, beispielsweise der Parc de l'Arabie an der Veveyse, der Jardin du Rivage und der Jardin Roussi am südöstlichen Stadteingang.
Jean-Jacques Rousseau wählte die Umgegend von Vevey zum Schauplatz seines Romans "Die neue Heloise". In Vevey wurde seine erste Geliebte Françoise-Louise de Warens geboren.
Charles Chaplin verbrachte seine letzten Jahre in einer Villa bei Vevey. Heute steht zu seinem Gedenken in Vevey vor dem Alimentarium von Nestlé am Seeufer eine berühmte kleine Statue, Chaplin in einer seiner bekannten Posen darstellend.
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