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EUR 36 - 85

Hotel Palmero

Autovia A-4, km. 523,7, 41410 CarmonaEUR 36 - 85

Gästebewertung: N/A
Das Hotel Palmero befindet sich nur 7 km vom Flughafen Sevilla San Pablo entfernt direkt an der Autobahn A4. Freuen Sie sich hier auf Zimmer mit koste… More
Alcazar, s/n, 41410 CarmonaEUR 107 - 226

Gästebewertung: N/A
Das Gebäude dieses Parador Hotels diente im 14. Jahrhundert als maurische Festung und bietet noch heute einen spektakulären Blick über die Landscha… More
Plaza San Fernando, 6-8, 41410 CarmonaEUR 40 - 400

Gästebewertung: N/A
In einem hübschen historischen Gebäude in dem reizvollen Ort Carmona empfängt Sie das klassische Hotel im kontinentalen Stil. Sevilla mit vielen Se… More
Fermin Molpeceres, 2, 41410 CarmonaEUR 15 - 100

Gästebewertung: N/A
Dieses Gästehaus befindet sich im Herzen der Altstadt von Carmona. Es zeichnet sich durch seine exzellente Lage in dieser beeindruckenden Stadt mit h… More
Carretera Carmona - Brenes A 462, Km 21, 41410 CarmonaEUR 70 - 250

Gästebewertung: N/A
Dieses historische Hotel befindet sich einem ehemaligen königlichen Anwesen aus dem 16.Jahrhundert. Es bildet eine authentische Kulisse für Ihren Au… More
Plaza Lasso, 1, 41410 CarmonaEUR 80 - 240

Gästebewertung: N/A
Das Hotel Casa de Carmona empfängt Sie in einem Renaissance-Palast mit 33 einzigartigen Zimmern und kostenfreiem Internetzugang via TV und verfügt … More
Descalzas, 1, 41410 CarmonaEUR 40 - 190

Gästebewertung: N/A
Sie erreichen das Hotel El Rincón de las Descalzas ganz einfach, denn es liegt mitten im Zentrum von Carmona, nur 25 Km von Sevilla entfernt. Die Zi… More
Plaza Lasso, 2, 41410 CarmonaEUR 64 - 400

Gästebewertung: N/A
Das Hotel Alcázar de la Reina befindet sich in einem schönen Gebäude im Mudéjar-Baustil und verfügt über einen Außenpool. Es liegt nur 10 Minut… More
 

Carmona: Guide


Carmona ist eine Stadt in Südwestspanien, in Andalusien, Provinz Sevilla, 43 km nordöstlich von Sevilla am Río Guadalquivir mit ca. 25.900 Einwohnern (2003).


Geographie


Carmona wurde auf dem Alcores, einem Höhenzug in der Zentralebene Andalusiens errichtet, von wo aus man die Sierra Morena im Norden bis zum Gipfel des San Cristobal im Süden überblicken kann. Carmona beherrscht die fruchtbare Vega del Corbones.

Wirtschaft


Wirtschaftlich lebt Carmona neben Tourismus von Wein-, Olivenöl-, Getreide- und Viehhandel. Seine jährliche Messe, die im April abgehalten wird, gibt einem eine gute Gelegenheit, die Trachten und Gewohnheiten Südspaniens zu beobachten.

Sehenswürdigkeiten


Die Zitadelle Carmonas, heute in Ruinen, war ehemals das wichtigste Fort Peter I. (Portugal)|Peter des Grausamen und beheimatet einen geräumigen Palast innerhalb seiner Mauern, heute das attraktive Parador-Hotel "Alcázar del Rey Don Pedro", das in der maurischen Burg aus dem 14. Jahrhundert eingerichtet ist und weit ins Land blickt. Der Hauptzugang zur Stadt ist das alte Mauren|maurische Stadttor an der Straße nach Córdoba (Spanien)|Córdoba, das auf einer Römer|römischen Konstruktion beruht. Teile des alten Klosters San Teodomir beruhen auf maurischer Architektur und der Turm der Kirche San Pedro ist eine Imitation der Giralda von Sevilla.

Geschichte


Dank seiner strategisch günstigen Lage ist Carmona eine der ältesten Orte Andalusiens, seit vorgeschichtlicher Zeit ununterbrochen besiedelt und wurde in der Antike einer der blühendsten Handelsplätze. Bedeutende prähistorische Funde aus der Jungsteinzeit, wie der Glockenbecherkultur|Glockenbecher, stammen aus Carmona. Karthago errichtete im karthagischen Kar-Hammon eine befestigte Kolonie, die das untere Tal des Río Guadalquivir beherrschte und deshalb von ihnen laufend befestigt wurde. Carmona, das römische Carmo, war die stärkste Stadt des späten römischen Spaniens in der Zeit Julius Caesars, in der es seine höchste Blüte erreichte, Münzen prägen durfte. Das Sevilla-Tor, eine Brücke, die Nekropole und das Amphitheater sind sichtbare Zeichen dieser römischen Herrschaft. Die Via Iulia Augusta, die im Mittelalter El Arrecife genannt wurde, verlief durch Carmona.

