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Bulevar 400, 04700 El EjidoEUR 42 - 58

Gästebewertung: N/A
Dieses moderne Hotel empfängt Sie im Herzen der Stadt El Ejido. Hier wohnen Sie in der Nähe der wichtigsten Banken- und und Kulturzentren und erreic… More
EUR 43 - 50

Ejido Hotel

Avda. Oasis s/n, 04700 El EjidoEUR 43 - 50

Gästebewertung: N/A
Das Ejido Hotel befindet sich an der südlichen Küste von Spanien in der Nähe des Strandes und bietet neben einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis … More
EUR 45 - 75

Don Manuel

Avda. Del Oasis, 252, 04700 El EjidoEUR 45 - 75

Gästebewertung: N/A
Im Geschäftsviertel von El Elejido empfängt Sie das Don Manuel Hotel mit guten Anbindungen in die Stadt und die Umgebung über die Autobahn A7. Hier… More
 

El Ejido: Guide


El Ejido ist eine Spanien|spanische Stadt in der Autonome Region (Spanien)|autonomen Region Andalusien im Süden Spaniens. Sie gehört zu der Almería (Provinz)|Provinz Almería und hat fast 76.000 Einwohner. El Ejido ist durch den Gemüseanbau geprägt. Die Stadt ist eine der reichsten Spaniens. Soziale Spannungen bestehen zwischen den einheimischen Andalusiern und marokkanischen Gastarbeiter|Gastarbeitern.

Allgemein

El Ejido ist Europas größter industrielle Landwirtschaft|agrarindustriell genutzter "Wintergarten". In El Ejido werden zahlreiche Gemüsesorten angebaut, und ein Großteil der Bevölkerung ist vom Gemüseanbau abhängig, der zu einem gewissen Wohlstand führte. Die zum Anbau genutzten Gewächshaus|Treibhäuser bedecken eine große Fläche an Land; insgesamt sind rund 36.000 Hektar mit Plastik überzogen. Dies ist die weltweit größte Anbaufläche unter Folie. Pro Jahr werden etwa 3 Mio. t. Treibhausgemüse produziert. In den letzten Jahren wurden mit den Ernten hauptsächlich Gewinne verzeichnet. Die Winterernte ist in El Ejido dabei die gewinnbringendste.

Die Umgebung El Ejidos in Südspanien gleicht einer unfruchtbaren und steinigen Wüste, doch unter der Erde liegt ein System von unterirdischen Flüssen mit Jahrtausende altem Grundwasser. Dazu kommen noch wichtige Faktoren wie Bodenfeuchtigkeit, Thermik|Mikrothermik und Versalzung|Salzresistenz. Diese Umstände waren die Auslöser einer jahrelangen Ausdehnung des Gemüseanbaus.

Mit dem Bau des ersten Treibhauses in den sechziger Jahren begann man mit der systematischen Nutzung der Ebene wie auch der Anpflanzung verschiedener Gemüsesorten. Der Staat förderte diese Entwicklung. In den letzten Jahrzehnten ist die Stadt deswegen planlos gewachsen. Die Treibhäuser wurden meist von Hand aufgebaut, da es an Geld mangelte.

In den achtziger Jahren wurde ein Teil des Gemüseanbaus von ausländischen Spekulation (Wirtschaft)|Großspekulanten verwaltet, doch diese Unternehmen konnten keine großen Gewinne verbuchen und gingen schließlich in Konkurs. Auch Großgrundbesitz vermochte sich in El Ejido nicht durchzusetzen. Später sahen sich die Agrarunternehmen infolge der europäischen Marktübersättigung zunehmender Konkurrenz aus Marokko ausgesetzt. Etwa seit 2005 kam es zu ersten Landverkäufen.

Der Unterhalt der Felder und des Bewässerungssystems basiert auf einer ständigen Pflege, die aufwendig und kostenbedürftig ist. Die Ernte wird zum größten Teil von Handelskette|Lebensmittelhandelsketten zu niedrigen Abnahmepreisen aufgekauft. Mehr als die Hälfte der Ernte geht per Lkw in den Export nach Deutschland und andere westeuropäische Länder.

In den Gewächshäusern der Region um El Ejido werden etwa 90.000 Arbeitskräfte benötigt. Mittlerweile sind dies zum größten Teil Saisonarbeiter aus Marokko, Rumänien, Bulgarien, Schwarzafrika und Lateinamerika, die bestimmten Regionen zugeteilt werden. Etwa die Hälfte von ihnen hat keine Aufenthaltsgenehmigung. Sie arbeiten meist ohne Arbeitsvertrag mit stundenweiser Bezahlung. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind äußerst hart.

Im Februar 2000 kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen von Einheimischen gegen marokkanische Gastarbeiter. Die Behörden griffen erst nach zwei Tagen ein. Nach diesem Zwischenfall wurde ein Gesetz erlassen, welches den Bau weiterer Treibhäuser bewilligungspflichtig machte. Seitdem wurden zahlreiche neue Treibhäuser ohne Genehmigung errichtet.

Aufgrund des sehr großen Flächen- und Wasserverbrauchs und der in großem Umfang verwendeten Pestizide ist die Ökologie|ökologische Situation sehr schlecht. Das Grundwasser ist teilweise verschmutzt.

Literatur


Anatomie eines Pogroms. z.B. El Ejido. Bericht einer Delegation europäischer Bürgerinnen und Bürger über die rassistischen Ausschreitungen vom Februar 2000 in Andalusien. Europäisches Bürgerforum, Europäisches Komitee für die Verteidigung der Flüchtlinge und Gastarbeiter (CEDRI). 2000, Verlag Europäisches Bürgerforum / CEDRI. ISBN 3-9522125-0-4

Weblinks










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