Mit der Eroberung Spaniens Pedro el Cruel machte den vergrößerten Alcázar de la Puerta de Marchena zu seinem bevorzugten Palast. Auch seine Söhne bewohnten den Palast. Während der Herrschaft Johann II. (Aragón)|Juan II. und Heinrich IV. (Kastilien)|Enrique IV. wurde Carmona einer der Schauplätze der Rivalität der beiden Adelsgeschlechter Ponce de Léon und Guzmán. 1630 erhielt Carmona Stadtrechte.

Archäologische Stätte


Die römische Nekropole, die der Mittel- und insbesondere der Oberschicht vorbehalten sein dürfte, beinhaltet viele in den Fels geschlagene Grabkammern mit Nischen für Urnen und gelegentlich Räumen, die steinerne Sitze (Triclinia) besitzen. Die Nutzung der Nekropole wird etwa auf das 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. datiert. Zu jener Zeit war die häufigste Bestattungsform die Einäscherung. In einer in den Felsen geschlagenen Höhle wurden die Toten von speziellen Totengräbern auf Scheiterhaufen verbrannt. Gelegentlich dienten diese Verbrennungsstätten auch als Grab, in das die Urne gestellt und anschließend mit Quadersteinen, Ziegelsteinen oder einer Steinplatte verschlossen wurde. Das Grab wurde mit Erde bedeckt und ein Grabstein gab über den Namen und Todesort des Verstorbenen Auskunft.

Vorherrschend ist in Carmona ein Mausoleum|Familienmausoleum, bestehend aus einer unterirdischen Grabkammer, die über einen Treppenschacht zugänglich war. Die in der Regel viereckige Grabkammer besitzt etwa auf Augenhöhe umlaufend Nischen für die Urnen. Darunter befindet sich eine Bank für Opfergaben. Einige Grabkammern waren mit einer Tür verschlossen, von denen Überreste gefunden wurden. Andere waren wahrscheinlich durch einen Grabstein verschlossen.

Zwei besonders spektakuläre Grabanlagen verdienen besondere Erwähnung: Das Elefantengrab erhielt seinen Namen aufgrund einer hier an exponierter Stelle gefundenen Sandsteinfigur. Die Grabanlage besteht aus einem Altarraum, der der Verehrung der Gottheiten Kybele|Cibeles und Attis diente, deren Verehrung in Rom eine enorme Bedeutung erlangten. Der Gott Attis, der jedes Jahr starb und wieder auferstand, erfuhr in Carmona eine besondere Verehrung, was durch weitere Funde in der Nekropole belegt ist. Hierdurch erlangte Carmona eine Art religiöser Eigenständigkeit, die seine kulturellen Beziehungen zu den Phönizier|phönizisch-karthagischen Kulturen des Nahen Ostens und des Mittelmeerraums belegen. Neben dieser Gottheit gibt es noch eine weibliche Muttergottheit, die Herrscherin über Leben und Tod und Personifizierung der göttlichen Natur, die durch einen aufrecht stehenden, ovalen Stein dargestellt wurde. Von der Elefantenfigur ging jedoch seit ihrer Entdeckung eine so große Faszination aus, das sie zum Symbol der Ewigkeit in dieser Grabanlage wurde. Neben dem Altarraum verfügt die Grabanlage über eine Küche, eine Zysterne und einen Speiseraum. Offenbar wurde regelmäßig zur Erinnerung an die Verstorbenen ein Gedenkmahl in der Grabanlage abgehalten.

Das zweite, besonders hervorzuhebende Mausoleum, das Servilia-Grab, unterscheidet sich allein schon von den Fußballfeld großen Ausmaßen von allen übrigen Grabanlagen. Es wurde im Hellenismus|hellenistischen Stil angelegt. Um einen in den Fels geschlagenen, Säulen umstandenen Innenhof, der von einer Galerie überdacht war, zweigen zweigeschossig verschiedene luxuriös gestaltete, bemalte Räume ab. An der Stirnseite des Säuleninnenhofs befindet sich die überdachte Grabkammer mit großer trapzoider Vorhalle und spitz zulaufender Kuppel, in der allem Anschein nach ursprünglich die Skulptur von Servilia stand, der wohl die reichste und mächtigste Familie von Regierungsbeamten Carmonas in Augustus|augusteischer Zeit repräsentierte.

Entdeckungsgeschichte


1881 wurde eine ausgedehnte römische Nekropole am Rande der Stadt an der Straße nach Sevilla entdeckt und von Juan Fernández López und dem englischen Archäologen George Bonsor ausgegraben. Im gleichen Jahr wurde ein Amphitheater und eine Gruppe weiterer Gräber, alle aus den ersten vier Jahrhunderten nach Christi Geburt, nahe der Originalnekropole gefunden und ein kleines Museum von der Carmona Archäologischen Gesellschaft eingerichtet, das mit Mosaiken, Inschriften, Portraits und anderen Antiquitäten gefüllt war.

Söhne und Töchter der Stadt


Javier Ramírez ( 1978), Radrennfahrer

Literatur


M. Sales y Ferré: Estudios arqueologicos y historicos, Madrid, 1887

weblinks




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